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Freitag, 10. März 2023

[ #Kultur ] Online: Handbuch "Standards der (österreichischen) Baudenkmalpflege


Denkmalschutz verfolgt das Ziel, Denkmale dauerhaft zu erhalten. 

Dem kulturellen Erbe einer Gesellschaft kann die Funktion zukommen, anhand dinglicher und sinnlich wahrnehmbarer historischer Zeugnisse über die Geschichte der Gesellschaft zu informieren und somit ein lebendiges Bild der Baukunst und Lebensweise vergangener Zeiten zu erhalten. Denkmalschutz bedeutet schlußendlich auch Lebensqualität.

Nachschlagewerk. Die „Standards der Baudenkmalpflege“, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt umfassen 416 Seiten und sind in der europäischen Denkmalpflege in dieser detaillierten Form bislang einzigartig. Das Handbuch steht als PDF-Dokument kostenfrei online. Es bietet erstmals in Österreich einen einheitlichen Orientierungsrahmen für die Bestandaufnahme und Voruntersuchungen, den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude und Altbauten sowie für deren bauliche Veränderungen.

Das Nachschlagewerk richtet sich an DenkmaleigentümerInnen, ArchitektIinnen, PlanerIinnen und allen Ausführenden in den Baugewerken, im Handwerk, in der Bauforschung sowie der Restaurierung. Natürlich ist es auch ein Handbuch für die Entscheidungsträger in der kommunalen Politik und Verwaltung.

Die Standards sind in die drei Kapitel Erfassen, Erhalten und Verändern unterteilt. Sie bieten Entscheidungshilfen für den Planungsprozess, für den denkmalgerechten Umgang mit Materialien, Bauteilen, Ausbauelementen und künstlerisch-kunsthandwerklicher Ausstattung sowie für alle Arten baulicher Veränderungen von Substanz und Erscheinungsbild: vom Dachausbau über Energiesparmaßnahmen bis zum Einbau von Sende- und Empfangsanlagen. Selbst nicht rechtswirksam, geben die Standards aber Orientierung darüber, welche Abwägungen das Bundesdenkmalamt bei Verfahren nach dem Denkmalschutzgesetz vornimmt.

Erstmals ist es damit gelungen, den Partnern der Denkmalpflege, also EigentümerInnen, Planenden, Ausführenden etc., gleichsam den denkmalpflegerischen Rahmen für die Umsetzung ihrer Pläne und Vorhaben generell und vorab darzulegen. Das als Handbuch konzipierte Werk stellt einen Meilenstein in der österreichischen Denkmalpflege dar und ist zudem eine wichtige Grundlage für eine österreichweit auf gleicher Grundlage agierende, transparente und moderne Denkmalpflege im 21. Jahrhundert.

Achtung. Wenn ein Objekt unter Denkmalschutz steht, ist vor jeder Maßnahme, die eine Veränderung bzw. Beeinflussung des Bestandes (der Substanz), der überlieferten (gewachsenen) Erscheinung oder künstlerischen Wirkung darstellen könnte, eine Bewilligung des Bundesdenkmalamtes einzuholen (§§ 4 und 5 Denkmalschutzgesetz i.d.g.F.). Dies ist nicht nur auf bauliche Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen anzuwenden, sondern auch auf Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen, da diese bei unsachgemäßer Ausführung ebenso nachteilige Folgen für die Bestandserhaltung oder für das Erscheinungsbild haben können.

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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt:

ERFASSEN
A 1 BESTANDSAUFNAHME / HISTORISCHE ERHEBUNG S. 18
.1 Bauaufnahme → S. 19
.2 Bauhistorische Untersuchung → S. 26
.3 Restauratorische Untersuchung → S. 31
.4 Archäologische Untersuchung → S. 35
A 2 TECHNISCH-NATURWISSENSCHAFTLICHE ERHEBUNG S. 40
.1 Baustatisch-konstruktive Untersuchung → S. 41
.2 Thermisch-energetische Untersuchung → S. 45
.3 Raumklimatische Untersuchung → S. 50
.4 Feuchtigkeit und Schadsalze – Untersuchung → S. 53
.5 Biologischer Befall – Untersuchung → S. 57
.6 Schadstoffbelastung – Untersuchung → S. 61

B ERHALTEN
B 1 ALLGEMEINE INSTANDSETZUNG S. 66
.1 Feuchtereduktion erdnaher Bauteile – Maßnahmen → S. 67
.2 Salzreduktion – Maßnahmen → S. 83
.3 Raumklimatische Maßnahmen → S. 85
.4 Biologischer Befall – Maßnahmen (Holzschädlinge, Bewuchs, Mikroorganismen) → S. 90
.5 Schadstoffreduktion – Maßnahmen → S. 100
B 2 MATERIALIEN UND OBERFLÄCHEN S. 106
.1 Allgemeine Anforderungen → S. 107
.2 Verputz / Mörtel → S. 109
.3 Stuck / Fassadengliederung → S. 115
.4 Fassung / Anstrich → S. 119
.5 Stein / Steinfassung → S. 127
.6 Ziegel (Sichtmauerwerk) → S. 133
.7 Holz → S. 139
.8 Glas / Fensterglas → S. 144
.9 Metall → S. 149
.10 Estrich / Terrazzo → S. 154
.11 Beton (Sichtbeton) → S. 158
.12 Lehm → S. 161
B 3 KONSTRUKTIVE BAUTEILE S. 168
.1 Allgemeine Anforderungen → S. 169
.2 Fundamente / Gründungen → S. 172
.3 Wände / Pfeiler / Säulen (Massivbau) → S. 176
.4 Wände (Leichtbau) → S. 180
.5 Gewölbe / Mauerbögen → S. 182
.6 Decken (Massivbau) → S. 186
.7 Decken (Leichtbau) → S. 187
.8 Stiegen / Treppen / Laubengänge / Balkone → S. 190
.9 Kamine / Schächte → S. 192
.10 Holzkonstruktionen (Dachstühle, Fachwerke) → S. 193
.11 Eisenkonstruktionen (Gusseisen, Schmiedeeisen, Stahl) → S. 196
B 4 DACHDECKUNGEN UND AUSBAUELEMENTE S. 202
.1 Allgemeine Anforderungen → S. 203
.2 Dachdeckungen → S. 204
.3 Bauspenglerei / Dachaufbauten → S. 221
.4 Fenster / Fensterläden → S. 233
.5 Türen / Tore → S. 237
.6 Geländer / Gitter → S. 240
.7 Fußbodenbeläge → S. 243
B 5 KÜNSTLERISCHE UND KUNSTHANDWERKLICHE AUSSTATTUNG S. 248

C VERÄNDERN
C 1 VERÄNDERUNGSVORHABEN S. 256
.1 Allgemeine Anforderungen an Um- / Ausbau und Erweiterung → S. 257
.2 Kellerausbau / Unterkellerung → S. 266
.3 Dachausbau / Aufstockung → S. 269
.4 Hofüberdachung → S. 274
.5 Translozierung → S. 276
.6 Ruinen / Archäologische Stätten / Schutzbauten → S. 278
.7 Historische Gärten und Freiräume → S. 287
C 2 NUTZUNGSERFORDERNISSE S. 294
.1 Mechanische Festigkeit und Standsicherheit → S. 296
.2 Brandschutz → S. 301
.3 Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz → S. 326
.4 Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit → S. 339
.5 Schallschutz → S. 351
.6 Energieeinsparung und Wärmeschutz → S. 360
C 3 TECHNISCHE INFRASTRUKTUR UND SONSTIGE ANLAGEN S. 368
.1 Technische Infrastruktur → S. 369
.2 Beleuchtung → S. 381
.3 Werbeanlagen → S. 385
.4 Sonnen-, UV-, Hitze- und Kälteschutz → S. 388
.5 Sende- und Empfangsanlagen → S. 390
.6 Temporäre Installationen / Ausstellungseinbauten → S. 392

Samstag, 9. März 2019

[ #Gedenkkultur ] Projektbuch: Kultur der Erinnerung – Culture of Remembrance


Angesichts der grausamen Verbrechen, welche die Menschen in Europa im 20. Jahrhundert unter totalitären Regimen erleiden mussten, sind die Grundsätze der Freiheit, Demokratie und Wahrung der Menschenrechte, auf die sich die Europäische Union beruft, von höchster Bedeutung.

Im Rahmen des Förderprogramms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ unterstützt die EU Initiativen, welche die Erinnerung an die dunklen Seiten der europäischen Geschichte aufrecht erhalten. Denn um aus der Geschichte für unsere Gegenwart und Zukunft zu lernen, müssen wir das Gedenken an die Opfer der Gewalttaten bewahren.

Das Projektbuch „Kultur der Erinnerung“ stellt vorbildhafte österreichische Projekte vor, die im Rahmen der Maßnahme „Aktive europäische Erinnerung“ des EU-Förderprogramms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ zwischen 2007 und 2010 Subventionen von der EU erhalten haben. Der Förderstrang „Aktive europäische Erinnerung“ ist der Unterstützung von Aktivitäten und Projekten gewidmet, die die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus aufrecht erhalten und das Gedenken an die Opfer bewahren.

Im Mittelpunkt der Broschüre stehen die einzelnen Projekte, die mittels Kurzbeschreibung, einem persönlichen Kommentar der ProjektträgerInnen und Fotos dargestellt werden. Ein Interview mit der Historikerin Dr. Heidemarie Uhl über Erinnerungsarbeit in Österreich und Europa sowie ein Essay von Stefan Musil zu künstlerischen Mahnmalstrategien ergänzen die Publikation.

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Inhalt
13 Aktive europäische Erinnerung // Active European Remembrance
17 Interview - Eine Kultur der Erinnerung in und für die heutige
Gesellschaft // Aculture of remembrance in and for today’ssociety
25 Gegen das Vergessen: Das Projekt Turnertempel und andere künstlerische Mahnmal-Strategien // Lest we forget: The Turner Temple project and other art-based memorial strategies
35 Kunst der Erinnerung // The art of remembrance
39 Archäologische Sicherung und Kontextualisierungl etzter
baulicher Überreste des KZ Ebensee // Archeological protection and contextualisation of structural remains of Ebensee concentration camp
43 „Museum“ Kreuzstadl. Der Südostwallbau// Constructing the
southeast rampart
49 Die nationalsozialistische „Euthanasie“ und ihre Opfer // Nationalsocialist „Euthanasia“ and its victims
57 Kinder der Täter. Kinder der Opfer // Children of perpetrators. Children of victims
61 Internationales Symposium 2009: Widerstand gegen den Nationalsozialismus aus religiöser Motivation // International Symposium 2009: Religiously motivated resistance to National Socialism
65 Kinder im Konzentrationslager Mauthausen // Children in the Mauthausen concentration camp
67 Farben der Deportation // Colours of Deportation
71 NiemalsVergessen – Ein Hörmahnmal // Lest we forget – an acoustic memorial
75 Das Dreieck meiner Kindheit. Eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien // The triangle of my childhood. A Jewish community in the suburbs of Vienna
79 Verfemte Musik – Musik unter dem Regime des Nationalsozialismus // Outlawed music – music under the National Socialist regime
83 Das EU-Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“// The EU’s “Europe for Citizens” programme

Donnerstag, 11. Januar 2018

[ #Gedenkkultur ] Ein Handbuch für LehrerInnen: Reise in die Vergangenheit - Lehren für die Zukunft


Die EU-Grundrechteagentur (FRA — Agentur der Europäischen Union für Grundrechte) hofft, dass dieses Handbuch Lehrerinnen und Lehrern wertvolle Anregungen für Besuche von Holocaust-Gedenkstätten und -Museen liefert. 

Der Holocaust hat uns gelehrt, dass das Unaussprechliche Realität werden kann, wenn grundlegende Menschenrechte nicht geachtet und aktiv angewendet werden. Zwischen dem Holocaust und der nachfolgenden Entwicklung der Menschenrechte besteht also ein enger Zusammenhang. Dieses Handbuch soll die Debatte darüber voranbringen, wie das Gedenken an den Holocaust wachgehalten werden kann und wie sinnvolle Lehren für die Menschenrechte daraus gezogen werden können.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
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Samstag, 11. November 2017

[ #Gedenkkultur ] Themenweg: Erster Wiener Protestwanderweg

Der Wiener Protestwanderweg – ein Projekt von Zentrum polis und dem Schriftsteller Martin Auer – macht (nicht nur) für Jugendliche erfahrbar, was in der Vergangenheit an Rechten für uns alle erstritten wurde, wie Menschen sich organisiert und viel erreicht haben – und wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Wiener Stadtbild bis heute prägen.

Orte. An Orten, die mit solchen Protesten in Verbindung stehen, vorzugweise an Orten, die es ohne Protestbewegung so nicht geben würde, werden sogenannte "mobile tags" angebracht. Das sind zweidimensionale Strichcodes, die mit einem Smartphone eingelesen werden können und so eine Verbindung zum Internet herstellen. Auf diese Weise können für den Ort relevante Informationen (Texte, Bilder, Tondokumente und Videos) direkt an Ort und Stelle abgerufen werden.


Der Wiener Protestwanderweg kann alleine oder in der Gruppe erwandert werden. Er ist für die schulische wie außerschulische Bildungsarbeit geeignet und wird durch entsprechende Materialien für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht oder in der Jugendgruppe ergänzt. Das Projekt schafft eine Verbindung zwischen historischer und politischer Bildung und ist nicht nur für Fächer wie Geschichte und Politische Bildung geeignet, sondern auch für Lehrausgänge in allen Fächern, welche die Urteils- und Analysefähigkeit und die politische Mündigkeit der SchülerInnen fördern wollen.

Begleitheft zum Protestwanderweg. Das Begleitheft für Lehrkräfte, Jugendgruppen und Interessierte enthält Basisinformationen zu den einzelnen Stationen, Tipps zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht sowie eine genaue Anleitung zum "Protestwandern".
Derzeit gibt es zwölf Stationen, die "erwandert" werden können über die die Website Auskunft gibt:

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