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Montag, 5. Juni 2023

[ #Wohnen ] Wohnbau für die Demokratie


Der Wohnungsmarkt braucht ein soziales und demokratisches Gegengewicht.

Für Arbeitnehmer ist in vielen Städten kein Platz mehr. Es ist daher höchste Zeit, über die Zukunft unserer Städte nachzudenken. Denn der eklatante Mangel ist auch eine Chance. Die Politik hat sich über Jahrzehnte aus der Wohnungspolitik abgemeldet. Unsere Städte waren vermeintlich „fertig gebaut“. Der Markt sollte es richten.
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Donnerstag, 9. April 2020

[ #Wohnen Nachhaltige Siedlungsentwicklung durch genossenschaftlichen Wohnbau


Ein Schweizer Forschungsprojekt empfiehlt Siedlungen und Infrastrukturen ganzheitlich weiter zu entwickeln. Ein Ansatz, der nicht nur bei den Nachbarn beachtet werden sollte, der in weiten Bereichen auch hier zur Geltung kommen sollte, gerade in Vorarlberg, dessen Entwicklung den Schweizern in vielerlei Hinsicht nahesteht.

Erst zaghaft und nur unvollständig werden in der Schweiz - wie bei uns - Siedlung, Infrastruktur und Landschaft als Gesamtes behandelt und weiterentwickelt. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten. Zu diesem Schluss kommt das Nationale Forschungsprogramm "Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung".

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Donnerstag, 16. Mai 2019

[ # Wohnen ] Partizipativer Wohnbau: Kooperative Sanierung


Ein Forschungsprojekt "Kooperative Sanierung" hatte zum Ziel, einerseits die Zugänge von Wohnbaugenossenschaften und andererseits die Bedürfnisse von BewohnerInnen bei Sanierungsprozessen in Geschosswohnbauten zu erforschen, effiziente Modelle der Bewohnerpartizipation zu entwickeln, exemplarische Moderations- und Beteiligungsprozesse für Sanierungsprojekte durchzuführen und die Projektergebnisse in Form einer Broschüre aufzubereiten.

Bewohnerbeteiligung. Es hat sich gezeigt, dass Wohnbaugenossenschaften und Hausverwaltungen für Ansätze und Modelle der Beteiligung von BewohnerInnen bei der Durchführung von Sanierungsprozessen durchaus aufgeschlossen sind. Die BewohnerInnen werden als "KundInnen" wahrgenommen und auch dementsprechend betreut. Bei vielen Gemeinsamkeiten, die es gibt, agiert aber doch jede Hausverwaltung im Umgang mit ihren BewohnerInnen mit einem unternehmenstypischen Stil.
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Montag, 6. Mai 2019

[ #Gemeinwirtschaft ] Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik


Stiftungen und weitere gemeinwohlorientierte Akteure in Deutschland: Handlungsfelder, Potenziale und gute Beispiele

Ziel des Vorhabens war, einen Überblick über die Rolle von Stiftungen am Wohnungsmarkt sowie das Engagement von weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren mit ihren Projekten für das bezahlbare Wohnen zu untersuchen. Hintergrund ist die intensive fachöffentliche Diskussion um den Gemeinwohlbegriff in der Wohnungsmarkt- und Stadtentwicklung.

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Freitag, 1. Dezember 2017

[ #Wohnen ] Wege in die Wohnungslosigkeit

Berlin, Schlafsaal im Obdachlosen-Asyl -
Quelle: Deutsches Bundesarchiv Koblenz via
 Wikimedia Commons

Wege in die Wohnungslosigkeit: eine qualitative Untersuchung

[Dissertation/PDF] Die Dissertation untersucht die Herkunft und Entwicklung von Wohnungslosigkeit. Hierzu wurden biographische Interviews mit über 30 wohnungslosen Männern aus München durchgeführt und ausgewertet.

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Samstag, 19. August 2017

[ #Antirassismus ] Schweizer Gundlagenpapier: Rassismusbekämpfung in Wohnanlagen

Der vom Schweizer Bundesrat 2007 verabschiedete Bericht Integrationsmassnahmen sieht eine gezielte Unterstützung von Projets urbains in Quartieren vor. 

Diese Quartierentwicklungsprojekte haben zum Ziel, die Lebensqualität in Quartieren mit besonderen Anforderungen nachhaltig zu verbessern und günstige Voraussetzungen für die gesellschaftliche Integration zu schaffen. Diese Quartiere werden von wirtschaftlich und sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen bewohnt und sind mit Schwierigkeiten im Zusammenleben konfrontiert; ihre Bausubstanz erlebt eine ungünstige Entwicklung und ganz allgemein wird ihre Lebensqualität durch verschiedene Mängel beeinträchtigt.

Programm Projets urbains - Gesellschaftliche Integration in Wohngebieten. Das Programm Projets urbains - Gesellschaftliche Integration in Wohngebieten bot kleineren und mittelgrossen Städten sowie Agglomerationsgemeinden finanzielle und technische Unterstützung. Diese Städte und Gemeinden haben mit belasteten Wohngebieten umzugehen und verfügen nicht über die geeigneten Instrumente, um die Missstände auf koordinierte und effiziente Weise anzugehen. Mit dem Programm sollen ein ganzheitlicher und nachhaltiger Prozess angestossen und negative Entwicklungen verhindert werden. Gleichzeitig verfolgt es das Ziel, die Sicherheit zu erhöhen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Die erste Phase des Programms Projets urbains läuft von 2008 bis 2011. Die am Programm beteiligten Bundesstellen haben beschlossen, das Programm mit einer zweiten Pilotphase (2012-2015) weiterzuführen.

Das Programm wurde durch eine departementübergreifende Steuergruppe begleitet. Diese umfasst das ARE, das Bundesamt für Migration (BFM), das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), das Bundesamt für Sport (BASPO), die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) und die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM). Das ARE übernimmt die operative Federführung. Es dient als Ansprechstelle des Bundes im Bereich Projets urbains. Die Evaluation der in der Pilotphase des Programms entfalteten Aktivitäten wird von einem externen Team durchgeführt.

Gundlagenpapier: Rassismusbekämpfung in Wohnanlagen. In der Schweiz (nicht nur dort!)bestehen noch kaum Erfahrungen, wie das Thema "Rassismusbekämpfung" im Rahmen von Quartierentwicklungsprojekte integrativ angegangen werden soll. Ziel ist, die "Rassismusbekämpfung" als Querschnittthema zu verstehen, mögliche Handlungsfelder zu erkennen und in den Projekten entsprechend zu beachten.

Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung hat ein Grundlagenpapier erarbeit, in dem die verschiedenen Angebote der Fachstelle für das Programm Projets urbains vorgestellt werden. Das Papier zeigt gleichzeitig Handlungsfelder und Lösungsansätze im Bereich "Rassismusbekämpfung" im Rahmen von Quartierentwicklungsprojekte auf.


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[ #Wohnen ] Gemeinnütziges Wohnen

Seit 2006 bieten Mehrgenerationenhäuser Alt und Jung eine lokale Anlaufstelle, eine Möglichkeit zum Austausch, zur Mitgestaltung und zur gegenseitigen Unterstützung. 

In ihrer täglichen Arbeit bieten sie oftmals innovative Lösungsstrategien. Sie stellen als Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage die nötige Verbindung her zwischen denen, die Hilfe benötigen, und jenen, die sich – unabhängig von ihrem Alter – freiwillig engagieren und einen Beitrag für die Gesellschaft leisten möchten.

Mit ihren Offenen Treffs sowie ihren zahlreichen Angeboten für Betreuung, Beratung, Versorgung und Pflege integrieren die Mehrgenerationenhäuser Kinder, Jugendliche und Erwachsene ebenso wie Ältere und Hochbetagte. Dem Alter sind ebenso wenige Grenzen gesetzt wie der Vielfalt der Aktivitäten:
  • Seniorinnen übernehmen als Leihoma in den Häusern die Kinderbetreuung,
  • Jugendliche begleiten hochbetagte Demenzkranke,
  • Ruheständler geben ihr Wissen an Jüngere weiter, um ihnen den Start ins Berufsleben zu erleichtern.
Eine Vielzahl von Patenschaften, von denen Jung und Alt gleichermaßen profitieren, sind hierfür lebendiger Beweis.

Ihre Arbeit vor Ort stützt das Gemeinwesen. Das Modell Mehrgenerationenhäuser scheint in Deutschland mit über 500 Projekten vielerorts inzwischen unverzichtbar geworden zu sein. Es wird ihnen unterstellt, dass sie bürgerschaftliches Engagement stärken und dazu beitragen, Berufsalltag und Familienleben besser miteinander in Einklang zu bringen.

Broschüre - Download. Wahrlich ein vielversprechendes Programm, das eine lohnende nähere Beschäftigung damit verspricht. Das deutsche Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zu diesem Projekt eine Broschüre aufgelegt. Auch wenn sie sich etwas propagandistisch anfühlt liefert sie doch Anregung, Modell und Kopiervorlagen für eine neue Form des Wohnens.

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Mehrgenerationenhäuser
Inhaltsverzeichnis für den raschen Überblick:
Grußwort
Einleitung
Sieben gute Gründe für Mehrgenerationenhäuser
1. Mehrgenerationenhäuser kennen keine Altersgrenzen
2. Mehrgenerationenhäuser motivieren zu mehr Engagement
3. Mehrgenerationenhäuser sind offen für Begegnungen
4. Mehrgenerationenhäuser sind starke Partner für Familien
5. Mehrgenerationenhäuser entlasten im Pflegefall
6. Mehrgenerationenhäuser bereichern den ländlichen Raum
7. Mehrgenerationenhäuser sind gute Kooperationspartner
Gute Aussichten für Mehrgenerationenhäuser
Miteinander leicht gemacht – das Beispiel Langenfeld
Fünf Bausteine für ein Mehrgenerationenhaus
Auf einen Blick
Impressum

Dienstag, 21. März 2017

[ #Wohnen ] Nachhaltiges Bauen und Wohnen

Die Umweltbilanz beim Bauen und Wohnen muss und kann besser werden 

Wie wir bauen, wohnen und siedeln schadet der Umwelt mehr als nötig. Unsere Häuser und Wohnungen verbrauchen zu viel Energie, mehr Fläche als nötig und mit Baumaterialien gehen wir wenig sparsam um. Das muss sich ändern. Wie, erläutert eine Broschüre des deutschen Umweltbundesamtes: "Nachhaltiges Bauen und Wohnen".

Bau, Ausbau, Nutzung, Modernisierung und Instandhaltung von Gebäuden und Infrastruktur verbrauchen einen Großteil an Fläche, Energie und Rohstoffen. Zu den vertrauten und gewohnten Lebens- und Arbeitsweisen, Siedlungsmustern und Bauformen gibt es aber auch Alternativen, die reizvoll und lebenswert sind.

Diese Broschüre will zeigen, wie man Alternativen im Bereich "Bauen und Wohnen" findet. In einer Zusammenstellung von Alternativen – dem sogenannten "Nachhaltigkeitsszenario" – wird deutlich, welchen erstaunlich großen Spielraum wir haben, unsere Wohnbedürfnisse auf hohem Niveau mit einem erheblich geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen zu befriedigen. Die dabei unterstellten Maßnahmen folgen den Prinzipien "Von der grünen Wiese in die Siedlungskerne" und "Lieber den Bestand verbessern, als neu bauen".

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Inhalt zur schnellen Orientierung:

Vorwort 3

1 Nachhaltige Entwicklung mit dem Bedürfnisfeldansatz voranbringen 4
1.1 Bedürfnisse und natürliche Ressourcen 4
1.2 Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung 6
1.3 Der Bedürfnisfeldansatz 8

2 Das Bedürfnisfeld "Bauen und Wohnen" 10
2.1 Abgrenzung 11
2.2 Bisherige Entwicklungen 11
2.3 Umweltinanspruchnahme 13

3 Szenarien - Modellierung denkbarer Entwicklungen 15
3.1 Szenarioannahmen 16
3.2 Szenariorechnungen 19
3.3 Szenarioergebnisse 20
4 Vom Szenario zur Umsetzung 27
4.1 Instrumente – Das Handwerkszeug zur Umsetzung 28
4.2 Akteure – Von der Bundesebene zur Umsetzung vor Ort 35
4.3 Akteursübergreifendes Umsetzungsbeispiel: Wie sich das "Investor-Nutzer-Dilemma" in eine "Win-Win-Situation" umwandeln lässt 47

5 Perspektiven 51
Danksagung 53
Quellen 53

Freitag, 16. Dezember 2016

[ # Wohnen ] Handbuch: Barrierefreies Wohnen

Barrierefreies Wohnen hat ab und zu noch den Beigeschmack von "behindertengerecht". 

Da denkt man an sterile Funktionsarchitektur und Hilfsmittel im Krankenhaus-Stil. Und das löst bei manchen Menschen eine Abwehrreaktion aus. Sie meinen, das hätte nichts mit ihnen zu tun. Nicht zu vergessen und gerne übersehen wird auch: Wir werden älter.
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Sonntag, 22. November 2015

[ #raumplanung ] Grund genug? Flächenmanagement in Österreich

Kompaktere Siedlungen sind ein Weg, um einerseits die Ressource Boden zu schonen, lange Wege zu vermeiden und damit das Klima zu entlasten.

Im Rahmen der Initiative „Flächenmanagement in Österreich – Fortschritte und Perspektiven“ tagten zwischen Mai 2009 und Jänner 2010 Akteure aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen in insgesamt fünf Arbeitsgruppen.

Ziel der Initiative „Flächenmanagement in Österreich“ war es Erfahrungen zu bereits bestehenden Maßnahmen auszutauschen, Barrieren zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme zu identifizieren und praktikable Maßnahmen und Vorschläge für die Zukunft zu erarbeiten. Das Ergebnis findet sich in einer Broschüre des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.
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Dienstag, 17. Juni 2014

[ #Kommunalpolitik ] Studie: Clusterwohnen im Alter

Eine fünfjährige Begleitstudie, die von ImmoQ Zürich von 2008-2013 durchgeführt wurde, geht dem bewegten Entstehungsprozess des Projekts nach und liefert wichtige Erkenntnisse für die bauliche Planung, die Prozessgestaltung und für den selbstverwalteten Betrieb von hausgemeinschaftlich organisierten Wohnformen im Alter.

Während viele Mieter einer Genossenschaftswohnung hauptsächlich am günstigen Mietzins und weniger am genossenschaftlichen Leben interessiert sind, wünschten sich die zukünftigen Bewohnerinnen der WG Kanzlei-Seen ein Gemeinschaftsleben, das über geselliges Beisammensein mit den Nachbarn hinausgeht. Das Herzstück des Projekts ist die Idee, mit anderen Leuten zusammenzuleben.

Der Schlussbericht zeigt in kompakter Form charakteristische Entwicklungsstufen, Erfolgsvoraussetzungen und Schwierigkeiten im Verlauf der Realisierung dieses innovativen Wohnprojekts auf und möchte damit Personen, die an der Wohnform «Cluster» interessiert sind, Anregungen für eine erfolgreiche eigene Planung von der ersten Idee bis zum Einzug und darüber hinaus geben.

Die GESEWO, Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen, hat ein neuartiges Wohnprojekt für ältere Menschen realisiert. Es ist auf einem Grundstück realisiert worden, welches bereits im Besitz der GESEWO war. Für das Projekt wurde ein neuer Holzbau in Minergie-P-eco-Bauweise erstellt. Ein Spitexstützpunkt liegt in 200 m Entfernung zum Haus und das Konzept der gegenseitigen Hilfe in der WG wird über die Bestimmungen des Hausvereins geregelt.

Es ist eine Wohngemeinschaft für ca. 20 Menschen ab 50 Jahren in 16 Wohneinheiten. Die BewohnerInnen haben sich zu einem Hausverein zusammengeschlossen, welcher auch das Raumprogramm mitverantwortet. Das Konzept rechnete mit Individualwohnräumen von ca. 40 bis  65 m2 und ca. 30 m2 Sozialraum pro Person, wobei jede Wohnung über eine eigene Nasszelle und die Möglichkeit einer kleinen Küchenzeile im Wohnraum verfügt.

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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt:
1 Einleitung  4
 1.1 Das Begleitforschungsprojekt Hausgemeinschaft 50plus 4
 1.2 Methodisches Vorgehen 5
 1.3 Aufbau des Berichts 6
2 DIe Genossenschaft Gesewo 7 2.1 Organisation der Gesewo 7
 2.2 Der Hausverein 8
 2.3 Selbstverwaltung 9
 2.4 Vermietung 10
 2.5 Finanzierungsmodell für neue Häuser 11
3 Entstehungsgeschicht und Projektverlauf 12
 3.1 Kauf Häuser bis Gründung Hausverein (2006–2007) 12
 3.2 Wettbewerb und Zustimmung zum Projekt «WG 50plus» (2007–2008) 13
 3.3 Von der Wohngemeinschaft 50plus zur Hausgemeinschaft 50plus Kanzlei-Seen (2009–2010) 14
 3.4 Das Gebäude 15
 3.5 Bezug und Leben in der Siedlung (2011–2013) 19
 3.6 Neuausrichtung «Clusterwohnen mit Wohnwirtin» (2013–2014) 20
4 Die Menschen im Haus Kanzlei-Seen 22
 4.1 Hintergrund und Motivation der Hausvereinsmitglieder 22
 4.2 Vor dem Einzug: Erwartungen an die neue Wohnform 24
 4.3 Einige soziodemographische Merkmale der Bewohnerschaft 26
 4.4 Das Leben in der Hausgemeinschaft 27
5 Partizipation im Planungsprozess 31
 5.1 Organisation des Mitwirkungsprozesses 32
 5.2 Aufwand der Architekten für den Mitwirkungsprozess 33
 5.3 Fazit der Beteiligten 34
6 Kritische Beurteilung des Projektverlaufs 36
7 Zusammenfassung und Empfehlungen 46
 7.1 Zusammenfassung 46
 7.2 Empfehlungen 48

Montag, 16. Juni 2014

[ #Kommunalpolitik ] Frauen: Älter werden und autonom wohnen

Ein Leitfaden für Frauen,Gemeinden und Liegenschaftsverwaltungen.

«Alter ist ein soziales Schicksal» formulierte einmal der berühmte Psychologe Hans Thomae. Und in der Tat: Frauen leben nicht nur länger, sondern altern auch anders als Männer, und dies vor allem aufgrund der unterschiedlichen biografischen Ausgangsbedingungen und gesellschaftlichen Kontexte.

Unabhängig von kultureller Zugehörigkeit definieren ältere Menschen Lebensqualität in erster Linie über folgende Indikatoren: Gesundheit, Unabhängigkeit, soziale Beziehungen, genügend finanzielle Mittel und Respekt. Auch wenn in der Schweiz die Rahmenbedingungen für die Realisierung dieser Anliegen grundsätzlich gut sind, gibt es dennoch bedeutsame Unterschiede abhängig von Alter und Generationenzugehörigkeit, Bildung und Geschlecht.


Diese einschränkenden Faktoren sind miteinander verbunden. So ist die Mehrheit der Menschen im hohen Alter weiblich, und die Frauen dieser Generation stehen im Vergleich zu gleichaltrigen Männern (aber auch zu jüngeren Frauen) finanziell und bildungsmässig schlechter da. Sie weisen zudem eine höhere Abhängigkeit durch soziale Verpflichtungen auf und leben häufiger allein.

Was beschäftigt ältere Frauen, wenn es um das Wohnen geht? In einer Gesprächsrunde mit zwölf Frauen kommen zahllose Erfahrungen und Ansichten zusammen. Die Frauen sind zwischen 70 und 94 Jahre alt.


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick in den Inhalt des Leitfadens:
Inhalt
3 Vorwort
5 Einleitung
10 Hedi Schaffner (88) sucht den Austausch.
13 Der Mittagstisch
16 Emmi Büsser (75) setzt sich als Freiwillige ein.
19 Die gegenseitige Hilfe
22 Cécile Sieber (85) interessiert sich für Neues.
25 Die Siedlungs- und Wohnassistenz
28 Maria Sciffo (78) ist froh um die administrative Hilfe.
31 Der Treuhanddienst
34 Martha Stoll (87) setzt sich immer wieder neue Ziele.
37 Die Hilfe und Pflege zu Hause
40 Martha Leuenberger (89) ist in die Familie eingebettet.
43 Die Anlaufstelle für Altersfragen
46 Für die Gemeinden
48 Für die Liegenschaftsverwaltungen
50 Weitere Informationen
51 Dank, Impressum, Bestellhinweis

[ # Wohnen ] Wie wohnen im Alter?

Im Alter autonom und in guter verlässlicher Nachbarschaft wohnen? Der Gedanke der genossenschaftlichen Organisation des Wohnens gewinnt mit dem demografischen Faktor an Boden. Zum einen sind dezentrale Häuschen im Alter sowohl wirtschaftlich schwerer zu erhalten als auch eine Gefahr der Vereinsamung.

Wenn Kinder aus dem Hause sind, ein Partner möglicherweise verstorben oder die Bewohner einfach nur mit alterstypischen Beschwernissen und Behindrungen belastet sind, dann ist das Zusammenrücken die einfache und logische Konsequenz, auch wenn man nur ungern der angestammten und längjährig gewöhnten Wohnung entsagt.


Kommunen. Nicht nur die einzelnen Bürger, auch die öffentliche Hand - insbesondere die Kommunen _  müssen darauf reagieren, sind doch auch altersbedingte Sozialleistungen in zentraleren und gemeinschaftlichen Siedlungsformen leichter zu realisieren. Dass man lange Jahre nicht sich mit dieser Problematik beschäftigt hat zeigt der Umstand, dass Experten bereits vor der "grauen Wohnungsnot" warnen und vielen älteren Menschen mangels entsprechenden altersangepassten Wohnraums die Abchiebung ins Altersheim droht.

Gemeinschaftliche Wohnformen kommen diesen Bemühungen auf vielfache Weise entgegen. Ein "Age Dossier" 2010 porträtiert dazu fünf Schweizer Wohnprojekte, die von privaten und gemeinnützigen Trägerschaften unterschiedlich und doch erfolgreich umgesetzt wurden. Ihre Gemeinsamkeit: Sicherung von Privatheit und die Sicherheit eines stabilen sozialen Netzes.

Age Dossier" 2010. Das Heft enthält zudem  Hinweise und Denkanstösse von Fachleuten aus Praxis und Wissenschaft und Kontaktangaben zu unterstützenden Organisationen und Verbänden. Es steht zum kostenlosen Download online.


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