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Montag, 17. Mai 2021

[ #internet ] Prof. Dr.Thomas Hoeren: Skript „Internetrecht“

Vom bekannten Hochschulskript „Internetrecht“ (Prof. Dr. Hoeren, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, ITM – Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht)  steht wieder eine aktualisierte Version März 2018 mit über 700 Seiten Umfang zur Verfügung.

Das Skript schafft einen umfassenden Überblick über Rechtsprechung und Literatur im Internetrecht und hat sich über die Jahre zu einem Standardwerk entwickelt. Überarbeitet bzw neu dabei sind insbesondere Ausführungen zum Zugangserschwerungsgesetz, zur Vorratsdatenspeicherung, Informationen zum Leistungsschutzrecht für Verleger und die neue Musterwiderrufsbelehrung.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 

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Montag, 27. August 2018

[ #web ] Politik im Internet: Vom analogen zum virtuellen Plakat


Die Partizipation beschränkt sich auf das Aufhängen von virtuellen Plakaten im Gegensatz zu analogen Plakaten“ (S 108).

Eine Magisterarbeit des Hohenemsers Christian Aberer steht auf E-Thesis (Uni Bibliothek Wien) zur Sozialmedia-Nutzung österreichischer (sozialdemokratischer + grüner) Politiker online. Ist sie damit auch nicht auf den gesamten Politikbetrieb übertragbar, so gibt sie doch einen überraschenden Einblick an das Socialmedia-Verständnis roter und grüner "Amtsanwärter" und reflektiert eher unbeabsichtigt damit den enormen Timelag im Politikbetrieb gegenüber der Ökonomie.
"Wichtig bei jeder Onlinepräsenz ist dabei immer, dass es zu einem gegenseitigen  Austausch und Kommunikation zwischen dem Verfasser oder der Verfasserin und dem Leser oder der Leserin kommt und nicht nur zu scheinplebiszitären Formen der Kommunikation ohne effektive Verbesserung der demokratischen Qualität. " (S 19.)
Abstract. Politiker am Beginn ihrer Laufbahn haben meist nicht den gleichen Zugang zu klassischen Medienkanälen wie die Spitzenkandidaten und -kandidatinnen der jeweiligen Partei. Die vorliegende Arbeit hat den Wandel in der politischen Kommunikation, hin zur Interessensvermittlung im Internet als Thema. Der Fokus liegt dabei auf jeweils sechs Politikern und Politikerinnen der sozialdemokratischen sowie der Grünen Partei Österreichs. Dabei handelt es sich um eine explorative qualitative Einzelfallstudie, die nicht auf die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse abzielt, sondern im Detail beleuchten soll, welche Internetdienste genutzt werden. Bei der Auswahl der Einzelpersonen wurde der Fokus auf Politiker und Politikerinnen am Beginn ihrer Laufbahn gelegt, deren Arbeitsort in Wien liegt. Für die Analyse wurden die jeweiligen Webauftritte sowie die Nutzung sozialer Netzwerke herangezogen und alle zwölf Kandidaten und Kandidatinnen einzeln interviewt.

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Ein schneller Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

1 Wandel der Politikvermittlung 8
1.1 Partizipative und professionell-redaktionelle Medien 11
1.2 Neue Formen der Kommunikation 12
1.2.1 Parteienkommunikation im Wandel 14
1.2.2 Politik im Internet 16
1.2.3 Internetpublikum 17
1.3 Forschungsgegenstand 18
2 Forschungsfragen 21
3 Auswahl der politischen Akteure 24
3.1 Auswahlkriterien 25
3.2 Frauenquote 26
3.3 Ausgewählte Personen 28
4 Methoden 31
4.1 Integrierte Kommunikation 31
4.2 Inhaltsanalyse nach Mayring 33
4.2.1 Analyseeinheiten 34
4.2.2 Kategoriensystem 35
4.3 Experteninterviews 35
4.3.1 Interviewleitfaden 36
4.3.2 Transkription 37
5 Auswertung 38
5.1 Forschungsfrage 1 (Motiv) 38
5.2 Forschungsfrage 2 (Vorzugsstimmen) 44
5.3 Forschungsfrage 3 (Dienste) 48
5.4 Forschungsfrage 4 (fremde Hilfe) 58
5.4.1 Internetoffensive 60
5.5 Forschungsfrage 5 (Design, Vorbilder) 61
5.6 Forschungsfrage 6 (Themenauswahl, Kritik) 63
5.6.1 Christoph Peschek 64
5.6.2 Georg Papai 65
5.6.3 Irini Tzaferis 66
5.6.4 Jürgen Wutzlhofer 66
5.6.5 Peko Baxant 67
5.6.6 Raphael Sternfeld 69
5.6.7 Efgani Dönmez 70
5.6.8 Georg Prack 72
5.6.9 Julian Schmid 73
5.6.10 Peter Kraus 75
5.6.11 Philipp Schmidt 75
5.6.12 Sabine Gretner 76
5.7 Forschungsfrage 7 (Reichweite) 78
5.8 Forschungsfrage 8 (Werbung) 81
5.9 Forschungsfrage 9 (Zielgruppe) 86
5.10 Forschungsfrage 10 (Aktualität, Frequenz) 91
5.10.1 Wien-Wahl 2010 94
5.11 Forschungsfrage 11 (Privatsphäre und negative Erfahrungen) 95
5.12 Forschungsfrage 12 (Dialog und Kommentare) 100
5.12.1 Interaktion und Demokratisches Potential 108
5.12.2 Brisanz der eigenen Themen 110
5.13 Forschungsfrage 13 (Mediennutzung) 112
6 Anhang 116
6.1 Webauftritte der SPÖ-Vertreter 116
6.2 Webauftritte der Grünen 117
6.3 Interviewleitfaden 118
6.4 Abbildungsverzeichnis 119
6.5 Literaturverzeichnis 119
6.6 Literaturverzeichnis (Webauftritte) 123
6.7 Zusammenfassung 126
6.8 Abstract 126
6.9 Lebenslauf 127

Samstag, 16. Dezember 2017

[ #praxis ] Zivilgesellschaft: Anforderungen an eine neue Webseite

Praxistipps für NGOs von sozialmarktig.de 

Spätestens bei den Vorbereitungen eines Relaunches muss man sich der Frage stellen: Was macht eigentlich eine richtig gute NGO-Seite aus?

Was braucht es um den Bedürfnissen der Informations- und Fundraisingarbeit zu genügen? An welchen Beispielen kann man sich orientieren?

In einer effizient knappen Artikelserie auf sozialmarktig.de werden einige beherzigenswerte Ratschläge und Empfehlungen gegeben:

Teil I:Inhaltliche Anforderungen
Teil II:Optische Anforderungen
Teil III:Technische Anforderungen
Teil IV:Soziale Anforderungen
Teil V:Von guten Beispielen lernen


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Montag, 23. Oktober 2017

[ #web ] Handbuch für Cyber-Dissidenten

Das "Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents" der "Reporter ohne Grenzen" soll kritischen Menschen (in nicht-demokratischen Staaten) als Leitfaden dienen, wie man Blogs als Werkzeuge für Meinungsfreiheit nutzen kann und wie man die Internet-Zensur umgeht und im Internet anonym kommunizieren kann.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
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Dienstag, 3. Oktober 2017

[ #radio ] Brechts Radiotheorie als methodische Schablone für Social Media

Bertolt Brecht  hatte das damals neue Medium Radio mit Begeisterung aufgenommen. 

Bald aber war der Dramatiker und Schriftsteller von der allzu einseitigen Nutzung des Rundfunks durch die damaligen Programmmacher enttäuscht und er postulierte die aktive Mitarbeit und Einbindung der Hörer.
         "...von allen alkoholischen Exzessen ist nichts gefährlicher als der stille Suff."
        Bertolt Brecht in: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Rede über die Funktion des Rundfunks.
Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Bertolt Brechts sogenannte "Radiotheorie" ist eine Sammlung verschiedener Texte und spiegelt seine Auseinandersetzung mit dem damals jungen Medium Rundfunk wider. Die Radiotheorie entstand von 1927 bis 1932. Während dieser Zeit erfuhr der Rundfunk eine starke Verbreitung in der Öffentlichkeit hin zum Massenmedium.

"... Was nun diesen Lebenszweck des Rundfunks betrifft, so kann er meiner Meinung nach nicht darin bestehen, das öffentliche Leben lediglich zu verschönern... Auch als Methode, das Heim wieder traut zu machen und das Familienleben wieder möglich, genügt meines Erachtens der Rundfunk nicht...".

Demokratisierung. Im Kontext zu Bert Brechts Theorie vom Epischen Theater und seiner Lehrstück-Arbeit versteht Brecht den Rundfunk als ein Medium, welches die aktive Mitarbeit und Einbindung der Rezipienten möglich und nötig macht und sie damit selbst zu Produzenten werden lässt. Es war Brechts größtes Anliegen, den Rundfunk so zu demokratisieren, "daß das Publikum nicht nur belehrt [wird], sondern auch belehren muß". Er wollte einen Hörfunk schaffen, der auch als "Empfänger“ funktioniert; so sollten die Hörer auch "Sender“ sein können. Seine Forderungen hierzu formulierte er in der "Rede über die Funktion des Rundfunks", publiziert 1932 in "Der Rundfunk als Kommunikationsapparat":

"Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem; das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk müsste demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren.“



Bertolt Brecht: Radiotheorie - Literaturverweis: Gesammelte Werke, Band 18 (Schriften zur Literatur und Kunst 1) 1927-1932, Frankfurt a. Main; Rede über die Funktion des Rundfunks (1932/33) und Vorschläge für den Intendanten des Rundfunks (1928/29). Hinzu kommen der Aufsatz Radio – eine vorsintflutliche Erfindung? (1927/28) sowie das Hörstück Der Flug der Lindberghs. Ein Radiolehrstück für Knaben und Mädchen (1929).


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Donnerstag, 21. September 2017

[ #bürgerjournalist ] Zukunftspfade und Sackgassen: Wohin geht der Online-Journalismus?


In der Publikationsreihe netzwerk-recherche -Werkstatt liegt der 18. Band vor: Online-Journalismus : Zukunftspfade und Sackgassen. In rund 30 Aufsätzen und Interviews äußern sich bekannte deutsche Netzjournalisten, Wissenschaftler und Blogger, ergänzt um einen Serviceteil.

Wie soll ein hochwertiger Online-Journalismus künftig finanziert werden? Wann werden die Verlage bequeme Zahlungsmodelle einführen? Bedroht Google die großen Nachrichtenseiten? Welche Rolle spielt die Nutzerbeteiligung? Wie kann mit Journalismus im Netz Geld verdient werden? Seit mehr als 15 Jahren publizieren Journalisten im Netz und es stellen sich mehr denn je Fragen. Einschätzungen und Bestandsaufnahmen bietet die 18. Werkstatt des netzwerk recherche mit dem Titel „Online-Journalismus“.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

Vorwort (S. 6)
So geht’s nur im Netz: das Besondere am Online-Journalismus
Nea Matzen (S. 9)
"Jeder legt sich seine eigene Strategie zurecht"
Interview mit Stefan Plöchinger (S. 24)
"Am Ende zählt die Geschichte – und nicht das Medium"
Interview mit Nea Matzen (S. 31)
Verschwinden oder Wandel des Journalismus im Internet?
Prof. Dr. Christoph Neuberger (S. 36)
"Nutzerbeteiligung ist das A und O für den Qualitätsjournalismus"
Interview mit Ulrike Langer (S. 46)
Und sie wissen immer noch nicht, was sie tun sollen
Rainer Meyer alias Don Alphonso (S. 53)
Elf Thesen zum Qualitätsjournalismus im Internet
Hans-Jürgen Jakobs (S. 58)
"Hört auf die digitalen Vordenker!"
Interview mit Thomas Knüwer (S. 61)
Die dritte Medienrevolution frisst ihre Cousins
Markus Reiter (S. 66)
Die digitale Öffentlichkeit und die Krise des Journalismus
Stefan Münker (S. 69)
"Das Netz macht Nachrichten zum kollaborativen Element"
Interview mit Alexander von Streit (S. 77)
Journalismus im Webstuhl
Jan Söfjer (S. 83)
"Mit angezogener Handbremse"
Interview mit Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer (S. 89)
Recherchefreie Zone: Das Lokale
Ein Werkstattbericht über das Heddesheimblog
Hardy Prothmann (S. 94)
"Dieser schreckliche Stotterjournalismus!"
Interview mit Marian Semm (S. 99)
Sagen Sie uns Ihre Meinung! Aber was sagt die uns?
Christian Pfaffinger, Nina Springer (S. 105)
"Wir müssen uns auf die Gegebenheiten des digitalen Raums einlassen"
Interview mit Dirk von Gehlen (S. 111)
Journalistische Glaubwürdigkeit durch Klarnamen bei der Kommentarfunktion
Markus Hofmann (S. 115)
"Keine großen Mängel im Pressekodex"
Interview mit Lutz Tillmanns (S. 121)
Journalismus 2.0: Neue Werkzeuge für die journalistische Arbeit
Anton Simons (S. 126)
"Nicht so richtig fasziniert von Facebook & Co."
Interview mit Christian Bartels und Christoph Schultheis (S. 133)
Bloggen für eine Nachrichtenseite – aber wie?
Sonja Riegel (S. 137)
Social Payments – Prozess statt Produkt
Bernd Oswald (S. 145)
"Priorität hat die Einbindung partizipatorischer Elemente"
Interview mit Jörg Sadrozinski (S. 149)
"Luft nach oben ist immer"
Interview mit Sophie Burkhardt (S. 152)
Blogger sind in der Regel meinungsfreudig
Interview mit Thomas Mrazek (S. 155)
Originäre Inhalte, Aggregation von Information, Einordnung von
Information wird wichtiger
Interview mit Peter Schink (S. 162)
Hochwertiger Online-Journalismus vereint die Stärken aller Mediengattungen
Interview mit Dr. Christian Stöcker (S. 165)
"Verlage müssten mehr in Qualität investieren"
Interview mit Alfons Pieper (S. 169)
Serviceteil
Links (S. 173)
Lokal-Blogs (S. 179)
Wichtige Websites für den Online-Journalismus (S. 180)
Literaturauswahl (S. 182)
Standards der Online-Recherche – Was Journalisten können und kennen müssen
Ulf Grüner und Albrecht Ude (S. 185)
Autoren (S. 190)
Impressum (S. 192)

Mittwoch, 13. September 2017

[ #Antirassismus ] Broschürendownload: Zwischen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken

Wenn jemand auf seinem Facebook-Profil ein Bild des Cartoon-Held Bart Simpson postet, kann der bestimmt kein Nazi sein. 

Das ist doch eine amerikanische Fernsehserie, die kann deutschen Nazis eigentlich nicht gefallen. Aber warum steht auf Barts Pullover „Fuck off Israel“? Und daneben „Nationaler Sozialismus jetzt“?

Neonazis nutzen Soziale Netzwerke intensiv und professionell. Dabei haben sie bemerkt, dass sie mit Rechtsextremismus der alten Schule nur die eigene Szene beeindrucken, der sie gern „GrüSSe“ schicken. Wenn sie sich aber gegen Kindesmissbrauch engagiert zeigen, Diskussionen mit angeblich selbsterlebten Multikulti-Horrorgeschichten „bereichern“ und jugendkulturelle Codes verwenden, gelingt es ihnen erschreckend oft, sich in Diskussionen zwischen Demokratinnen und Demokraten einzuklinken und dort Rassismus, Demokratiefeindlichkeit oder Bedrohungen gegen Andersdenkende zu platzieren – in der Hoffnung, langsam, aber sicher mit ihren hasserfüllten Ideen gesellschaftliche Normen zu verschieben.

Welche Nazis in Sozialen Netzwerken unterwegs sind, was sie dort genau tun, welche Codes sie verwenden und wie sie versuchen, nicht-rechte Jugendliche und Erwachsene anzusprechen, erläutert eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung, gefördert vom deutschen Bundesjustizministerium: „Zwischen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken“ .

Die Broschüre fußt auf der Recherchearbeit der unabhängigen journalistischen Website www.netz-gegen-nazis.de und aus dem Projekt „no-nazi.net – Für Soziale Netzwerke ohne Nazis“ (gefördert vom deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freudenberg-Stiftung und Google Deutschland).

Aus dem Inhalt:
  • Das Modellprojekt "no-nazi.net - Für Soziale Netzwerke ohne Nazis"
  • Archetypen (von Autonomen Nationalist/innen bis zu Metal, NSBM und nordischem Kult)
  • Strategien (von Bürgerlicher Ansprache bis Propaganda-Spam)
  • Themen (von Meinungsfreiheit bis "Volkstod" als Popkultur)
  • Was wir tun: Ein Tag beim Monitoring
  • Sandys Weg in die rechtsextreme Szene der Sozialen Netzwerke
  • Gemeinsam aktiv für Soziale Netzwerke ohne Nazis - was wir alle tun könn
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Dienstag, 25. April 2017

[ #praxis ] Verständlich schreiben auf dem Web

Dieser kostenlose und offen zugängliche Kurs wurde im Rahmen einer Semesterarbeit am Institut für Informationssysteme der ETH Zürich entwickelt.

Das wissenschaftliche Fundament bildet das Hamburger Verständlichkeitskonzept nach Langer, Schulz von Thun und Tausch. Um den Webkurs seriös zu absolvieren benötigt man ungefähr 2-4 Stunden.
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Samstag, 4. Februar 2017

[ #demokratie ] Die politische Rolle der Öffentlichkeit (unter besonderer Berücksichtigung des Web 2.0)

"Wir befinden uns mit dem Übergang ins Internetzeitalter in der Postmoderne: Die  Moderne leidet an Auflösungserscheinungen („-post―), trägt jedoch den Aufschwung in eine nächste Moderne schon in sich." (S. 294)

Eine ausgesprochen kluge und saubere Dissertationsarbeit von Frau Ariane Windhorst aus dem Jahr 2010 steht kostenfrei (privat. "öffentlich") nutzbar im Internet, Damit ist die Arbeit selber bereits ein Beitrag und Beleg über die Kraft einer "neuen Moderne" die Web 2.0 bewirken kann.

Die Breite der Arbeit, die Fülle der zusammengetragenen Gedanken und Ideen für die Demokratie von der Antike bis zur unmittelbaren Gegenwart macht deutlich, dass der Diskurs über Öffentlichkeit heute ein globaler sein muss, dass er aber historisch ein europäisches Exportgut ist. Trotz beinahe 1000 Fußnoten wirkt die Arbeit nie eklektisch sondern zieht sich die Organisierung des Gemeinwohls durch Öffentlichkeit als roter Faden durch die gesamte Arbeit. Jede Fußnote ist das was Fußnoten sein sollten: eine Belegstelle. Eine Belegstelle für Öffentlichkeit als zentrales Element der Demokratie.

Kein Feind der Demokratie,keine Gefahrenquelle der Öffentlichkeit kann das Vertrauen der Autorin in eine gute Zukunft durch die Mittel der Öffentlichkeit erschüttern. Und Öffentlichkeit ist für sie auch in Zeiten des Internets noch immer Pressefreiheit, Informationsfreiheit, Medienfreiheit und journalistische Verantwortung. Sie zeigt auch, dass das Internet allein kein Heilmittel ist, dass die vielen Erzählungen die politische Identitätsfindung atomisieren kann, dass mehr Privates öffentlich wird als Öffentliches privat zugänglich.

Doch nie verliert sich die Arbeit in Gejammer über die Zustände - die nicht beschönigt und nicht verschwiegen sind -  sondern baut immer auf das Prinzip Hoffnung, vertraut immer darauf, dass es eine Zukunft gibt, erkennt in der Unordnung der Auflösungserscheinungen des Überkommenen bereits den Keim des Neuen.

Der Keim des Neuen entpflichtet aber den Weltbürger nicht, ist keine Ideologie der unsichtbaren Hand die alles zum Guten wendet. Es bedarf weiter, immer des Citoyen. Deshalb sollte dieses Kompendium nicht nur in keinem "virtuellen" Bücherregal eines politisch denkenden "Öffentlichkeitsarbeiters" fehlen, es muss auch gelesen und verstanden, in die tägliche Praxis implentiert werden,

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Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis sagt schon mehr als 1000 Worte:

Inhalt
INHALT 5
Vorbemerkungen 14
Prolog: Demokratie schwindet, wenn Öffentlichkeit schwindet 17
1 TEIL: RECHT 23
1.1 Politische Öffentlichkeit und Gerechtigkeit 23
Die Polis – Das Forum der Freien 24
Arendts Idee von einer gemeinsamen Welt 26
Politisches Handeln im Spiegel 27
Die Halle des Volkes ist der öffentliche Raum 28
Politische Öffentlichkeit ohne Medien 29
Buchdruck - Flugblätter- Presse- Revolten  31
Die Sphären und das Recht auf Freiheit  33
Arendt vs. Habermas: politisches Handeln vs. kommunikatives Handeln? 34
Presse macht Druck 36
Wirtschaft und politisches Handeln 38
1.2 Öffentliche Meinung als Wahrnehmung 39
Öffentliche Meinung als „unscharfer Zustand― 40
1.3 Wie viel öffentliche Freiheit ist rechtens? 42
Das Recht auf Freiheit in Staatsrechtsphilosophien 42
Machiavellis Fürst und die PR in Krisenzeiten 44
Hobbes Leviatan – ein öffentliches Monster 45
Montesquieu, Locke, Rousseau klären auf  46
Kants öffentliche Rechtslehre  47
Hegels Öffentlichkeit und ihr Recht auf Freiheit 48
Tocquevilles Presse im Zeitalter der Gleichheit  49
Marx/Engels herrschende Gedanken 50
Globale Gerechtigkeit - Weltbürgertum  52
Massendemokratie 53
Exkurs: Die Entstehung des Begriffs Demokratie nach Meier 57
Utilitarismus, Kapitalismus, Liberalismus, Globalisierung 57
Gerechtigkeit: Checks and Balances im Öffentlichen Raum 60
1.4 Strukturwandel der Öffentlichkeit im 20. Jahrhundert  64
Totalitarismus und Öffentlichkeit 64
Öffentlichkeit im Nationalsozialismus 66
Zensur, Geschichtsfälschung, Genozid 67
Exkurs: Rote Khmer und öffentliche Vergangenheitsbewältigung 68
Regression, Anomie, Weltlosigkeit und Gehorsam 69
Strukturwandel der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit.. 70
Aufbau nach dem „Nie wieder!―-Prinzip 70
Wer muss vor wem beschützt werden? 71
Die Bonner Medienrepublik - Mächte balancieren sich aus 72
Neu-Demokraten integrieren die alten Garden 77
Exkurs: Die Öffentlichkeit als Mitläufer  78
Strukturelle Belastung: Spießer gegen Jugend  79 7
Exkurs: „Spiegel-Urteil― 80
Politische Presse in der jungen Bundesrepublik 83
1960er: Eine Gegenöffentlichkeit entsteht: Counter-Culture  84
Die Öffentlichkeit spaltet sich: Junge Erwachsene scheren aus 84
Exkurs: Familie 84
Die Beat-Generation, Underground und Kontrakultur  85
„Mehr Demokratie wagen― 86
1970er: Weitere Teilöffentlichkeiten entstehen 87
Der Bruch: Fressen ihre Kinder die Demokratie? 90
Rechts-Links Polarisierung der Teilöffentlichkeiten 91
Verlangsamter Strukturwandel in den 1980ern:  94
Plurale Zivilgesellschaft ohne Sprengkraft 94
Atomgefahr atomisiert Widerstand 99
Die 90er unter Kohl: Das System bleibt stabil  102
Die neue Mitte: Alternativlosigkeit 104
1.5 Äußere und innere Feinde – Der Rechtsstaat garantiert „wehrhafte
Demokratie― 105
Aporie - das Recht, sich Rechte zu erkämpfen  105
Exkurs: La grande terreur  106
Exkurs: Herrschaftsbegrenzung statt Herrschaftsbegründung 107
Innere Feinde 110
Unerhörte erhalten politische Macht durch Öffentlichkeit 110
Öffentliche Moral contra Justitia 110 8
Reformer, Renegaten und Relegation 112
Zivilgesellschaft am Rande der Legalität – Antiautoritäre Autonome  116
Exkurs: Lyotards Legitimierung der Legitimierung  118
1.6 Strukturwandel der politischen Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert  118
Die Berliner Republik: Das Recht zum Widerstreit wird genutzt 119
Öffentliche Kritik. 119
Bürokratie – Hegemonie der „Staatsdiener―  121
Licht ins Dunkel: Informationsfreiheit  123
Exkurs: Amtsgeheimnisse 124
Staatsräson in demokratischen Systemen der Moderne 125
9-11- PATRIOT Act – USA seit neun Jahren im Notstand? 126
Exkurs: Mc Carthys Hexenjagd  128
Fazit Recht: Checks and Balances im Öffentlichen Raum 128
2 TEIL: MACHT 131
2.1 Exkurs: Die Poesie der systemtheoretischen Biophysik des Staates 131
2.2 Politikmüdigkeit als Indikator für postdemokratische Tendenz?... 134
2.3 Presse und Parlament als Ersatz für die Polis  135
2.4 Deliberativer Mediendiskurs 136
Wählen – Macht und Ohnmacht der Öffentlichkeit 136
Wahlen entscheiden über Macht und Ohnmacht der Politiker  136
Nichtwählen als politisches Handeln? 139
Das passive Staatsbürgertum 143 9
Exkurs: Wie der Bremer Senat Nichtwähler einschätzt 145
Europa: Kein Raum, keine Wahl, keine Macht 146
Partizipation und Plebiszit – Macht gibt ungern Macht ab.. 148
Vox Populi – die Weisheit der Vielen? 149
Macht ohne Rechenschaft  151
Die Macht der Mächtigen mächtig zu bleiben 152
2.5 Kommunikationsforschung: Äpfel mit Birnen vergleichen 154
Empirische Wahlforschung 156
Einzige Erkenntnis: Viel hilft viel 157
Öffentlichkeit ist unberechenbar - Probleme empirischer
Kommunikationsforschung  159
Prognostische Berechnungen und Messungen von Einstellungen unmöglich159
Reziproke Verstärkung einer seltsamen selbstreferenziellen Wahrnehmung160
2.6 Kommunikationstheorien als praktische Lösung 161
Einschaltquote: Der kleinste gemeinsame Nenner 162
Wissenskluft-Hypothese 163
Meinungsführer/Opinionleader  163
Thematisierungs Ansatz /Agenda Setting Approach 164
Gatekeeperforschung 164
Zwei-Stufen-Modell/Two Step Flow of communication  164
Theorie der Schweigespirale  164
Bandwagon-Effekt 165
Weitere Modelle 165
2.7 Die systemtheoretische Physik der Kräfte der Macht  171
Axiom A: Politische Kommunikation ist mehrdimensional transaktional, wie
das politische System selbst 171
Axiom B: Kommunikative Mittel sind jedem Zweck heilig 171
Axiom C: Öffentlicher Energieerhaltungssatz in chaotischen Systemen  173
2.8 Kommunikationspraxis: Gleichgewicht und Tausch? 175
These und Antithese  176
Ungleichgewicht durch PR und strukturelle Schwächen der Presse 176
„Fürstliche Reformlüge― 177
Synthese? 178
2.9 Tausch und Täuschung 179
Der Nachrichtenmarkt 179
Kleinbürgerkrawall – Aufmerksamkeit - Macht 180
Beachtung ist käuflich 181
Verräter nützen der Presse 183
Die Presse nützt Verrätern 184
Reagibilität und Persuasion 185
Lobbyismus: Manipulation der Öffentlichen Meinung und der Gesetzgebung186
Guerilla Lobbying  188
Exkurs: Erfolglose Pressekampagnen 189
2.10 Image 190
Abgestufte Chancengleichheit 192
Bild dir deine Meinungen  193
Exkurs: Politiker-Images im Vergleich 195
Attraktivität 197
Image als Verstärker systemerhaltender Kraft 197
2.11 Politainment 198
Sprache – Metaphern als Programmierung politischen Denkens  203
Das Unaussprechliche und der Historikerstreit 208
Symbole 209
Leadership  212
2.12 Psychopathologische Öffentlichkeit 213
Pathologische Erstarrung? 214
2.13 Der mündige autonome Bürger vs. Pressekonzentration und
Monopolisierung... 216
De-Liberalisierung zugunsten von Deliberation?  217
Fazit Macht: Checks and Balances im Öffentlichen Raum 218
3 TEIL: FREIHEIT 221
3.1 Internet – Das Chaotische System der postmodernen Öffentlichkeit? 221
Liberté und Egalité... 221
3.2 Neue Medien – neue Öffentlichkeiten 222
Der Übergang ins Internetzeitalter ist postmodern 225
Der aktuelle Strukturwandel der Öffentlichkeit... 227
Arbeitslosigkeit und Freizeitverhalten bleiben Privat 229
Fraternité?  231
Informationsflut durch kleine Erzählungen 231
Werden die neuen Medien der neuen Polis wieder die alten sein? 235
Neue Leitmedien unter neuer Leitung für den Über-Überblick 237
3.3 Technische Modi: Medien erster und zweiter Ordnung 243
Exkurs: Glossar  244
Rückkopplung: Jeder Sender nun auch Empfänger!  246
Segen und Fluch der technischen Reproduzierbarkeit 248
Konstruktivismus 252
3.4 Web 2.0 als osmotisches Medium – Diffusion erwünscht 255
Körperliche Macht vs. virtuelle Macht  256
Exkurs: SIWOTI Syndrom – ein Diskursphänomen im Web 2.0  260
Verschwörungstheorien und Säkularisierung 261
E-Demokracy vs. Massendemokratie 263
„Obamania― und „E-Bama― 266
3.5 Arkanpolitik, Anonymität und Datenschutz 269
Überwachung und Kontrolle öffentlicher Kommunikation 271
Exkurs: SPD Onliner gegen Zensur im Internet 277
La plus grande terreur: Schreckensherrschaft durch Terrorbekämpfung? 278
Web 3.0 – künstlich-ontologische Semantik im totalen Cyberspace?― 281
Open Source als 5. Gewalt? 286
3.6 Grenzen der Demokratie in der globalen Grenzenlosigkeit 288
Globaler Umweltschutz fordert undemokratisches Durchgreifen 289
4 SCHLUSSBETRACHTUNG: DIE POLITISCHE ROLLE DER
ÖFFENTLICHKEIT ALS GARANTIN DES GEMEINWOHLS 291

Dienstag, 22. Dezember 2015

[ #web ] Bitkom-Leitfaden Social Media

Social Media haben in den vergangenen Jahren unsere Internetnutzung entscheidend geprägt und verändert. 

Für Millionen von Nutzern sind sie aus der alltäglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Für Unternehmen sind soziale Medien daher in vielen Bereichen zu einem wichtigen Wertschöpfungsfaktor geworden.
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Mittwoch, 30. Juli 2014

[ #opensource ] Demokratisch Fernsehen: Open Source Media Player Miro

Mit dem Open Source Media Player Miro sollTE die Zukunft des offenen Fernsehens beginnen. 

Der Mediaplayer ist ein Produkt der "Participatory Culture Foundation", die sich die Demokratisierung des Mediums Fernsehen zur Aufgabe gemacht hat. Tausende Kanäle können derzeit über Miro abgerufen werden.
 
Kostenlos und Open-Source, weil freie Medien wichtig sind. Viele Kanäle widmen sich sozialen Bewegungen und zeigen Bilder von Aktionen, die man im konventionellen Fernsehen nicht zu Gesicht bekommt. Auch zu Wissenschaft, Technik und Kultur sind interessante Kanäle zu finden. Sehr praktisch ist auch die möglichkeit Nachrichtensendungen unabhängig von ihren Sendeterminen im konventionellen Fernsehen gucken zu können. Besonders empfohlen sei in diesem Zusammenhang auch die unabhängige amerikanische Nachrichtensendung von "democracy now!", die über miro abonniert werden kann.

Aus dem seinerzeitigen "Democracy Player" ist das Produkt "Miro", hervorgegangen, das nun bereits in der Version 6.0 vorliegt. Miro vereint viele nützliche Funktionen unter einer Oberfläche. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Video-Player, RSS-Reader, FTP- und BitTorrent-Client sowie Programmführer und passendem Server.  Die basisdemokratische Idee ist auch mit der neuen Namensgebung erhalten geblieben: Dank der Open-Source-Freeware sollen Videos für die Massen empfang- und publizierbar werden.

Turn your computer into an internet TV. Die Software sorgt, dass Video-Inhalte regelmäßig auf den eigenen Rechner übertragen werden. Es gibt eine umfangreiche Dokumentation, die jeden in die Lage versetzen soll, seinen eigenen Internetfernsehsender zu eröffnen und die Inhalte über die Software des Projekts zu verbreiten. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Mozilla Foundation. Die Software steht kostenfrei für Windows, MacOS X und Linux zum Download bereit.


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Montag, 28. Juli 2014

[ #web ] Social Media Studie nun in der 3.Auflage online

Bei den 14-29-Jährigen sind beinahe 90 Prozent in einem oder mehreren Netzwerken aktiv. 

Die Nutzung von sozialen Netzwerken hat in Deutschland bereits ihren Höhepunkt erreicht. Lediglich acht Prozent der Nicht-Nutzer geben an, dass es zumindest teilweise interessant wäre in Zukunft ein soziales Netzwerk zu nutzen. Nur rund vier Prozent der Nicht-Nutzer von sozialen Netzwerken können sich vorstellen sich innerhalb der nächsten 12 Monate bei einem sozialen Netzwerk anzumelden.

Internet = Social Media. Kaum ein anderes Medium hat sich so schnell verbreitet wie soziale Netzwerke. Mittlerweile sind vier von fünf (78 Prozent) Internetnutzern in Deutschland in einem sozialen Netzwerk angemeldet und 67 Prozent nutzen diese auch aktiv. Die Nutzerzahlen vor allem bei den Älteren stark gestiegen: 55 Prozent der Internetnutzer in der Generation 50-Plus sind derzeit in sozialen Netzwerken aktiv. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 46 Prozent. Die Nutzerstruktur sozialer Netzwerke entspricht heute nahezu der Internetbevölkerung in Deutschland.

Bei den 14-29-Jährigen sind sogar 90 Prozent in einem oder mehreren Netzwerken aktiv.  Für Millionen von Menschen gehört die Nutzung von Facebook, Twitter oder Xing also zum Alltag. Gleichzeitig ist sehr viel Dynamik in diesem Markt: Neue Netzwerke entstehen, andere verschwinden, die Anbieter entwickeln neue Funktionen und auch die Nutzung der Plattformen verändert und differenziert sich.

Über die Verbreitung der Netzwerke hinaus behandelt die Studie Fragen zur Nutzungsdauer, zur Verbreitung der verschiedenen Plattformen und zum Umgang der Nutzer mit Privatsphäre. Gegenüber der vorherigen Auflage vom Herbst 2011 wurde die Studie außerdem um Fragen zur mobilen Nutzung und zu Werbung in Social Networks ergänzt.

Für die Studie Deutschland hat die Bitkom Research GmbH 1.016 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die vollständigen Ergebnisse der dritten, erweiterten Studie Soziale Netzwerke stehen zum Download zur Verfügung.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:

Inhalt
1. Zentrale Ergebnisse Seite 3
2. Nutzung von sozialen Netzwerken
 2.1 Anzahl und Namen genutzter Netzwerke Seite 6
 2.2 Nutzungsintensität Seite 14
 2.3 Private versus berufliche Nutzung Seite 21
 2.4 Genutzte Funktionen und Nutzungsmotivation Seite 23
 2.5 Zugriffsort und verwendete Geräte Seite 30
 2.6 Auswahlkriterien für soziale Netzwerke Seite 38
 2.7 Gründe für die Nicht-Nutzung sozialer Netzwerke und Nutzungspotential Seite 42
3. Privatsphäreneinstellungen und Datenschutz Seite 46
4. Akzeptanz von Werbung Seite 53
5. Untersuchungsdesign Seite 58

Freitag, 25. April 2014

An Web 2.0 kommt auch Demokratie und Verwaltung nicht mehr vorbei


Anregungen für erfolgreiche Web-2.0-Aktivitäten liefern vor allem skandinavische Länder. Sie kommunizieren mit den Bürgern nicht nur über Twitter, Blogs und Podcasts, sondern bieten außerdem zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten an. Dazu gehört die Möglichkeit, Internetpetitionen an die Gemeinde zu senden, sich bei Befragungen oder Online-Konsultationen einzubringen und Ratssitzungen im Internet zu verfolgen.

Im Rahmen einer Best Practice-Analyse (neu&kühn: Erfolgsfaktoren E-Partizipation - Analyse) wurden 30 internationale E-Partizipations-Beispiele untersucht und Erfolgsfaktoren für eine qualitative Zusammenarbeit aufgezeigt. Die Analyse versteht sich als Leitfaden für Verwaltung, Politik und Institutionen. Die AutorInnen Kirsten Neubauer und Peter Kühnberger sehen Social Media als Möglichkeit für Dialog, Vertrauensbildung und Mobilisierung. Das Internet bietet mit Social Media und Web 2.0 unzählige Möglichkeiten für Dialog, Zusammenarbeit, Vertrauensbildung, Mobilisierung oder Erleichterung in Verwaltungsabläufen.

Acht von zehn Mitarbeitern öffentlicher Verwaltungen gehen davon aus - schreibt wiederum steria mummert consulting - , dass sich mit Social Media Angeboten die Bürgerbeteiligung und Servicequalität in deutschen Behörden verbessern werden. Allerdings besteht bei der Zahl der Angebote im internationalen Vergleich noch erheblicher Nachholbedarf. Denn Bürgern und Unternehmen stehen hierzulande bisher deutlich weniger Online-Services zur Verfügung als anderen Europäern. Das haben Marktbeobachtungen von Steria Mummert Consulting gezeigt.

Im internationalen Vergleich schafft es Deutschland mit seinem Online-Angebot für Bürger nicht einmal unter die Top 20. Der Wunsch nach ePartizipation steht jedoch im Raum: Viele Bürger kritisieren, dass Entscheidungsprozesse in Politik und Verwaltung häufig zu wenig transparent sind, und haben das Gefühl, nicht mitreden zu können. Die Einbindung von Web-2.0-Anwendungen steuert dem entgegen, weil sie für jeden zugänglich sind und einen Dialog ermöglichen. Immer mehr Behörden erkennen diese Potenziale und bauen langsam ihre Social- Media-Aktivitäten aus“, so der Experte.

Damit die Aktivitäten im Web 2.0 einen echten Mehrwert bieten, sollten die Prozesse von den Behörden sorgfältig geplant werden. Dazu zählt beispielsweise, Mitarbeiter zu schulen, mit Bürgern und Unternehmen digital zu kommunizieren und professionell mit Kritik umzugehen. Bei gut durchdachter Umsetzung eröffnet das Web 2.0 Beteiligungsmöglichkeiten jenseits der bestehenden Strukturen. Das betrifft Vereine, Bürgerinitiativen und Parteien ebenso wie Verwaltungen untereinander. Die Politik sollte  zügig Angebote bewerten und Anreizsysteme für ihre Nutzung in der öffentlichen Verwaltung schaffen.

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