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Freitag, 6. August 2021

[ #Armut ] Betteln in Österreich

Bettlerin-Skulptur, Santo Spirito Hospital, Rom

Die aktuelle beschämende Vorarlberger Bekämpfung eines angeblichen  "Bettlerunwesens" soll hier mit zwei Materialien versachlicht und von Mythen befreit werden. 

Die ausschließlich ordnungspolitisch motivierten Maßnahmen Vorarlbergs stehen Haltungen engagierter Bürger und der Zivilgesellschaft gegenüber, die humanitäre Gesichtspunkte hervorheben und mit menschenrechtlichen Erwägungen argumentieren, welche die Lebens- und Bedarfslagen dieser Notreisenden ernst zu nehmen.
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Mittwoch, 8. Mai 2019

[ #Vermögensverteilung ] Die Verteilungsfrage. Von Reichtum, Krisen und Ablenkungsmanövern


Wie lebt es sich in der Ein-Promille-Gesellschaft? Wie schaut es jetzt eigentlich wirklich aus, mit dem Vermögen in Österreich? 

An welchen Schauplätzen des Verteilungskampfes geht es ans Eingemachte und: Mit welchen Ablenkungsmanövern wird das alles gerechtfertigt?
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Freitag, 25. Mai 2018

[ #Commons ] Commons - Neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung


Im Mittelpunkt steht hierbei, gemeinsam Ressourcen zu nutzen und zu pflegen, Regeln auszuhandeln, sich die Welt anzueignen, ohne sie in Besitz zu nehmen.

Aufbauend auf den Arbeiten der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom untersuchen die Autor_innen die Bedeutung der gemeinschaftlichen Organisation von Gemein- und Allmendegütern für gerechtere Gesellschaften, bessere Verteilung und mehr Teilhabe.
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Sonntag, 25. Februar 2018

[ #Armut ] Globalisierung und der Krise: Armut finanziert Reichtum


Für jeden US-Dollar, der in die Entwicklungsländer geht, fließen mehr als zwei Dollar wieder zurück in die Industriestaaten.

Der Mythos der hilfsbedürftigen Armen in den sogenannten Entwicklungsländern, die von der Wohltätigkeit des reichen Westens abhängig sind, wird mit einer neuen Studie ad absurdum geführt. Vielmehr bereichern sich die industrialisierten Staaten unter dem bestehenden Wirtschafts- und Finanzsystem auf Kosten der Menschen im globalen Süden.
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Samstag, 2. Dezember 2017

[ #Armut ] Studie: Soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Der Sachverhalt ist bereits seit 80 Jahren erforscht. Seit der legendären Marienthalstudie aus dem Jahre 1933. 
Diese war ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit. Berühmt wurden damit nicht nur Marie Jahoda, Paul Felix Lazarsfeld und Hans Zeisel. sie schufen damit einen Klassiker der empirischen soziologie über die Folgen von Arbeitslosigkeit. Die Studie zeigte die sozio-psychologischen Wirkungen von Arbeitslosigkeit auf und machte deutlich, dass Langzeitarbeitslosigkeit nicht – wie vielfach angenommen – zu Revolte, sondern viel häufiger zu passiver Resignation führt.
Daran ist man unwillkürlich erinnert, wenn man die Studie des Wissenschaftszentrums Berlin über "Soziale Ungleichheit und politische Partizipation in Deutschland" liest: Die Teilnahme an unterschiedlichen Formen der politischen Partizipation steigt mit der Verfügbarkeit von Einkommen und Bildung. In Deutschland führen soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung nicht zu einer gesteigerten Bereitschaft für Protest und politisches Engagement, sondern zu verstärkter politischer Apathie.

Die Ergebnisse sind im WZBrief Zivilengagement  so zusammengefasst:
  • Wer besser gebildet ist und ein besseres Einkommen hat, beteiligt sich stärker am politischen Prozess.
  • Informelles politisches Engagement ist sogar noch stärker die Sache einkommensstärkerer Gruppen.
  • Soziale Ungleichheit bei der politischen Partizipation kann die Legitimität demokratischen Regierens schwächen.
Schon in der Studie (WZBrief Zivilengagement 04 vom Oktober 2011) davor über das Engaement Arbeitsloser wird dargetan: 
  • Wer keine Arbeit hat, engagiert sich seltener.
  • Initiativen sind eher beratend als politisch aktiv.
  • Protest erheben fast nur Betroffene und ihr direktes Umfeld.
WZBrief Zivilengagement. Der WZBrief Zivilengagement  vom WZB (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) informiert aktuell und kompakt über ein Thema aus der Forschung zum Zivilengagement. Er erscheint mehrmals im Jahr in elektronischer Form. Er richtet sich an Experten und interessierte Praktiker in Politik, Vereinen, Kirchen, sozialen Initiativen und Medien.

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[ #engagement ] Entwicklungspsychologie: Fünfjährige sind sozialer

Wurzeln der Mildtätigkeit: Woher stammt unser gesellschaftliches Einverständnis, dass Arme bedürftig sind und deswegen Unterstützung bekommen sollten?

Wie eine Studie von Markus Paulus, Professor für Entwicklungspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) , zeigt, handeln bereits Fünfjährige wohltätig. Die Studie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Debatte, ob Mildtätigkeit ihre Wurzeln in der frühen kindlichen Entwicklung hat oder ob sie ein Produkt jahrelanger Sozialisation und Erziehung ist. Wie Paulus aktuell in der Fachzeitschrift Frontiers in Psychology berichtet, konnte er nun nachweisen, dass ihr Ursprung in der frühen Kindheit liegt.

Im Rahmen des Experiments erhielten drei- und fünfjährige Kinder mehrere Sticker, die sie an zwei Teddybären verteilen durften. Der „reiche“ Teddybär hatte ein Stickerheft voller Aufkleber, während im Heft des „armen“ Teddys nur ein paar klebten. Die Kinder erhielten bei mehreren Versuchsdurchläufen unterschiedliche Vorgaben, wie sie die Sticker verteilen konnten. Sie mussten sich zum Beispiel entscheiden, einem der Bären einen Sticker und dem anderen drei Sticker zu geben oder beiden gleich viel. Die Fünfjährigen gaben in allen Durchläufen dem armen Bären am meisten Sticker. Die Dreijährigen dagegen machten beim Verteilen in aller Regel noch keinen Unterschied, welcher Bär bereits viel oder wenig hatte. In diesem Alter zeigte sich sogar eine Tendenz, eher dem reichen Teddy gegenüber großzügig zu sein.

„Aus anderen Studien wissen wir, dass Fünfjährige sehr viel Wert auf Fairness legen und in einer Teilungssituation darauf achten, dass jeder gleich viel erhält. Sobald aber einer der Empfänger deutlich weniger hat, also arm ist, überwinden sie diese Neigung und teilen je nach der Bedürftigkeit des Empfängers: Sie geben dem Armen mehr“, sagt Paulus. Wie die Versuche mit Kindern unterschiedlichen Alters zeigen, entwickelt sich diese Fähigkeit zwischen drei und fünf Jahren. “Das zeigt, wie früh die Wurzeln menschlicher Wohltätigkeit angelegt sind, die in unserer Gesellschaft als Inbegriff von Mitmenschlichkeit gilt“, sagt Paulus.

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Freitag, 1. Dezember 2017

[ #Wohnen ] Wege in die Wohnungslosigkeit

Berlin, Schlafsaal im Obdachlosen-Asyl -
Quelle: Deutsches Bundesarchiv Koblenz via
 Wikimedia Commons

Wege in die Wohnungslosigkeit: eine qualitative Untersuchung

[Dissertation/PDF] Die Dissertation untersucht die Herkunft und Entwicklung von Wohnungslosigkeit. Hierzu wurden biographische Interviews mit über 30 wohnungslosen Männern aus München durchgeführt und ausgewertet.

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Donnerstag, 3. August 2017

[ #Armut ] Vögel als urbane Armutsindikatoren?

Vögel nur als Kunstwerk? (Bild: Ulmer Spatz, Wikimedia)
Sozialpolitik ist immer auch Umweltschutz, denn die Artenvielfalt in urbanen Landschaften korreliert direkt mit dem Einkommen der Bevölkerung. 

So überraschend ist das Ergebnis dieser Studie nicht, wie es die Autoren darstellen: Die ungleichmäßige Verteilung urbaner Biodiversität spiegelt die sozio-ökonomischen Gegebenheiten in der Stadt Leipzig wider. So ist die Vogelartenvielfalt in sozial schwächeren Gebieten oft geringer als in Gebieten mit überdurchschnittlich hohem Einkommen der Bevölkerung.
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Dienstag, 1. August 2017

WHO-Case-Studie: Wie reagieren Gesundheitssysteme auf Armut und soziale Ausgrenzung

Wie reagieren Gesundheitssysteme auf Armut und soziale Ausgrenzung (Poverty and social exclusion)? Aus Österreich wird das Team neunerHAUSARZT vorgestellt.

In 22 Fallstudien aus allen Teilen der Europäischen Region der WHO und in 3 Hintergrundkapiteln über Roma, Migranten und Kinder wendet sich diese Publikation der Frage zu, wie die Gesundheitssysteme den Bedürfnissen von Bevölkerungsgruppen gerecht werden können, die Armut und soziale Ausgrenzung erfahren und daher einem größeren Risiko unterliegen, ihres Rechts auf Gesundheit beraubt zu werden.

Team neunerHAUSARZT. An prominenter erster Stelle (6 ff) steht die Fallstudie aus Österreich, genauer gesagt, eigentlich nur aus Wien: "Austria: neunerHAUSARZT – demand-oriented health-care services for the homeless" (neunerHAUSARZT - Aufsuchende allgemeinmedizinische Versorgung für obdachlose Menschen) von Michael Fuchs, Christine Reidl und Gabriele Schmied vom European Centre for Social Welfare Policy and Research. Die AllgemeinmedizinerInnen des Teams neunerHAUSARZT bieten durch ihre aufsuchende Arbeit in den Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe eine niederschwellige Versorgungsstruktur an. Ein medizinisches Betreuungsangebot, das es bisher nicht gab.

Fallstudien. Die Studien zeigen, dass einige soziale Bedingungen Menschen besonders anfällig machen; wie Interventionen helfen, die Gesundheitsdienste zugänglicher, verfügbarer, akzeptierter und insgesamt effektiver zu machen und wie das Gesundheitssystem durch seine vier Funktionen (Steuerung, Leistungserbringung, Finanzierung und Ressourcenerzeugung) auf die Bewältigung gesellschaftlich bedingter gesundheitlicher Benachteiligungen hinwirkt.

Die Fallstudien erweisen ihren Wert darin, dass sie die Lage in den Ländern aufzeigen, diesen das Lernen von einander ermöglichen und dadurch die Gesundheit der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Bevölkerung verbessern, wie dies vom WHO-Regionalkomitee in Resolution EUR/RC52/R7 zu Armut und Gesundheit gefordert wurde.

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Montag, 30. November 2015

[ #SozialeSicherheit ] Altersarmut made in Vorarlberg


Zum Lesen Grafik anklicken
In Vorarlberg leben ~ 85.000 PensionistInnen. 

Ungleichgewicht. Das sind um 15.000 mehr als vor zehn Jahren. Rund 74.000 sind in der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeitnehmer, 11.000 bei den Selbständigen versichert. Sie erfahren keine Gleichbehandlung. Die Pensionsbezieher aus dem Stand der Arbeitnehmer in Vorarlberg haben die niedrigsten Pensionen, die der Selbständigen in Vorarlberg die höchsten Österreichs.
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Montag, 22. September 2014

Die Armen als Plansoll im Bundes-Abfallwirtschaftsplan

Leitfaden für die Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen

Lebensmittel werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette weggeworfen. Nach Schätzungen von Experten werden zwischen 10 und 40 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion nicht verzehrt1, sondern aus unterschiedlichen Gründen entsorgt. Neben nicht mehr genießbaren Produkten werden auch solche zur Entsorgung bereitgestellt, die noch einwandfrei für den menschlichen Verzehr geeignet sind, jedoch aus verschiedenen Ursachen als nicht mehr marktgängig eingestuft oder in Haushalten nicht konsumiert werden.

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