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Freitag, 9. September 2022

[ #Inclusion ] Buch der Begriffe: Wörterbuch zu Behinderung und Integration


"Die Begriffe, die man sich von was macht, sind sehr wichtig. Sie sind die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann." sagt Bert Brecht. 

Und so ist das "Buch der Begriffe" ein ungewöhnliches Wörterbuch zu Fragen von Behinderung und Integration, eine Griffleiste - wenn man bei Bert Brecht bleiben will. Gedacht ist es nicht zuletzt für Journalisten und Interessierte aus der Medienbranche, die sich hier Basiswissen für publizistische Arbeiten abseits der Klischees holen können. Heute in den Tagen des Bürgerjournalismus ist es eigentlich ein Must für die Blogger. Den Barrierefreiheit ist zuerst auch eine Frage der Sprache.
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Dienstag, 17. August 2021

[ #Disability ] "Index für Inklusion" in der Fassung für Tageseinrichtungen für Kinder


Inklusion ist die konsequente Weiterführung von Integration. Während der Begriff „Integration“ nahe legt, darunter das Hereinnehmen eines Kindes in ein bestehendes System zu verstehen, ohne das System substantiell zu verändern, geht Inklusion davon aus, dass das Recht aller Kinder auf gemeinsame Bildung und Erziehung nur durch einen umfassenden Reformprozess zu realisieren ist. 

Schulen wie Kindertagesstätten müssen so ausgestattet werden, dass sie kein Kind aussondern. Alle - Kinder, Jugendliche, Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern, Verwaltung, Politik – tragen dazu bei, dass Inklusion gelingt.

Der Index ist keine Ergänzung der vielen Aktivitäten, die in Tageseinrichtungen für Kinder stattfinden, sondern ein Weg, diese nach inklusiven Maßstäben zu gestalten. Er stützt die Entwicklung von Spiel, Lernen und Partizipation, indem er zum besten Einsatz der verfügbaren Ressourcen ermutigt, Barrieren in der Einrichtung selbst verringert und eine Kultur der Zusammenarbeit aufbaut. Er fördert die aktive Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei ihrem selbstgesteuerten Lernen und Spiel, wobei er auf ihren häuslichen Erfahrungen und Kenntnissen aufbaut. Der Index kann zu dauerhaften Verbesserungen beitragen, indem er die Entwicklung der Einrichtung skultur unterstützt und Hilfen gibt bei der Klärung von Zielen der Aktivitäten.


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Montag, 28. Juni 2021

[ #Inclusion ] Index für Inklusion: Lernen und Teilhabe in der Schule


Inklusion: Alle Kinder willkommen heißen!

Der Index for Inclusion wurde in England entwickelt und vom CSIE herausgegeben. Er liegt mittlerweile in vielen Sprachen vor: u.a. Versionen auf Arabisch, Baskisch, Bosnisch / Kroatisch / Serbisch, Bulgarisch, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Französisch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Katalanisch, Maltesisch, Norwegisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch, Urdu, Vietnamesisch, Walisisch sind in Nutzung oder in Vorbereitung.

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Sonntag, 12. April 2020

[ #Inclusion ] Übungen: Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung


"Integration - Übungen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung"  will Lehrer/innen, Erzieher/innen, Ausbilder/innen, Sozialpädagog/innen und anderen in der schulischen und freien Jugendarbeit Tätigen einen Einstieg in das Thema bieten. Besonders wendet sich die Handreichung an Pädagog/innen, die mit so genannten benachteiligten Jugendlichen in berufsausbildenden oder berufsvorbereitenden Institutionen arbeiten, eine Zielgruppe, für die es zu wenig geeignetes Material gibt.
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Sonntag, 29. März 2020

[ #Handicap ] 10 Knigge-Tipps zum respektvollen Umgang mit behinderten Menschen


Nichtbehinderte Menschen sind im Umgang mit Menschen mit Behinderungen oftmals selbst blind, taub und unbeholfen. 

Sie reduzieren den Menschen allein auf dessen Beeinträchtigung. Plumpe Neugier, bestürztes Mitleid und bevormundende Hilfsbereitschaft sind oftmals die Folgen. Was vielleicht gut gemeint war, ist letztlich oft verletzend oder diskriminierend.
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Mittwoch, 12. Juni 2019

[ #Inclusion ] Inklusive Bildung: Die UN-Konvention und ihre Folgen


(eBook/PDF) Unter dem Begriff "Inklusion" gibt es seit Jahren einen neuen qualitativen Aspekt in der Bildungspolitik. 

Es geht dabei zunächst nicht um vordergründige Maßnahmen, sondern um ein neues Denken. Denn die UN-Konvention mit den dazu gehörigen operativen Ergänzungen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verlangt nach grundsätzlichen und nachhaltigen Überlegungen.

Das Netzwerk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer Veranstaltung am 17. Mai 2010 in Berlin die praktischen und theoretischen Aspekte der Inklusion diskutiert. 


Eine Publikation (kostenloser Download siehe weiter unten) dokumentiert die im Rahmen der Veranstaltung vorgetragenen Positionen.

Am 13. Dezember 2006 wurde von der UN-Vollversammlung die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet (auch Behindertenrechtskonvention genannt, kurz: BRK). Am 26. September 2008 wurde die "Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - Behindertenrechtskonvention (BK)" von Österreich ratifiziert. Mit der Unterschrift auf dieser ersten Menschenrechtskonvention des 21. Jahrhunderts verpflichtet sich Österreich, die Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Sie bedeutet einen entscheidenden Schritt in Richtung Gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie stellt eine neue Menschenrechtsgrundlage dar.

Die BRK umfasst alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens; die für uns entscheidenden Forderungen sind:
  • Es muss ein inklusives Bildungssystem hergestellt werden
  • Es muss ein inklusiver, offener und für ALLE Menschen mit Behinderungen zugänglicher Arbeitsmarkt entstehen
  • Diagnoseinstrumente dürfen lediglich der Feststellung individueller Bedarfe dienen, jedoch nicht der Aussonderung zwecks angeblich besserer Förderung in Sonderinstitutionen.
  • Es müssen geeignete Vorkehrungen zur Inklusion / zur Nichtaussonderung von Menschen mit Behinderungen getroffen werden.
  • Die Vertretungsverbände sind an der Umsetzung der Konvention zu beteiligen.
INHALT zur Vororientierung:
  • Einführung Rolf Wernstedt
  • Convention on the Rights of Persons with Disabilities
  • Zehn Punkte
  • Die gesetzlichen Grundlagen inklusiver Bildung Marianne Hirschberg
  • Zur Situation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland Karin Evers-Meyer
  • Inclusive Education in Europe Ingrid Körner
  • Zwischen Integration und Inklusion: Die Situation in Deutschland Ute Erdsiek-Rave
  • Die Folgen der UN-Konvention und die Vorteile inklusiver Bildung aus Elternsicht Camilla Dawletschin-Linder
  • Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen. Aus Erfahrung und Forschung lernen Ulf Preuss-Lausitz
  • Notwendige Bedingungen bei der Umsetzung von Inklusion Andreas Hinz
  • Auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem – Das Beispiel Bremen Cornelia von Ilsemann
  • Inklusive Bildung – kann sie glücken? Aus 14jähriger Praxis im Berliner Wedding Karin Babbe
  • Waldhofschule Templin – Eine Schule für alle.
  • Von der Integration auf dem Weg zur inklusiven Schule Wilfried W. Steiner

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Freitag, 7. Juni 2019

[ #Disability ] Online-Handbuch: Inklusion als Menschenrecht


Inklusion bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt werden darf. 

Als Menschenrecht ist Inklusion unmittelbar verknüpft mit den Ansprüchen auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Damit ist Inklusion sowohl ein eigenständiges Recht, als auch ein wichtiges Prinzip, ohne dessen Anwendung die Durchsetzung der Menschenrechte unvollständig bleibt.
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Mittwoch, 6. Dezember 2017

[ #Inclusion ] T-Kit: Soziale Integration

T-Kit ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Training Kit“.  

T-Kit als Werkzeug, das jeder  Jugendbetreuer und Trainer einsetzen kann und theoretische und praktische Instrumente für die Arbeit anbieten, die beim Training von Jugendlichen eingesetzt werden können. Die T-Kit Reihe ist im Rahmen des Partnerschaftsprogramms zum Training von Jugendbetreuern / Jugendbetreuerinnen entstanden, das von der Europäischen Kommission und dem Europarat durchgeführt wird.

Wenn Jugendbetreuerinnen und -betreuer und Jugendorganisationen die am stärksten benachteiligten Jugendlichen nicht erreichen und in ihre Aktivitäten einbinden können, wo gibt es dann für diese Jugendlichen eine Möglichkeit, von den nicht-formalen Lernerfahrungen zu profitieren, die solche  Aktivitäten bieten? 

Wie sonst können die am stärksten ausgegrenzten Jugendlichen sich mit anderen jungen Menschen und Erwachsenen an denjenigen Projekten beteiligen, die ihnen in unserer Gesellschaft offen stehen? Und
wo werden gefährdete Jugendliche außerhalb der formalen Strukturen, die ihnen nicht immer optimal entgegenkommen, Ermutigung und Unterstützung zum Aufbau von Selbstwertgefühl und Vertrauen
finden? Wo werden die am stärksten isolierten Jugendlichen ohne solche umfassende Integration die notwendigen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen entwickeln für die Herausforderung, andere zu vertreten? Und welche Zukunft würde Europa ohne diese Integration verlieren? Wie also können Jugendbetreuerinnen und -betreuer und Jugendorganisationen integrationsorientiert arbeiten? Um diese Fragestellung auszuloten und anzugehen, bietet dieses T-Kit sowohl konzeptionelle Anregungen als auch praktische Instrumente und Hilfen.


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt:
Vorwort der Europäischen Institutionen
1. Einleitung
1.1 Die Zukunft Europas:  Jugendliche, Integration und Partizipation
1.2 Nutzen und Herausforderung integrativer Arbeit
2. Definitionen
2.1 Schwierigkeiten der Wortwahl
2.2 Wer sind benachteiligte Jugendliche?
3. Alle erreichen
3.1 Hindernisse
3.2 Partizipationsgründe für Jugendliche
3.3 Motivation
3.4 Attraktive Aktivitäten
4. Jugendliche und ihr Umfeld.
4.1 Jugendliche in ihrem sozialen Umfeld
4.2 Partnerschaften aufbauen
4.3 Verschiedene Arbeitszusammenhänge
5. Nicht-formale Bildung als Mittel zur Integration von allen
5.1 Nicht-formale versus formale Bildung und Berufsausbildung
5.2 Jugendarbeit mit benachteiligten Jugendlichen
6. Integrationsorientierte Jugendarbeit in der Praxis
6.1 Ethische Werte
6.2 Schrittweises Vorgehen
6.3 Vertrauen aufbauen
6.4 Selbstwertgefühl entwickeln
7. Einige spezielle Ansätze
7.1 Peer Education
7.2 Der Vertragsansatz
7.3 Konfliktmanagement
8. Praktischer Teil – Übungen
8.1 Benachteiligte Jugendliche
8.2 Das Gefühl sozialer Ausgrenzung
8.3 Aufbau von Vertrauen und Selbstwertgefühl
8.4 Konfliktmanagement
8.5 Partnerschaften aufbauen
8.6 Peer Education
9. Weiterführende Literatur
10. Die Autorinnen und Autoren

Donnerstag, 10. August 2017

[ #Handicap ] Barrierefrei wandern in Vorarlberg

Mobilitätsbehinderte Menschen erleben im Alltag so viele Einschränkungen, dass es viele schon aufgegeben haben, an ein vergnügliches Wandern mit Rolli zu denken.

Das gilt vor allem für jene, die mit ihren Behinderungen von vorneherein nicht an sportliche Leistungen denken können, mit denen einzelne als Handbiker über hunderte Kilometer oder gar als Paralympiksieger von sich reden machen. Die große Mehrzahl ist bei Ausflügen auf kurze und möglichst asphaltierte Strecken und sehr oft auf Begleitpersonen angewiesen.

Erfahrungsgemäß ist es auch bei bescheidenen Ansprüchen nicht einfach, auf geeigneten Wegen in reizvolle Landschaften zu kommen und sich dabei einige Abwechslung zu gönnen. Nicht zu unterschätzen sind nebenbei Fragen nach rollstuhltauglichen öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkehrmöglichkeiten, Freizeiteinrichtungen und Toiletten.

Vorarlberg verfügt aber auch dank seiner Rad- und Wanderwege über relativ günstige Voraussetzungen, bestehende Wege als Rollstuhlwanderwege zu nützen.

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Dienstag, 25. Juli 2017

[ #Handicap ] UN-BEHINDERTENKONVENTION Handbuch für Abgeordnete

Das Handbuch wurde von der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (UN-DESA), dem Amt der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) und der Interparlamentarischen Union (IPU) gemeinsam erstellt.
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[ #Inclusion ] Politik-Hotspot: Kommunaler Index für Inklusion für Organisationen und Einrichtungen

Die Idee, den Index für Schulen auf die Arbeit im Gemeinwesen anzuwenden, kommt aus dem britischen Suffolk: Dort hat man ein Handbuch entwickelt, um inklusives Handeln in allen kommunalen Bereichen umzusetzen.

Diese Initiative wurde für den deutschsprachigen Raum mit diesem Arbeitsbuch aufgegriffen, um Mitglieder aller Arten von Einrichtungen zu unterstützen, unter aktiver Beteiligung aller inklusives Handeln anzustreben und sich an dieser gemeinsamen Leitidee zu orientieren.
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Dienstag, 20. Juni 2017

[ #Kommunalpolitik ] Interkulturelles Zusammenleben und Integration als kommunalpolitische Herausforderung

Österreich ist de facto zu einem Einwanderungsland geworden. Interkulturalität und Integrationspolitik wurden damit auch zu gesellschaftspolitisch "heißen" Themen.

Integrationspolitik erfordert auch Maßnahmen auf Gemeindeebene, denn Integration findet im Sinne des täglichen Zusammenlebens in der Gemeinde, im Stadtteil, im Wohnviertel statt.

Größere Städte und mittlere Gemeinden mit einem höheren Anteil ausländischer StaatsbürgerInnen erkennen nach Jahrzehnten der Zuwanderung die Wichtigkeit einer aktiven Integrationspolitik.

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Sonntag, 31. Juli 2016

[ #Migration ] Falsche Integrationspolitik ist ein Milliardengrab

Österreichs entgangene Gewinne wegen unzureichender sozialer Integration von EinwanderInnen gehen in die Milliarden.

Eine Studie des Österreichischen Städtebundes Studie bietet Anregungen, wie Kommunen einerseits Argumente zur Verwendung öffentlicher Mittel für Integrationsmaßnahmen finden können. Andererseits belegen die angeführten Zahlen, dass die Integrationsmaßnahmen der Kommunen nicht nur für diese selbst, sondern auch für Länder und Bund gewaltige positive fiskalische Effekte erzeugen würden.

Milliardenverbrennung. Die Ertragsanteile, die Reduktion der Sozialkosten und die Kommunalsteuer ergeben eine Gesamtsumme von rund € 1.348 Millionen. Davon entstehen rund 41 Prozent in Wien, weitere rund 12 Prozent in den anderen Städten mit Bevölkerung über 100.000, rund 25 Prozent in Gemeinden mit Bevölkerung zwischen 3.000 und 20.000, etwa 10 Prozent in Gemeinden mit Bevölkerung zwischen 20.000 und 100.000 und rund 11 Prozent in Gemeinden mit Bevölkerung bis 3.000.

Als Potenzial an zusätzlichen Einnahmen und verringerten Ausgaben allein der Gemeinden errechnen sich € 1,348 Milliarden jährlich. Sie setzen sich zusammen aus:
  • € 23 Millionen aus der Lohnsteuer infolge des Aufstiegs der beschäftigten EinwanderInnen bzw. Kinder von EinwanderInnen in adäquatere Beschäftigung; dieser Betrag ist eher ein Minimum; ein rund achtmal so großer Betrag käme dem Bund und den Ländern zu
  • € 382 Millionen aus der Lohnsteuer infolge der Nachbesetzung eines großen Teils der Tätigkeiten, welche die AufsteigerInnen bisher innehatten, von denen bis zu € 130 Millionen durch neue Beschäftigung von Personen beigesteuert werden, die bisher für sich keine Chancen am Arbeitsmarkt sehen konnten (Vertrauenseffekt); ein rund achtmal so großer Betrag käme dem Bund und den Ländern zu
  • € 553 Millionen aus der Umsatzsteuer infolge höherer Ausgaben, die durch die gestiegene Lohnsumme möglich werden, teils finanziert aus gesteigerter Kreditwürdigkeit; ein rund achtmal so großer Betrag käme dem Bund und den Ländern zu
  • € 338 Millionen aus der Kommunalsteuer infolge der erhöhten Lohnsumme
  • € 51 Millionen durch verringerte direkte Sozialausgaben

Die Berechnungen zeigen, dass sich durch die adäquatere Beschäftigung der bereits jetzt beschäftigten EinwanderInnen und ihrer Kinder (Aufstiegseffekt) sowie durch die daraus sich ergebende Notwendigkeit, auf ihren bisherigen Arbeitsplätzen neues Personal einzustellen (Nachbesetzungseffekt) € 406 Millionen an Ertragsanteilen gewinnen. Dazu kommen weitere € 553 Millionen aus der Umsatzsteuer und € 338 Millionen aus der Kommunalsteuer sowie € 51 Millionen aus verringerten direkten Sozialtransfers, zusammen € 1.348 Millionen an jährlichen Einkünften für die Gemeinden,also etwa 5 Prozent der Einnahmen der Gemeinden im Jahr 2011.

Dies sind die jährlichen Kosten der gegenwärtigen Situation. Sie verteilen sich, ähnlich über die Gemeindegrößenklassen und Städte wie die Bevölkerung mit im Ausland außer Deutschland geborenen Eltern. Den kleineren Gemeinden entgeht etwas weniger, den größeren etwas mehr als es ihrem Anteil an der Bevölkerung mit im Ausland außer Deutschland geborenen Eltern entspräche. Das liegt zur Gänze an der Verteilung der entgangenen Kommunalsteuer.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller informativer Blick auf das Inhaltsverzeichnis: 
Vorwort 5
1. Einleitung 10
 1.1. Grundgedanke
 1.2. Ziel der Untersuchung 10
 1.3. Wie werden Gemeinden finanziert?
2. Definition der Daten 12
 2.1. Definitionen 12
 2.2. Die Daten 12
 2.2.1. Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 12
 2.2.2. EU-SILC 14
 2.3. Die Kategorisierung der Bevölkerung 15
3. Die aktuelle SItuatIon 17
 3.1. Beschäftigung und Arbeitsuche 17
 3.1.1. Wie groß sind die Unterschiede bei der Beschäftigung? 17
 3.1.2. Wie häufig ist selbständige Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft? 20
 3.1.3. Wie groß sind die Unterschiede bei der Arbeitslosigkeit? 21
 3.1.4. Mehr Beschäftigung, weniger Suche nach Beschäftigung? 23
 3.1.5. Die beruflich inaktiven Frauen waren überwiegend schon in Beschäftigung 24
 3.1.6. Weniger Beschäftigung infolge geringerer Bildung? 24
 3.1.7. Welchen Einfluss hat die Bildung am Arbeitsmarkt? 27
 3.2. Wovon ist die Beschäftigungswahrscheinlichkeit abhängig und wie sehr? 33
 3.2.1. Die Rückführung der Beschäftigung auf eine Reihe von Einflüssen 30
 3.2.2. Treffen die Erwartungen grundsätzlich zu? 30
 3.2.3. Frauen: Bildung aus dem Ausland hilft bei der Arbeitsuche bisher gar nicht 34
 3.2.4. Eindeutiger Engpass bei der Kinderbetreuung 37
 3.2.5. Männer sind bei der Arbeitsuche weniger im Nachteil als Frauen 38
 3.2.6. Frauen: Bei Bildung aus dem Inland geringe Unterschiede 39
 3.2.7. Männer: Nachteile am Arbeitsmarkt trotz Bildung aus dem Inland 41
 3.3. Bildungserwerb im Inland nach Bildungsabschluss im ausland 43
 3.3.1. Das Regelschulwesen 43
 3.3.2. Teilnahme an beruflicher Weiterbildung, oder: Wer hat, dem wird gegeben 44
 3.4. Bildungserwerb der Jugendlichen 44
 3.5. Inadäquate Beschäftigung 53
 3.5.1. Beschäftigung in Hilfs- und Anlerntätigkeiten 53
 3.5.2. Beschäftigung in Berufen mit geringerem Bildungsgehalt 56
 3.6. Woran entscheidet sich die berufliche Position? 59
 3.6.1. Vorgehensweise bei der Beantwortung der Frage 59
 3.6.2. Die Ergebnisse 60
 3.7. Verteilung der Bevölkerung über die Gemeindegrößenklassen und städte 639
4. Verbesserung der finanziellen situation der Gemeinden durch Verbesserung der Integration 67
 4.1. Ziel des Untersuchungsteils 67
 4.2. Erwartungen aufgrund bisheriger Studien 67
 4.2.1. Bertelsmann-Studie 67
 4.2.2. Die deutsche Studie ist vom Konzept her wenig zufriedenstellend 68
 4.2.3. Studien über Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts 71
 4.3. Vorgehensweise 71
 4.3.1. Fünf Effekte 71
 4.3.2. Ertragsanteile: Zwei Datenkörper und die Berufsangabe als Brücke zwischen ihnen 72
 4.3.3. Verringerung der direkten kommunalen Kosten von Beschäftigungslosigkeit und niedrigen Einkommen 74
 4.3.4. Die Ermittlung des beruflichen Potenzials der Beschäftigten 75
5. Fiskalische Ergebnisse 79
 5.1. Effekt 1: die Realisierung des beruflichen Potenzials der aktuell Beschäftigten 79
 5.1.1. Mobilitätseffekt: Die Größe des Unterschieds 79
 5.1.2. Wichtiger als die Bildung ist ihre Verwertung 79
 5.2. Effekt 2: der Nachbesetzungseffekt 83
 5.3. Effekt 3: der Vertrauenseffekt 84
 5.4. Effekt 4: der Verbreiterungseffekt 85
 5.5. Effekt 5: der Kaufkrafteffekt 86
 5.6. Summe Ertragsanteile und reduzierte Sozialkosten 86
 5.7. Zuwächse bei der Kommunalsteuer 87
 5.8. Die möglichen Zuwächse in Summe 90
6. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die Schlüsse daraus 93
 6.1. Der fiskalische Befund 2008 – 2011 93
 6.1.1. Fiskalische Potenziale für die Gemeinden 93
 6.1.2. Mindestens  23 Millionen € Aufstiegseffekt 94
 6.1.3. € 382 Millionen Nachbesetzungseffekt 94
 6.1.4. Der Vertrauenseffekt 95
 6.1.5. € 553 Millionen Kaufkrafteffekt 95
 6.1.6. € 338 Millionen Kommunalsteuer 95
 6.1.7. € 51 Millionen geringere direkte Sozialtransfers 96
 6.2. Mittel und Ansatzpunkte 96
 6.2.1. Ansatzpunkte 96
 6.2.2. Gleiche Bildung, ungleiche Chancen 97
 6.2.3. Ungleichheit beim Zugang zu Kinderbetreuung 98
 6.2.4. Bildungserwerb der Jugendlichen 99
 6.2.5. Über die Wirkungen besserer Deutschkenntnisse wissen wir … nichts 101
 6.3. Einige realisierungsnahe Indikatoren für Städte und Gemeindegrößenklassen 102
 6.3.1. Die Auswahl der Indikatoren 102
 6.3.2. Gemeinden mit Bevölkerung zwischen 20.000 und 30.000 (im Jahr 2001) 104
 6.3.3. Gemeinden mit Bevölkerung zwischen 10.000 und 20.000 (im Jahr 2001) 106
 6.3.4. Gemeinden mit Bevölkerung zwischen 5.000 und 10.000 (im Jahr 2001) 108
 6.3.5. Gemeinden mit Bevölkerung zwischen 3.000 und 5.000 (im Jahr 2001) 110
 6.3.6. Gemeinden mit Bevölkerung unter 3.000 (im Jahr 2001) 112
7. Literaturverzeichnis 115
8. Anhang 119
 8.1. Logistische Regression der Beschäftigung ja/nein 119
 8.2. Lineare Regression des persönlichen Einkommens auf den Bildungsgehalt des Berufs 121
 8.3. Lineare Regression der Sozialtransfers auf den Bildungsgehalt des Berufs 122
 8.4. Lineare Regression des Bildungsgehalts des Berufs 123
 8.5. Lineare Regression des Bildungsgehalts des Berufs für die Blinder-Oaxaca-Zerlegung 125

Mittwoch, 13. Juli 2016

[ #Inclusion ] Kostenloser neuer PDF-Reader (nicht nur) für Sehbehinderte

Eine wichtige Innovation für sehbehinderte Menschen hat der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Zugang für alle“ und dem Dienstleister xyMedia entwickelt. Dank dem „VIP-Reader“ wird ein bisher unüberbrückbares Problem für Sehbehinderte beim Lesen und Arbeiten mit PDF-Dokumenten überwunden. Diese Innovation steht Windows-, MAC- und Linux-Anwendern kostenlos zur Verfügung.

Nun gibt es eine Lösung: Mit dem neuen VIP-PDF-Reader (VIP steht für „Visually Impaired People“) hat der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen SZB mit seinen Partnern eine assistive Technologie entwickelt, die PDFs für Sehbehinderte leichter lesbar macht. Der «VIP-Reader» filtert den Text aus einem fertigen PDF und zeigt ihn auf einer benutzerfreundlichen Fläche an. Der Text kann beliebig vergrössert und kontrastiert werden und wird automatisch umgebrochen; das bedeutet, der Text wird immer auf die Bildschirmgrösse angepasst. Die Lesereihenfolge wird korrekt angezeigt, weil Spalten chronologisch unter - statt nebeneinander - erscheinen. Bilder, Logos, Grafiken und Tabellen sind in Form von Icons an den entsprechenden Stellen vorhanden und können bildschirmfüllend in einem separaten Fenster angeschaut werden.

Barrierefreies Formatieren ist noch besser. Optimal erkennt der «VIP-Reader» barrierefreie PDF-Dokumente. Diese weisen unsichtbare Zusatzinformationen – sogenannte „Tags“ – auf. Überschriften, normale Absätze, Listen, Tabellen, Links und Bilder mit Legenden oder Alternativtexten zählen zu den wichtigsten Inhalten der Tags. Korrekt ausgetaggte, barrierefreie PDF-Dokumente stehen für Qualität und bringen grossen Nutzen für alle am PC arbeitende Anwenderinnen und Anwender. Barrierefreie PDF-Files ermöglichen das Anpassen der Ansicht an verschiedene Ausgabegeräte, beispielsweise solche mit einer Sprachausgabe oder den Kleinstbildschirmen moderner Devices wie Smartphones und Mini-Tablets.

PDF-Dokumente korrekt zu formatieren heisst daher, auch selbst einen Beitrag für ein barrierefreies Internet zu leisten! Daher bietet der SZB zusätzlich zum Download des VIP-PDF-Readers eine Handreichung, wie aus dem Quelldokument – zum Beispiel einem Word-Dokument oder einem InDesign-File – ein barrierefreies PDF-Dokument durch korrektes Formatieren einfach erstellt werden kann.

PDF-Accessibility-Checker (PAC 1.3). PAC testet PDF-Dateien rasch bezüglich Barrierefreiheit. PAC dient der Unterstützung von Experten- und Betroffenen-Tests bei der Beurteilung.

Die neue, überarbeitete Version 8/2012 zeichnet sich durch eine deutlich verbesserte Programmstabilität aus und bessere von aus Adobe InDesign erstellte PDF-Dokumente. Ausserdem wurden zahlreiche Fehler behoben, die etwa zu unerwarteten Abstürzen geführt hatten. Die PDF-Überprüfung wurde weiter verbessert, damit PAC Sie noch besser bei der Erstellung barrierefreier Dokumente unterstützen kann. PAC wird vom W3C für die Prüfung von PDF-Dokumenten nach WCAG 2.0 empfohlen (PDF Techniques for WCAG 2.0).

Prüfkriterien. PAC testet diese 14 Kriterien in PDF-Dokumenten:
Dokument als getaggt markiert
Dokumenttitel vorhanden
Dokumentsprache definiert
Zulässige Sicherheitseinstellung
Tab folgt Dokumentstruktur
Dokument konsistent gegliedert
Lesezeichen vorhanden
Zugängliche Zeichencodierungen
Inhalt vollständig getaggt
Logische Lesereihenfolge
Alternativtexte vorhanden
Korrekte Syntax von Tags/Rollen
Ausreichend Kontrast bei Text
Leerzeichen vorhanden

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Sonntag, 3. Januar 2016

[ #Inclusion ] Untersuchungsergebnisse und Praxistipps zum Thema „Inclusion through Employabilty“

Die Publikation „Inclusion through Employabilty. Youth work approaches to unemployment“ beinhaltet die wichtigsten Ergebnisse einer Untersuchung zum Thema `Jugendbeschäftigung und soziale Ausgrenzung`. 

Aufgezeigt werden erfolgreiche Kriterien für Projekte im Bereich Beschäftigung für benachteiligte Jugendliche. Somit wendet sich dieser Bericht an Fachkräfte, die Jugendliche beim Übergang in Arbeit unterstützen, und liefert Anregungen für erfolgsversprechende Aktivitäten.

Der Bericht beginnt mit der Klärung einiger Schlüsselbegriffe in Bezug auf Jugend und soziale Ausgrenzung. Desweiteren werden die Bestrebungen der vergangenen Jahre im Bereich Jugendbeschäftigung auf EU-Ebene beschrieben sowie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Ferner enthält der Bericht einen Überblick über entscheidende Entwicklungen der europäischen Jugendpolitik. Das letzte Kapitel ist erfolgreichen Ansätze und Empfehlungen gewidmet, die Fachkräften dabei helfen sollen, benachteiligte Jugendliche effektiv beim Übergang in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

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Table of Contents
Executive summary   04
 Introduction 08
Who are the excluded young people?  10
 About youth 12
 About excluded youth  12
Trends in youth transitions 
 to employment in the EU   14
 Young people’s experiences of employment   16
 Factors of failure and success   18
 Impact of the current economic crisis 
 on youth employment   20
Recent developments in youth employment 
 policy in the EU  24
European Employment Strategy  26
 Youth on the Move and Europe 
2020 Strategy   26
 New Skills for New Jobs   27
 European Parliament resolution 28
 Strategy behind Youth in Action   29
Getting excluded youth into employment: 
 key effective approaches 30
 Involvement and participation  32
 Holistic Coordination and Governance 
 Non-Formal Learning  39
 Entrepreneurship  46
References    52
Annex  58
 Acknowledgements 60