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Donnerstag, 17. Mai 2018

[ #Wirtschaft ] Konservative Mythen: Höhere Abgabenquoten führen zu geringerem Wirtschaftswachstum?



Wer wirtschaftspolitische Kompetenz nur vorgeben will, landet regelmäßig bei dem Mythos von der Abgabenquote. Selbst Medien welche prinzipiell wirtschaftspolitischer Argumentation näher stehen als dem Boulevard verkünden ebenso regelmäßig die Schädlichkeit der Erhöhung der Abgabenquote für das Wirtschaftswachstum als eine Art Naturgesetz.

Dass dies Unsinn, ja häufig Stumpfsinn ist, das weisen die Autoren der Studie "Führen höhere Abgabenquoten zu geringerem Wirtschaftswachstum?" (Österreichische Bundesrbeitskammer, Büro Brüssel) vor. Gerade die nordeuropäischen Staaten, denen ja eine vergleichsweise hohe Abgabenquote Vorgehalten wird, weisen ja nicht nur respektable Wachstumsraten aus sondern brillieren in fast allen sozialökonomischen OECD-Vergleichsstudien immer (!) an der Spitze der OECD-Staaten.

Den Autoren gelingt auch recht plastisch der Nachweis, dass schon der Vergleich der Abgabenquoten hinkt, denn es ist für Volkswirtschaft und Bürger kein Unterschied ob ihm beispielsweise Versicherungsbeiträge für einen öffentlichen Versicherungsträger oder den Staat als Fürsorgeverantwortlichen "abgeknöpft" werden oder ob er sich auf privatrechtlicher Basis zwangsversichert ist.

Die viel wesentlichere Frage ist eigentlich die: Wofür werden die Abgaben verwendet? Sie ist einerseits politisch als Umverteilungs- und Gerechtigkeitsfrage interessant, sie ist aber auch volkswirtschaftlich die bedeutendere. Denn schon die seinerzeitigen kommunistischen Volksrepubliken haben ihre Eigenwirtschaft dadurch ruiniert, dass sie enorm in die Rüstung investiert und damit das Wirtschaftswachstum beschränkt hatten.

Man kann sehr wohl auch Wachstum des Bruttosozialprodukts zunächst tatsächlich damit schaffen, dass man einfach die Beschäftigten sinnlose Löcher graben lässt. Damit wird zwar möglicherweise einmal Beschäftigung und "Wachstum" geschaffen, aber kein weiteres Wachstum induziert. Wenn man aber statt dessen durch Investitionen in Bildung und Wissenschaft "Wissenslöcher" füllt, dann wird sehr wohl damit weiteres Wachstum gefördert. Und möglicherweise auch in den sozialen Frieden durch Chancengerechtigkeit investiert.

Aber das ist wieder eine andere Frage.

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Interessanter Download? ein blick auf den Inhalt:
1. EINLEITUNG 2
2. Kapitel 1 - Literaturüberblick  4
3. Kapitel 2 - Was sagt uns eigentlich die Abgabenquote?  8
3.1 Abgabenquoten für das Jahr 2006 8
4. Kapitel 3 - Einfache Regressions-analyse von Abgabenquoten und Wachstumsraten   11
4.1 ÖKONOMETRISCHER EXKURS   11
4.2 Ergebnisse der einfachen Regressionsanalyse: 12
5. Kapitel 4 - Multivariate Regressionsanalyse von Abgabenquoten und Abgabenquoten
und Wachstumsraten  15
5.1 Datenbeschreibung  15
6. Schlussfolgerungen  20
7. Anhang 21
7.1 Offizielle Abgabenquote:  21
7.2 Wachstum des realen BIP/Kopf zu Kaufkraftstandards 23
8. Literatur 25

Sonntag, 25. Februar 2018

[ #Armut ] Globalisierung und der Krise: Armut finanziert Reichtum


Für jeden US-Dollar, der in die Entwicklungsländer geht, fließen mehr als zwei Dollar wieder zurück in die Industriestaaten.

Der Mythos der hilfsbedürftigen Armen in den sogenannten Entwicklungsländern, die von der Wohltätigkeit des reichen Westens abhängig sind, wird mit einer neuen Studie ad absurdum geführt. Vielmehr bereichern sich die industrialisierten Staaten unter dem bestehenden Wirtschafts- und Finanzsystem auf Kosten der Menschen im globalen Süden.
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Montag, 1. Januar 2018

[ #Einkommen ] Mit gerechter Verteilung zu Freiheit

Wachsen die Einkommen aus Arbeitsleistung nicht, die leistungslosen Einkommen aus Vermögensbesitz jedoch rasch, dann sinkt der Wohlstand.

"Der in unserer Gesellschaft erarbeitete Reichtum gibt einer aktiven Verteilungspolitik zugunsten der arbeitenden Bevölkerung, der Kinder und Älteren erheblichen Spielraum. Solidarität zwischen den gut verdienenden Angestellten mit Monatseinkommen in Höhe von mehreren Tausend Euro mit den Jugendlichen, den Frauen und den Durchschnittsverdienern ist ein wesentliches Element des politischen Erfolges. Durchgesetzt muss die Verteilungspolitik aber vor allem gegen die Interessen der Vermögenden und der SpitzenverdienerInnen werden."
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Mittwoch, 24. August 2016

[ #Einkommen ] Mindestlohnpolitik in Europa

Eine Studie der der deutschen Sozialdemokratie und den Gewerkscvhaften nahestehenden Friedrich-Ebert-Stiftung liefert Information und Erkenntnisse.

Die Festsetzung von Mindestlöhnen gehört in allen europäischen Staaten zu den etablierten Instrumenten bei der Regulierung des Arbeitsmarktes. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der nationalen Mindestlohnregimeliegt jedoch vor allem in den jeweils angewendeten Instrumenten zur Festsetzung des Mindestlohns und der damit verbunden Reichweite der Mindestlohnregelung.
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