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Sonntag, 27. Oktober 2019

[ #Globalisierung] Für eine menschenrechtliche Regulierung der globalen Wirtschaft


Stellungnahme der Treaty Alliance Deutschland zum überarbeiteten Entwurf für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten („Revised Draft“)

Im Juni 2014 erteilte der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) einer zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe das Mandat (Resolution 26/9), ein völkerrechtliches Abkommen zur Regulierung der Aktivitäten transnationaler und anderer Unternehmen zu erarbeiten. Hintergrund ist der unzureichende Schutz von Menschenrechten in der globalen Wirtschaft. Auf Grundlage intensiver Konsultationen mit Regierungen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hat der ecuadorianische Vorsitzende Emilio Rafael Izquierdo Miño im Juli 2019 einen konsolidierten Entwurf dieses Abkommens veröffentlicht („Revised Draft“). Während der fünften Tagung der Arbeitsgruppe vom 14. bis 18. Oktober 2019 in Genf wird dieser die Grundlage für „substantielle Verhandlungen“ sein.

Der Revised Draft präzisiert den im Juli 2018 veröffentlichten Entwurf („Zero Draft“) und hat in vielen Punkten an Stringenz und Klarheit gewonnen. Er orientiert sich explizit und konzeptionell eng an den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNLP) und dem Konzept der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Er legt einen besonderen Fokus auf einen verbesserten Zugang zu Recht und Abhilfe von Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen und stärkt damit die dritte Säule der UNLP. Der Abkommensentwurf kommt den von der Europäischen Union (EU) und der Bundesregierung geäußerten Anliegen weit entgegen. So ist der Geltungsbereich des neuen Vertragsentwurfs nicht mehr auf transnationale Unternehmen oder Geschäfte mit transnationalem Charakter beschränkt. Er enthält auch keine direkten völkerrechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen. Die Haftungsregeln im Fall von Menschenrechtsverstößen sind klar umrissen und mit Augenmaß formuliert.

Vor diesem Hintergrund sollten die EU und die Bundesregierung sich fortan aktiv und konstruktiv an den Verhandlungen um die Inhalte des Abkommens beteiligen. In einem ersten Schritt sollten sie zur anstehenden Verhandlungsrunde der zuständigen UN-Arbeitsgruppe am 14. bis 18. Oktober 2019 schriftlich Stellung zum vorliegenden Vertragsentwurf nehmen. Die Treaty Alliance Deutschland empfiehlt der Bundesregierung und der EU, dabei die in ihrer neuen Stellungnahme formulierten Kommentare und Verbesserungsvorschläge aufzugreifen.

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Montag, 11. März 2019

[ #Globalisierung] Die Globalisierung der Wirtschaft: Ursprünge und Auswirkungen

Steuern wir auf eine Entglobalisierung zu oder kann die Globalisierung sogar die Erholung der Volkswirtschaften  begünstigen?

Der Begriff Globalisierung bezeichnet den Vorgang, dass internationale Verflechtungen in vielen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation) zunehmen, und zwar zwischen Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten. Globalisierung ist kein neuartiges Phänomen der Moderne. Zunehmende Verflechtungen und gegenseitige Abhängigkeiten gab es schon früher in der Geschichte der Menschheit.

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Montag, 2. Juli 2018

[ #Globalisierung] Themenheft Globalisierung


Zwar gilt als Beginn der Globalisierung gelegentlich dieEntdeckung Amerikas im Jahr 1492, aber erst seit den 1990er-Jahren ist dieses Schlagwort in aller Munde.

Globalisierung. Während über die Chancen meist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesprochen wird, sind viele Menschen über die Verflechtung in Wirtschaft, Politik und Kultur zunehmend verunsichert. Durch seine rasante Verbreitung und Verwendung ist die begriffliche Schärfe des Wortes „Globalisierung“ verloren gegangen.
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Sonntag, 25. Februar 2018

[ #Armut ] Globalisierung und der Krise: Armut finanziert Reichtum


Für jeden US-Dollar, der in die Entwicklungsländer geht, fließen mehr als zwei Dollar wieder zurück in die Industriestaaten.

Der Mythos der hilfsbedürftigen Armen in den sogenannten Entwicklungsländern, die von der Wohltätigkeit des reichen Westens abhängig sind, wird mit einer neuen Studie ad absurdum geführt. Vielmehr bereichern sich die industrialisierten Staaten unter dem bestehenden Wirtschafts- und Finanzsystem auf Kosten der Menschen im globalen Süden.
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