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Mittwoch, 31. August 2022

[ #GlobalesLernen] Handbuch für Globales Lernen (im Spanischunterricht)


Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL e.V.) hat das Handbuch "Globales Lernen im Spanischunterricht" herausgegeben, das auf der Internetseite auch zum kostenfreien Download zur Verfügung steht. 

Es richtet sich vor allem an Lehrende für Spanischunterricht Sek. I und Sek. II in Gymnasium bzw. Oberschule. Für den Spanischunterricht gibt es vergleichsweise wenig Unterrichtsmaterialien und noch weniger Hilfestellungen für die Umsetzung des Globalen Lernens.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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Donnerstag, 4. Juni 2020

[ #Rohstoffe ] Bananen:Solange der Preis stimmt


Chiquitas Geschäfte in Ecuador und die Arbeitsbedingungen in den Plantagen.

Seit Jahrzehnten bestimmen Machtmissbrauch und Menschenrechtsverletzungen die Bananenindustrie. Haben die vollmundigen Versprechen der Branchenführer – allen voran des Schweizer Bananenriesen Chiquita – etwas daran verändert? Public Eye (Erklärung von Bern) hat sich auf Plantagen im ecuadorianischen Tiefland umgesehen.

Bananenrepublik. Dafür lässt sich über die Firmenhistorie einiges herausfinden. Denn Chiquita kann auf eine lange, unrühmliche Geschichte von Anschuldigungen wegen Menschenrechtsverletzungen zurückblicken. Selbst der Ausdruck «Bananenrepublik» geht auf Chiquita, beziehungsweise deren Vorgängerunternehmen United Fruit Company (UFC) zurück. Der Begriff stand für die krassen sozialen Ungleichheiten in mittelamerikanischen Staaten, deren abhängige und teilweise korrupte Regierungen von der UFC praktisch kontrolliert wurden.


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Donnerstag, 2. April 2020

[ #Demografie ] Demographie als Politik: "Späte Heirat" - Nazis und Milieu 1934


Späte Heirat. Das Referat von Kurt Bauer am Österreichischen Historikertag in Innsbruck am 21.09.2005 kann man als PDF kostenlos herunterladen.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen  Terrorismus- und Faschismustheorien wird hier ein demographischer und sozioökonomischer Deutungsansatz geliefert, der eigentlich auch in der aktuellen Diskussion - wenn auch nicht alleinstehend - einfließen könnte. Das PDF-Dokument umfasst schlanke sechs Seiten, sodass es rasch studiert ist.

Söhne und Weltmacht. Es ist in dem Zusammenhang mit dem zwar höchst umstrittenen Buch des Völkermordforschers Gunnar Heinsohn "Söhne und Weltmacht" höchst interessant, als auch dort ein "demographischer Stressfaktor" als Grund für politischen Radikalismus besprochen wird der der Kulturen-Clash-Theorie in seinem sozioökonomischen Ansatz deutlich widerspricht ohne allerdings leider den von dieser Diskussion einengenden vorgegebenen Pfad zu verlassen.

Die provokative Frage des Gunnar Heinsohn bleibt dennoch: Was verbindet die Attentäter auf das World Trade Center vom 11. September 2001 mit den Entdeckern von Amerika im Jahre 1492? Nicht Religionen, Stammesfehden oder Armut sind die Hauptgründe für die anwachsende Eskalation des Terrorismus sondern ein auffälliger Überschuss an jungen Männern.

Die Rückschlüsse die Gunnar Heinsohn zieht sind höchst umstritten und sind dennoch ein im Kern nicht einfach zu leugnender theoretischer Ansatz, wenngleich die Konsequenzen vielfach anderer Art sein können. Nur eines sollte dabei nicht in der Euphorie über die stürzenden Diktatoren vergessen werden, dass der Sturz überholter und für die Jugend hoffnungsloser (neofeudaler) Politiksysteme nicht zwangsläufig in die Demokratie führen muss und schon gar nicht in eine egalitäre Gesellschaft.

Schon Friedrich Engels hat in seinem Beitrag "Zur Geschichte des Urchristentums" in einer Fußnote fast hoffnugslos angemerkt, woran wir uns gerade bei den angeblichen arabischen "Revolutionsführer" erinnern müssen:
"Einen eigentümlichen Gegensatz hierzu bilden die religiösen Aufstände der muhammedanischen Welt, namentlich in Afrika. Der Islam ist eine auf Orientalen, speziell Araber zugeschnittene Religion, also einerseits auf handel- und gewerbetreibende Städter, andrerseits auf nomadisierende Beduinen. Darin liegt aber der Keim einer periodisch wiederkehrenden Kollision. Die Städter werden reich, üppig, lax in Beobachtung des »Gesetzes«. Die Beduinen, arm und aus Armut sittenstreng, schauen mit Neid und Gier auf diese Reichtümer und Genüsse. Dann tun sie sich zusammen unter einem Propheten, einem Mahdi, die Abgefallnen zu züchtigen, die Achtung vor dem Zeremonialgesetz und dem wahren Glauben wiederherzustellen und zum Lohn die Schätze der Abtrünnigen einzuheimsen. Nach hundert Jahren stehn sie natürlich genau da, wo jene Abtrünnigen standen; eine neue Glaubensreinigung ist nötig, ein neuer Mahdi steht auf, das Spiel geht von vorne an. So ist's geschehn von den Eroberungszügen der afrikanischen Almoraviden und Almohaden nach Spanien bis zum letzten Mahdi von Chartum, der den Engländern so erfolgreich trotzte. So oder ähnlich verhielt es sich mit den Aufständen in Persien und andern muhammedanischen Ländern. Es sind alles religiös verkleidete Bewegungen, entspringend aus ökonomischen Ursachen; aber, auch wenn siegreich, lassen sie die alten ökonomischen Bedingungen unangerührt fortbestehen. Es bleibt also alles beim alten, und die Kollision wird periodisch. In den Volkserhebungen des christlichen Westens dagegen dient die religiöse Verkleidung nur als Fahne und Maske für Angriffe auf eine veraltende ökonomische Ordnung; diese wird schließlich gestürzt, eine neue kommt auf, die Welt kommt vorwärts."

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Mittwoch, 25. März 2020

[ #transparency ] Ratgeber für NGOs: Korruptionsvermeidung in der Entwicklungszusammenarbeit


Transparency International – Austrian Chapter (TI-AC) hat gemeinsam mit der Austrian Development Agency (ADA) einen Ratgeber für Nichtregierungsorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit vorgelegt. Der Ratgeber kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

TI-AC befasst sich seit 2007 mit dem Thema „Entwicklungszusammenarbeit in Österreich und Maßnahmen gegen Korruption“. Damit soll ein Beitrag zur Steigerung der Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit und deren Akzeptanz bei der Bevölkerung erreicht werden. In einer Studie wurde zunächst festgestellt, wie das Problem der Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit wahrgenommen wird, wie damit umgegangen wird und welche Strategien und spezifischen Instrumente entwickelt und angewandt werden , um gegen Korruption vor zu gehen oder auf Korruption zu reagieren. Dabei stellte sich heraus, dass bei den meisten Nichtregierungsorganisationen großes Interesse an verbesserter Transparenz sowie Ausbau und Verbesserung von Maßnahmen gegen Korruption besteht.

 In enger Zusammenarbeit mit der ADA wurden weitere Schritte und Maßnahmen zur Eindämmung der Korruption und Verbesserung der Transparenz beschlossen. Im Laufe des Jahres 2011 konnte unter Einbindung von Vertretern österreichischer Nichtregierungsorganisationen ein Ratgeber zur Korruptionsvermeidung in der Entwicklungszusammenarbeit fertig gestellt werden. In über 80 Seiten werden Vorschläge und Anregungen vorgestellt, wie dem Problem der Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit entgegengetreten werden kann.

In Zusammenarbeit mit Internationalen Organisationen ist die Publikation in Englisch geplant, so dass der Ratgeber auch den Partnerorganisationen in Projektländern zur Verfügung gestellt werden kann. In Workshops soll es weiters zum Erfahrungsaustausch über die Umsetzung des Ratgebers und über allfällig notwendige Verbesserungsmaßnahmen kommen.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick in das Inhaltsverzeichnis:
Vorwort 7
1  Einführung 9
2  Was ist Korruption? 11
2.1 Korruptionsbegriff und Ursachen von Korruption 11
2.2 Begriffsdefi nitionen 11
2.3 Die Wahrnehmung von Korruption 15
2.4 Fakten und Zahlen zu in der OEZA tätigen NRO 16
3  Korruption bekämpfen 17
4  Risiken einschätzen 20
5  Entwicklung des Anti-Korruptionsprogramms 25
6  Organisatorische Maßnahmen 27
6.1 Organisationskultur 28
6.2 Internes Kontrollsystem 29
6.3 Personal 30
6.4 Training 31
6.5 Meldestelle 32
6.6 Überprüfung der Maßnahmen 34
7  Verhaltensrichtlinien 37
7.1 Grundsätze 37
7.2 Bestechung und Schmiergelder 38
7.3 Geschenke, Bewirtung, Spesen 39
7.4 Interessenkonfl ikte 39
7.5 Sanktionen 43
7.6 Verhalten gegenüber Entwicklungspartnerorganisationen & kooperierenden Unternehmen 44
7.7 Projektvereinbarungen, Finanzmittel 47
7.8 Anti-Korruptionsklausel 48
8  Kommunikation 50
8.1 Interne Kommunikation 50
8.2 Externe Kommunikation 54
8.3 Kommunikation mit lokalen Partnerorganisationen 59
9  Besonderheiten im Kontext von humanitärer Hilfe 60
10  Schlussfolgerungen 63
11  Abkürzungsverzeichnis 64
12  Anhang 65
12.1 Korruptionsrisiken bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe 65
12.2 Nützliche Links, Kontaktadressen 68
12.3 Korruption im österreichischen Strafrecht 70
13  Literatur 80

Sonntag, 14. April 2019

[ #Kinderschutz ] Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus: Code of Conduct

Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung in Tourismusschulen, -fachhochschulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie von Fachleuten in der Tourismusindustrie hinsichtlich sexueller Ausbeutung von Kindern im Tourismus - diesem Ziel widmet sich „Offenders beware!“, - ein 3-jähriges EU – Kooperationsprojekt von respect und ECPAT Österreich.

Es sind großteils die Kinder in Entwicklungsländern, die vielfältigen Formen der Ausbeutung ausgesetzt sind, darunter verschiedene Formen sexueller Ausbeutung. Die Bündelung von Problemen wie etwa Armut, Herkunft, sozialer Status, Geschlecht, Erziehung etc. führen zu einer besonderen Vulnerabilität von Kindern in Entwicklungsländern. Die TäterInnen, welche sich diese Umstände zu Nutze machen, sind häufig TouristInnen oder Geschäftsreisende aus europäischen Ländern. Das übergeordnete Ziel dieses Projektes ist demnach, einen Beitrag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung durch TouristInnen zu leisten und die Nachfrage westlicher Reisender nach sexuellen Dienstleistungen von Kindern - unter besonderer Berücksichtung der Länder Indien, Dominikanische Republik, Philippinen, Südafrika, Costa Rica und Kenia – zu reduzieren. Schwerpunkte im Projekt sind demnach: Sensiblilisierung, Kapazitätenaufbau und Steigerung der Motivation von Einzel- und Schlüsselpersonen, sich für den Schutz der Kinder einzusetzen.

Code of Conduct. Der Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus – Eine internationale Initiative von ECPAT- UNICEF - UNWTO sowie Tourismusunternehmen

1998 wurden der „Code of Conduct for the Protection of Children from Sexual Exploitation in Travel and Tourism“ von ECPAT Schweden und in Zusammenarbeit mit der WTO/OMT entwickelt. Seither wurde er in 6 europäischen Ländern, darunter auch Österreich, und verschiedenen Reisedestinationen von Reiseunternehmen und Verbänden umgesetzt.

Die WTO/OMT und zahlreiche internationale Dachverbände der Tourismuswirtschaft haben sich zu einem gemeinsamen Auftreten gegen jegliche Form der sexuellen Ausbeutung von Kindern und jungen Menschen im Tourismus ausgesprochen. Ziel des ECPAT Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder ist es, durch konkrete Maßnahmen, wie Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit, dieses Verhalten von Touristen zu stoppen bzw. zumindest zu erschweren. Durch gezielte Aufklärung sollen Reisende zum einen auf das Thema aufmerksam werden, zum anderen aber auch Hilfestellung erhalten, WIE sie reagieren können, wenn sie als Reisende verdächtige Annäherungen von Erwachsenen an Kinder beobachten oder gar unverschuldet ZeugInnen einer kriminellen Handlung gegenüber Kindern werden.

Mehr als 1000 touristische Unternehmen und Verbände aus 42 Ländern weltweit sind seither demKinderschutzkodex der Tourismuswirtschaft – Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus – beigetreten. Ziel des Kinderschutzkodex der Tourismuswirtschaft ist es, im Unternehmen Kinderschutz aktiv zu verankern, Geschäftspartner aufzuklären sowie Reisende und KundInnen zu informieren.

Kriterien. Der Kinderschutzkodex beinhaltet sechs Kriterien, die das Unternehmen schrittweise umsetzen muss:
  • Entwicklung einer ethischen Unternehmenspolitik zum Schutz der Kinder
  • Information und Fortbildung von MitarbeiterInnen im Herkunftsland und im Zielgebiet
  • Klauseln in Verträgen mit Hotels und anderen Kooperationspartnern
  • Information und Aufklärung von Reisenden und KundInnen
  • Sensibilisierung und Kooperation mit Schlüsselpersonen vor Ort, d.h. in den Destinationen
  • Jährlicher Report über die Fortschritte der Implementierung
Mithelfen - mitdenken. Was können Sie tun, um Kinder in Urlaubsdestinationen zu schützen?
  • Fragen Sie bei der Reisebuchung ob der Reiseveranstalter, den Sie für Ihre Reisebuchung ausgewählt haben, den internationalen „Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung“ unterzeichnet hat.
  • Informieren Sie sich vor der Abreise über die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen vor Ort
  • Informieren Sie sich über die kulturellen Gebräuche und Sitten im Gastland bzw. der Reisedestination und respektieren Sie diese. Z.B. ist Oben-ohne-Baden in vielen Ländern NICHT erwünscht, wenngleich sich Touristinnen nicht daran halten. Auch die Ignoranz solcher kultureller Tabus kann Kinderprostitution und sexuelle Ausbeutung von Kindern unterstützen!
  • Fällt Ihnen an Ihrem Urlaubsort etwas Verdächtiges auf, so sprechen Sie über Ihre Wahrnehmungen an Ort und Stelle mit der Reiseleitung Ihres Reiseveranstalter, dem Hotelpersonal oder der Vertretung Österreichs (Botschaft, Konsulat) in Ihrem Urlaubsland.
  • Bei eindeutigen Angeboten von Mittlern, z.B. Taxifahrern: Drücken Sie Ihren Unmut aus. Ignorieren allein ist zuwenig. Erstatten Sie Bericht im Hotel und bei Ihrer Reiseleitung vor Ort bzw. informieren Sie das Reisebüro und den Reiseveranstalter, wenn Sie wieder zu Hause sind.
  • Handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um Österreicher, sind Ihre Mitteillungen auch für österreichische Behörden wichtig. Wenden Sie sich in diesem Fall an die österreichische Botschaft in Ihrer Urlaubsdestination oder wenden Sie sich zu Hause an die Interpol-Stelle unter: 01/24836 85025 (24h-Dienst; anonyme Mitteilungen möglich).
  • Unterstützen Sie Organisationen, die sich gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern einsetzen. Entweder vor Ort oder in Österreich. Nähere Informationen unter:www.ecpat.at
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Mittwoch, 7. März 2018

[ #Entwicklungspolitik ] Die Seidenstraße, Eurasien und die Alte Welt


Durch die chinesische Seidenstraßeninitiative könnte aus einem uralten Traum ein ernstzunehmender Plan werden, nämlich, die Region zwischen China und Europa, Südrussland und dem Norden des Iran zu einem weltwirtschaftlichen und damit auch politischen Gravitationszentrum zu entwickeln. 

Zwar tummeln sich in der Region zahlreiche internationale Akteure, doch sind die chinesischen Pläne das einzige zukunftweisende Angebot für die Länder, deren Strukturen durch Jahrhunderte in peripherer Randlage deformiert wurden.

Seit der Unabhängigkeit der Länder Zentralasiens und des südlichen Kaukasus stagniert die Region, eine Lösung der Entwicklungsprobleme aus eigener Kraft ist nicht in Sicht. Die vier Rohstoffexportländer finden kein Mittel gegen die wirtschaftlich und sozial zersetzenden Folgen des Rohstofffluchs; die anderen leben von den Überweisungen ihrer Arbeitsmigrantenheere im Ausland und finden kein Mittel gegen Armut und Exklusion. Die Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten werden in
den meisten Staaten der Region durch dysfunktionale autokratische Staaten blockiert, deren institutionelle Architektur auf die Selbstbereicherung und den Machterhalt der Eliten ausgerichtet ist.

Die Seidenstraßeninitiative entstand aus einem komplexen politischen und sozialen Prozess innerhalb Chinas. Sie trifft auf ebenfalls komplexe Strukturen in den Ländern entlang der Route; aus denen sich Governancerisiken ergeben, die bislang zu wenig berücksichtigt werden. Und sie entfaltet sich in einem internationalen Umfeld, in
dem Skepsis und Containmentreflexe überwiegen. Da das Riesenprojekt nur eine Chance hat, wenn China Partner und Verbündete findet, dürfte eine weitreichende Multilateralisierung mittelfristig unvermeidbar sein.

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1. Einleitung      3

2. Zentralasiens Strukturprobleme und die Visionen und Konzepte für die Region 4
2.1 Das Entwicklungsproblem der ehemaligen Sowjetrepubliken    4
2.2 Visionen für eine Region  6
2.3 Akteure, Interessen und Pläne 8

3. Die Seidenstraßeninitiative:
Entwicklungsmotor für eine Großregion oder chinesische Interessenpolitik  12
3.1 Ex Oriente Lux     12
3.2 BRI: Bedrohung für den Westen?   13
3.3 Chinas Wandel vom widerstrebenden Mitspieler zur Gestaltungsmacht 15
3.4 Ein Konglomerat von Motiven und Antrieben    16

4. BRI: Diskurs und widerstrebende Praxis  19
4.1 Globale Investitionslücken, chinesische Finanzierungsbeiträge und
Kopplungsmöglichkeiten mit globalen Initiativen    19
4.2 Der steinige Weg vom Diskurs zur Praxis     21
4.3 Die Governancerisiken entlang der Seidenroute     23
4.4 Ausblick    25

Literatur      27

Sonntag, 21. Januar 2018

[ #Entwicklungspolitik ] "Handbuch Menschenrechte" der OEZA zum kostenlosen Download


Das Handbuch Menschenrechte dient als praktische Anleitung zur Umsetzung des Menschenrechtsansatzes in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und geht im Wesentlichen auf die in den Leitlinien definierten drei Ebenen Integration einer Menschenrechtsperspektive als Prinzip, Menschenrechte als Interventionssektor sowie Menschenrechte im politischen Dialog näher ein.
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Samstag, 9. Dezember 2017

[ #Freihandel ] Der neue EU-Kolonialismus: The pursuit of commodities


Die EU-Handels- und Rohstoffpolitik bedroht die Entwicklung der Welt.

Die EU versucht ihre Rohstoffinteressen über Freihandelsabkommen durchzusetzen: Entwicklungsländer sollen Handelsbarrieren abbauen und neuen Investitionsregeln zustimmen.
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Donnerstag, 16. November 2017

[ #tourismus ] Fair Reisen mit Herz und Verstand


Denn nicht immer nutzt Tourismus der Bevölkerung und dem Land.

Tourismus in Länder des Südens ist eine wichtige Brücke zwischen Menschen in Europa und Menschen in Entwicklungsländern. Doch nicht immer nutzt er der Bevölkerung. Oft profitieren lediglich ausländische Unternehmer - mit riesigen Hotelanlagen und Freizeitparks, die die Umwelt belasten.


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Samstag, 19. August 2017

[ #engagement ] Leitfaden für entwicklungspolitisches Engagement von Jugendlichen

Ehrenamt als Notnagel?

Immer öfter, immer dringlicher wird die Frage gestellt, welchen Beitrag Bürgerschaftliches Engagement zur sozialstaatlichen Daseinsvorsorge leisten kann. Angesichts des demografischen Wandels wächst die Sorge, dass unser auf Beruflichkeit und Fachlichkeit ausgerichtetes System von Diensten und Einrichtungen nicht mehr ausreichen wird, um unseren Lebensstandard zu sichern. Müssen also Ehrenamtliche mit anpacken?
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Montag, 19. Juni 2017

[ #Flucht ] „Double Shift“ - Ein Schulbeispiel von wirklichen Samaritern

Wie das arme Jordanien hunderttausenden Flüchtlingskindern eine Schulbildung ermöglicht!

Morgens werden die jordanischen Kinder unterrichtet, nachmittags Schülerinnen und Schüler aus Syrien. „Double-Shift“ (Doppelschicht) heißt das Modell, das Jordanien einsetzt, um zusätzlich zu den eigenen Schulkindern hunderttausenden von Flüchtlingskindern aus dem benachbarten Bürgerkriegsland eine Schulbildung zu ermöglichen. Wie gelingt es einem kleinen Land wie Jordanien eine so gewaltige Herausforderung zu meistern? In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), die Universität der Künste (UdK) und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) das jordanische Schulsystem in den Blick genommen, das mit seinem Doppelschicht-System zum Vorbild für andere Länder werden könnte, die Kinder von Flüchtlingen und Migranten in ihr Schulsystem aufnehmen möchten. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der multimedialen Webseite „Double Shift“ dokumentiert.

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Mittwoch, 3. Februar 2016

[ #Entwicklungspolitik ] Firmen Check - Auf dem Weg zu einem Existenzlohn?

Welche Modemarke vertritt existenzsichernde Löhne? Dieser Bericht zeigt es.

Die Clean Clothes Kampagne hat über 50 führende europäische Marken und Bekleidungsfirmen befragt und erhoben, was diese Unternehmen konkret tun, um existenzsichernde Löhne in den Kleider-, Schuh-, und Textilfabriken ihrer Lieferketten sicherzustellen.
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link und zusätzliche Infos!
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Dienstag, 25. März 2014

[ #Solidarität ] Die Globalisierung der Solidarität: "Musiker ohne Grenzen"



Menschen aller Welt, vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche, sollten die Möglichkeit haben, musikalisch aktiv zu sein und ein Musikinstrument zu erlernen.

Musiker ohne Grenzen e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der im März 2008 von Musikstudenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) gegründet wurde. "Musiker ohne Grenzen" will musikalische Aktivitäten im Kampf für die Menschenrechte anregen oder besser sichtbar machen. Die Initiative folgt damit den Modellen von Ärzten und Reportern ohne Grenzen.

Bislang bestehen Projekte in Guayaquil (Gründungsprojekt in Ecuador), Playas (Ecuador), Linea Zero (Equador), Galapagos (Equador), Kolkata (Indien), Accra (Ghana) und Trench Town (Jamaika).

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