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Sonntag, 21. April 2019

[ #radio ] Radio im interkulturellen Dialog


Ist das Radio ein Relikt längst vergangener Zeiten oder spielt es doch noch eine Rolle? Steckt in Audioformaten ein Potenzial zum globalen Dialog? 

Quo vadis Freies Radio. Im Anschluss an diesen Beitrag drängt sich dem Leser buchstäblich die Frage auf, die mit den Alternativ-Radios und der Freie-Radios-Bewegung einhergeht, welche Bedeutung haben oder können Audioformate in mit Medien gesättigten entwickelten Ländern haben? Darauf wird zwar hier keine Antwort gesucht, doch finden sich allemal Anknüpfungspunkte.


Interkultureller Dialog. Frank Kaspar vertieft im vorliegenden Artikel die Frage nach der Rolle des Radios im interkulturellen Dialog in Zeiten von Web 2.0. Welchen Mehrwert haben Bildungsformate im Audioformat? Wieermöglichen Audioformate alternativen Stimmen in restriktiven Regimen Gehör zu finden?

Der Beitrag führt die Diskussion der Konferenz „Radio and Audio Strategies for External Cultural Relations“,die das ifa (= bundesdeutsches "Institut für Auslandsbeziehungen"), in Kooperation mit der Deutschen Welle im Rahmen des internationalen Medienfestivals„Prix Europa“ am 24. und 25. Oktober 2013 in Berlin veranstaltete, weiter.

„Hallo! Hier Welle Erdball!!“ – 1928 hat Fritz Walter Bischoff die Utopie eines globalen Dialogs durch den Rundfunk gestaltet. Zwei Jahre später spricht Albert Einstein bei der Eröffnung der 7. Berliner Funkausstellung vom Radio als Instrument der „Völkerversöhnung“.

Der Autor: Frank Kaspar. Frank Kaspar arbeitet als Kulturjournalist, Dozent und Kurator im und über das Radio. Er studierte Germanistik, Neuere Geschichte und Kunstwissenschaft in Essen. Für die FAZ und den Fachdienst epd-Medien schrieb er über aktuelles Hörspiel und Feature (1999–2006). Mit der Publizistin Gaby Hartel kuratierte er das Internationale Hörkunstfestival der Akademie der Künste Berlin (2007) und gemeinsam mit weiteren Kuratoren das bilaterale Programm „rádio d-cz“ und die Ausstellung „Sounds. Radio – Kunst – Neue Musik“ im Rahmen von „Zipp – deutsch-tschechische Kulturprojekte", einer Initiative der deutschen Bundeskulturstiftung (2008–2010). Als Lehrbeauftragter für Medienästhetik unterrichtete er an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig (2009–2012).


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt: 

Kaspar, Frank: Radio im interkulturellen Dialog - Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen, 2014. – 30 S. (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
  • Vorwort 6
  •  1. Ohr zur Welt – neue Wertschätzung für ein altes Medium 8
  •  2. vom Kurzwellensender zum Multimedia-Unternehmen 11
  •  3. Interaktion und Dialog 14
  •  4. Lernplattformen und community Radios 17
  •  5. Transmediale Erzählformen 20
  •  6. Fazit 23
  •  Literatur- und Quellenangaben 26
  •  Zum Autor 29

Hauppthemen: Westliche Industrieländer + Deutschland + Entwicklungsländer + Auswärtige Kulturpolitik + Medienpolitik + Transnationaler Rundfunk + Auslandsrundfunk + Hörfunk + Internet + Online + Ziele und Programme von Institutionen / Organisationen + Funktion + Potential + Beispielhafte Fälle
Unterthemen: Mediennutzung + Soziale Partizipation + Interkulturelle Beziehungen + Deutsche Welle (Köln) + Niederlande + Radio Nederland Wereldomroep (Hilversum) + Afrika + Fremdsprache + Sprachenlernen / Sprachunterricht + Bildung / Erziehung + Lokalhörfunk / Lokalfernsehen

Mittwoch, 25. Oktober 2017

[ #radio ] Radio Guidebook: Der Radiokodex - Gegen die Hörertäuschung

Wikimedia - By Arielinson - Own work, CC BY-SA 4.0
Ein systematisches Regelwerk ethischer Standards für das Radio gibt es im deutschen Sprachraum bisher nicht.

Unter Federführung des Projektteams Hörfunk hat die (deutsche) Bundeszentrale für politische Bildung ein sogenanntes Radio Guidebook entwickelt. Damit sollen die Regeln des Pressekodex' für die Radiopraxis fort- und festgeschrieben werden.

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Dienstag, 3. Oktober 2017

[ #radio ] Brechts Radiotheorie als methodische Schablone für Social Media

Bertolt Brecht  hatte das damals neue Medium Radio mit Begeisterung aufgenommen. 

Bald aber war der Dramatiker und Schriftsteller von der allzu einseitigen Nutzung des Rundfunks durch die damaligen Programmmacher enttäuscht und er postulierte die aktive Mitarbeit und Einbindung der Hörer.
         "...von allen alkoholischen Exzessen ist nichts gefährlicher als der stille Suff."
        Bertolt Brecht in: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Rede über die Funktion des Rundfunks.
Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Bertolt Brechts sogenannte "Radiotheorie" ist eine Sammlung verschiedener Texte und spiegelt seine Auseinandersetzung mit dem damals jungen Medium Rundfunk wider. Die Radiotheorie entstand von 1927 bis 1932. Während dieser Zeit erfuhr der Rundfunk eine starke Verbreitung in der Öffentlichkeit hin zum Massenmedium.

"... Was nun diesen Lebenszweck des Rundfunks betrifft, so kann er meiner Meinung nach nicht darin bestehen, das öffentliche Leben lediglich zu verschönern... Auch als Methode, das Heim wieder traut zu machen und das Familienleben wieder möglich, genügt meines Erachtens der Rundfunk nicht...".

Demokratisierung. Im Kontext zu Bert Brechts Theorie vom Epischen Theater und seiner Lehrstück-Arbeit versteht Brecht den Rundfunk als ein Medium, welches die aktive Mitarbeit und Einbindung der Rezipienten möglich und nötig macht und sie damit selbst zu Produzenten werden lässt. Es war Brechts größtes Anliegen, den Rundfunk so zu demokratisieren, "daß das Publikum nicht nur belehrt [wird], sondern auch belehren muß". Er wollte einen Hörfunk schaffen, der auch als "Empfänger“ funktioniert; so sollten die Hörer auch "Sender“ sein können. Seine Forderungen hierzu formulierte er in der "Rede über die Funktion des Rundfunks", publiziert 1932 in "Der Rundfunk als Kommunikationsapparat":

"Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem; das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk müsste demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren.“



Bertolt Brecht: Radiotheorie - Literaturverweis: Gesammelte Werke, Band 18 (Schriften zur Literatur und Kunst 1) 1927-1932, Frankfurt a. Main; Rede über die Funktion des Rundfunks (1932/33) und Vorschläge für den Intendanten des Rundfunks (1928/29). Hinzu kommen der Aufsatz Radio – eine vorsintflutliche Erfindung? (1927/28) sowie das Hörstück Der Flug der Lindberghs. Ein Radiolehrstück für Knaben und Mädchen (1929).


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Montag, 22. Juni 2015

[ #radio ] Radio selber machen: Illustrierte Lernmaterialien in fünf Sprachen

Die Website der InterAudio – Koordinierungsstelle für interkulturellen Hörfunk bietet kostenlos und online Lehrmaterialien/ Handouts als PDF-Download zum Grundwissen Radiomachen insbesondere für MigrantInnen, mit vielen illustrativen Bildern zu den Themen Interview, Sprechen im Radio, Magazinsendung, Hörspiel Radiomontage, Musik im Radio.




Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis  auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt!
[ #forumROMANum ] ⇒

Dienstag, 17. Juni 2014

[ #demokratie ] Democracy Now!

Democracy Now! Das ist ein tägliches nichtkommerzielles Radio Programm, das auf über 350 Radio-Stationen der USA gesendet wird, international von rund 700 Sendern teilweise übernommen wird.


Es ist gegenwärtig Teil der größten US-amerikanischen Medienkooperation. Die Sendung beinhaltet vorwiegend Features, Interviews und Debatten. 2008 erhielt die Gründerin Amy Goodman für die „Entwicklung eines innovativen Modells wahrhaft unabhängigen politischen Journalismus“ den Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award).

Ganz nebenbei: Auch für Englischlerner ein Podcast-Angebot.

[citizen|bürgerInnen|citoyen]⇒

[ #radio ] Proton - Webradio aus Vorarlberg

Proton - das freie (Vorarlberger) Radio ist ein nicht kommerzielles Lokalradio und sendet in vielen Sprachen, von Türkisch über Spanisch bis Kurdisch, natürlich auch in deutscher Sprache und Vorarlberger Dialekt. 

Damit ist es eines der wichtigsten interkulturellen Projekte der Region Vorarlberg. Das Programm ist auch als Webradio hörbar.


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