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Donnerstag, 1. September 2022

[ #Emanzipation ] Vorarlberg 1931: Mädchen in Skihosen verboten


In den 1930er Jahren standen im Vorarlberger Landesschulrat die Skihosen von Mädchen  zur Diskussion.

Dürfen die Mädchen aus den Schulen der Berggemeinden ausnahmsweise Hosen tragen? Frauen in Hosen galten lange Zeit als Tabubruch, ja als "erotische Sensation". Sie brachten vermeintlich Männer in Wallung und angeblich auch deren Frauen in Rage. 
In Wirklichkeit ging es nicht um "Maskulierung" der Frauen oder um die Emanzipation der Frauen, es ging um die religiös verbrämte Vorrangstellung des Mannes.
Schon auf ihren Berg- und Wintertouren trugen auch die ersten Bergsteigerfrauen Vorarlbergs Breecheshosen und Wickelgamaschen und im Rucksack hatten sie einen Rock mit um sich rechtzeitig umzukleiden. Denn es wäre undenkbar und unanständig gewesen, in Hosen ins Dorf zurück zu kommen.
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Donnerstag, 9. Juni 2022

[ #Frauen ] Hildegard von Bingen - eine widerständige Frau?


Hildegard von Bingen gehört zu den bekanntesten Gestalten des Mittelalters. Besonders die Assoziation der Nonne mit einer ganzheitlich-spirituellen Lebensweise übt heute eine starke Faszination aus. Auch in der Wissenschaft beschäftigt man sich in letzter Zeit intensiver mit der komplexen Gedankenwelt Hildegards.

Wie nur wenige Personen der mittelalterlichen Geschichte ist Hildegard von Bingen noch heute gegenwärtig.  Auch außerhalb von Forschung und Lehre befassen sich viele Menschen mit der prominentesten Nonne des 12. Jahrhunderts.
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Dienstag, 28. Mai 2019

[ #gender ] UN-Frauenrechtskonvention: CEDAW-Leitfaden für die Rechtspraxis


Das Übereinkommen CEDAW und sein internationales Mitteilungsverfahren. Nützliches und Wissenswertes für die Anwaltspraxis. Ein Leitfaden aus der Schweiz

Die Idee. Dieser Leitfaden will es Anwältinnen und Anwälten, Gerichten, Rechtsberatenden erleichtern, das Übereinkommen CEDAW in der juristischen Praxis zu nutzen. Er schafft Zugang zu relevanten Dokumenten, bereitet Informationen nutzungsgerecht auf, zeigt anhand konkreter Beispiele, wie das Übereinkommen die rechtliche Argumentation im Einzelfall unterstützen und ergänzen kann, zeigt die Möglichkeiten des internationalen Verfahrens der individuellen Mitteilung.
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Sonntag, 14. April 2019

[ #Frauen ] Billie Holiday - Strange Fruit: Gegen die Lynchjustiz


In den Jahren 1889 bis 1940 wurden insgesamt 3.833 Menschen gelyncht; 90 Prozent dieser Morde fanden in den Südstaaten statt, vier Fünftel der Opfer waren Afroamerikaner. Der eindringliche Protestsong gegen die Lynchjustiz an Schwarzen brachte Billie Holiday Weltruhm ein.

Lynchjustiz. In den Jahren 1889 bis 1940 wurden insgesamt 3.833 Menschen gelyncht; 90 Prozent dieser Morde fanden in den Südstaaten statt, vier Fünftel der Opfer waren Afroamerikaner. 1939 hatte es bereits drei Lynchmorde gegeben, eine Umfrage in den Südstaaten ergab, dass sechs von zehn Weißen die Praxis des Lynchens befürworteten. Der Ausdruck "Strange Fruit" hat sich als Symbol für Lynchmorde etabliert. In seiner Symbolkraft gilt "Strange Fruit" als ähnlich wichtig für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung wie die Aktion von Rosa Parks. Neben "We Shall Overcome" und vielleicht noch Bob Dylans "The Death of Emmett Till" ist kein anderes Lied derart mit dem politischen Kampf um schwarze Gleichberechtigung verwoben.
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Donnerstag, 1. März 2018

[ #gender ] Geschlechtergerechtigkeit und Arbeitszeit


In den vergangenen Jahrzehnten hat sich ein Familienmodell herausgebildet, das sich durch einen Vollzeit arbeitenden Mann und eine Teilzeit arbeitende Frau auszeichnet. 

Ein Artikel von Therese Wüthrich aus dem Schweizer Denknetz Jahrbuch.

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Samstag, 19. August 2017

[ #gender ] Frauenrechte ohne Emma: Mütter des deutschen Grundgesetzes

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ – mit der klaren Formulierung des Artikels 3 Absatz 2 hatte das deutsche Grundgesetz 1949 Maßstäbe gesetzt. 



Im Parlamentarischen Rat, der dieses Grundgesetz vorbereitet und beschlossen hat, waren – 30 Jahre nach Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland – nur vier Frauen vertreten.


Ohne ihr Engagement hätte es Artikel 3 in dieser Form nicht gegeben! Die Ausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes“ besteht aus 16 Tafeln, die über Helene Weber, Elisabeth Selbert, Frieda Nadig und Helene Wessel informieren und eine historische Einordnung vornehmen. Die Ausstellung ist in einer interessanten Begleitbroschüre dokumentiert. Die Publikation gibt einen Einblick in die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes". Sie kann als PDF heruntergeladen werden.

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Montag, 16. Juni 2014

[ #Kommunalpolitik ] Frauen: Älter werden und autonom wohnen

Ein Leitfaden für Frauen,Gemeinden und Liegenschaftsverwaltungen.

«Alter ist ein soziales Schicksal» formulierte einmal der berühmte Psychologe Hans Thomae. Und in der Tat: Frauen leben nicht nur länger, sondern altern auch anders als Männer, und dies vor allem aufgrund der unterschiedlichen biografischen Ausgangsbedingungen und gesellschaftlichen Kontexte.

Unabhängig von kultureller Zugehörigkeit definieren ältere Menschen Lebensqualität in erster Linie über folgende Indikatoren: Gesundheit, Unabhängigkeit, soziale Beziehungen, genügend finanzielle Mittel und Respekt. Auch wenn in der Schweiz die Rahmenbedingungen für die Realisierung dieser Anliegen grundsätzlich gut sind, gibt es dennoch bedeutsame Unterschiede abhängig von Alter und Generationenzugehörigkeit, Bildung und Geschlecht.


Diese einschränkenden Faktoren sind miteinander verbunden. So ist die Mehrheit der Menschen im hohen Alter weiblich, und die Frauen dieser Generation stehen im Vergleich zu gleichaltrigen Männern (aber auch zu jüngeren Frauen) finanziell und bildungsmässig schlechter da. Sie weisen zudem eine höhere Abhängigkeit durch soziale Verpflichtungen auf und leben häufiger allein.

Was beschäftigt ältere Frauen, wenn es um das Wohnen geht? In einer Gesprächsrunde mit zwölf Frauen kommen zahllose Erfahrungen und Ansichten zusammen. Die Frauen sind zwischen 70 und 94 Jahre alt.


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick in den Inhalt des Leitfadens:
Inhalt
3 Vorwort
5 Einleitung
10 Hedi Schaffner (88) sucht den Austausch.
13 Der Mittagstisch
16 Emmi Büsser (75) setzt sich als Freiwillige ein.
19 Die gegenseitige Hilfe
22 Cécile Sieber (85) interessiert sich für Neues.
25 Die Siedlungs- und Wohnassistenz
28 Maria Sciffo (78) ist froh um die administrative Hilfe.
31 Der Treuhanddienst
34 Martha Stoll (87) setzt sich immer wieder neue Ziele.
37 Die Hilfe und Pflege zu Hause
40 Martha Leuenberger (89) ist in die Familie eingebettet.
43 Die Anlaufstelle für Altersfragen
46 Für die Gemeinden
48 Für die Liegenschaftsverwaltungen
50 Weitere Informationen
51 Dank, Impressum, Bestellhinweis