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Donnerstag, 29. April 2021

[ #Disability ] Leitfaden: Barrierefreiheit im Straßenbau - Design für Alle


Nordrhein-Westfalen hat einen Leitfaden zur Barrierefreiheit im Straßenbau aufgelegt.

Abgesehen von den regionalen Rechtsvorschriften kann der Leitfaden auch überall anderswo ein nützlicher Helfer für Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sein.

Der öffentliche Straßenraum soll für alle Bürgerinnen und Bürger möglichst barrierefrei gestaltet sein. Dabei spielen auch die Belange von Menschen mit Behinderungen eine wichtige Rolle. Im Detail ist dieser Anspruch nicht immer leicht umzusetzen: Für sehbehinderte oder blinde Menschen gelten andere Anforderungen als für motorisch eingeschränkte Menschen. Gleichzeitig sollen auch die Belange nicht Behinderter berücksichtigt werden.

Grundsatz. Im Sinne des „Design for all“ soll der Verkehrsraum den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer genügen. Daher sind auch die Belange aller mobilitätseingeschränkten Menschen gleichberechtigt zu berücksichtigen, zu denen neben den behinderten Menschen (mobilitätsbehindert im engeren Sinne) auch die Menschen mit reisebedingter und altersbedingter Mobilitätsbehinderung (im weiteren Sinne)  zählen.


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Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

1 Vorwort 5 2 Rechts- und Arbeitsgrundlagen 7 2.1 Rechtsgrundlagen 7 2.2 Normungen, Richtlinien, Regelwerke 8 2.3 Abwägung zur barrierefreien Straßenraumgestaltung 9 2.3.1 Grundsatz 9 2.3.2 Innerorts 10 2.3.2.1 Umfassende Barrierefreiheit (Musterskizzen „I“) 10 2.3.3 Außerorts 10 2.3.3.1 Umfassende Barrierefreiheit (Musterskizzen „B“) 10 2.3.3.2 Bedingte Barrierefreiheit (Musterskizzen „A“) 10 3 Rolle von Straßen.NRW 11 3.1 Veranlassung 11 3.2 Kontakt zu anderen Behörden/Behindertenvertretern 11 3.2.1 Umgang mit Standards Anderer 11 3.2.2 Dokumentation 12 3.3 Sicherheitsaudit 12 4 Materialien, Begriffsbestimmungen und allgemeine Regelungen 13 4.1 Materialien/Einzelelemente 13 4.1.1 Rippenplatten 13 4.1.2 Noppenplatten 14 4.1.3 Markierung 15 4.1.4 Borde an Querungsstellen 15 4.2 Begriffsbestimmung und allgemeine Regelungen 17 4.2.1 Bodenindikator 17 4.2.1.1 Leitlinie (Leitlinie) 17 4.2.1.2 Leitstreifen (Leitstreifen) 18 4.2.1.3 Begleitstreifen (Begleitstreifen) 18 4.2.1.4 Aufmerksamkeitsfeld (Abzweigefeld) 19 4.2.1.5 Aufmerksamkeitsstreifen (Auffindestreifen)20 4.2.1.6 Richtungsfeld (Richtungsfeld) 20 4.2.1.7 Sperrfeld (Sperrfeld) 21 4.2.1.8 Distanzstreifen (-) 22 4.2.1.9 Auffangstreifen (Auffindestreifen) 22 4.2.1.10 Auffangfeld (-) 23 4.2.1.11 Einstiegsfeld (-) 23 4.2.1.12 Begrenzungsstreifen (-) 24 4.2.1.13 Doppelquerung (Querung mit differenzierter Bordhöhe) 25 4.2.1.14 Gemeinsame Querung (Fußgängerfurt und Fußgängerüberweg mit 3 cm Bordhöhe) 25 5 Prinzipien der barrierefreien Planung 27 5.1 Prinzip 27 5.2 Zielkonflikt 29 6 Technische Gestaltung 30 6.1 Längsverkehr 30 6.2 Querungsbereiche 32 6.2.1 Innerorts 33 6.2.1.1 Umfassende Barrierefreiheit (Querungsbreite $ 2,50 m) 33 6.2.1.2 Umfassende Barrierefreiheit (Querungsbreite < 2,50 m) 36 6.2.2 Außerorts 37 6.2.2.1 Bedingte Barrierefreiheit (unabhängig von der Querungsbreite) 37 6.2.2.2 Umfassende Barrierefreiheit (Querungsbreite $ 2,50 m) 37 6.2.2.3 Umfassende Barrierefreiheit (Querungsbreite < 2,50 m). 38 6.2.2.4 Umfassende Barrierefreiheit im Zuge parallel laufender Rad-/Gehwege 38 6.2.3 Tabellarische und grafische Zusammenfassung barrierefreier Querungsstellen 39 6.3 Komplexe Knoten/Dreiecksinseln 41 6.4 Lichtsignalanlagen (LSA) 42 6.4.1 Lage von Signalmasten 42 6.4.2 Akustische Signalgeber 42 6.4.3 Taktile Signalgeber 42 6.4.4 Anforderungstaster 43 6.4.5 Freigabezeit und und Räumgeschwindigkeit 43 6.5 Bushaltestellen (Bucht/Kap) 44 6.6 Kreisverkehrsplatz 46 6.7 Radwege 48 6.8 Gleisanlagen/Bahnübergänge 50 6.9 Raststätten und P+R-Plätze 51 6.10 Notrufsäulen 51 6.11 Treppen 52 6.12 Rampen 53 6.13 Einbautoleranzen/Reinigung 54 7 Musterskizzen zur technischen Gestaltung 55 7.1 Inhaltsverzeichnis der Musterskizzen (Systematik und Beispielsammlung)

Dienstag, 12. September 2017

[ #raumplanung ] Alpine Siedlungsmodelle


Alpine Siedlungsmodelle | Städtebauliche Leitprojekte | Exemplarische Einzelqualitäten | Zeitgemäßes und ortsgerechtes Bauen im ländlich geprägten Raum

Der durchwegs ländlich geprägte Alpenraum war in den vergangenen Jahrzehnten einem enormen Erschließungsdruck ausgesetzt. Die Besonderheit und die Vielfalt der Kulturlandschaften wich einer zunehmenden Uniformität und anonymen Urbanisierung. Häufig bestimmen eben ingenieurtechnische Infrastrukturen (für Wassernutzung, Straße, Bahn) die Talräume, die alten Siedlungsstrukturen verkümmern zu marginalen Resten, die Kulturlandschaft vermindert sich. Technische Verbauungen müssen vermehrt die Talräume vor Erosion und Lawinen schützen.

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Dienstag, 21. März 2017

[ #Verkehr ] BODAN-RAIL 2020 - Ein vergessenes Eisenbahnkonzept um den Bodensee

Konkrete Vorschlägen für die Verknüpfung aller Bahnen rund um den Bodensee. Der Grossraum Bodensee - ein bedeutender Wirtschaftsraum mit rund 4.5 Mio. Einwohnern - wird durch Landesgrenzen zerschnitten. 

Der Grossraum Bodensee - ein bedeutender Wirtschaftsraum mit rund 4.5 Mio. Einwohnern - wird durch Landesgrenzen zerschnitten. Die Folge davon ist, dass die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen ungenügend sind und dem üblichen Standard der an den Bodensee angrenzenden Länder nicht entsprechen. Ohne einen Riesenschritt im Ausbau des öffentlichen Verkehrs wird sich diese Zunahme des Verkehrs im Bodenseeraum grösstenteils auf der Strasse abspielen. Dies hat sowohl für die Umweltqualität fatale Folgen, die Strasseninfrastruktur wäre dem gestiegenen Aufkommen auch nicht gewachsen. Staus würden zum Alltagserlebnis.
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Montag, 28. Dezember 2015

[ #Mobilität ] Nahmobilität und Nahversorgung ohne Auto

Mobilität und Versorgung stehen in enger Wechselbeziehung zu einander. Die strukturellen Veränderungen im Einzelhandel führte in den letzten Jahren zu einer Verlagerung der Angebote auf die Grüne Wiese. 

Nahversorgung & demografischer Wandel. Die Bedeutung der Nahversorgung wächst vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Ältere Menschen sind auf die kleinräumliche Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten in ihrem Wohnumfeld angewiesen.  Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen können, gewinnen in erheblichem Maße Lebensqualität im Sinne von selbstständiger Lebensführung, gesundem Lebensstil und sozialer Integration in das Wohnumfeld. Eine funktionierende Nahversorgung wird auch für jene Bevölkerungsgruppen an Bedeutung gewinnen, die sich die steigenden Energie- und Verkehrskosten nur noch eingeschränkt werden leisten können.

Umgekehrt aber fahren mmer mehr Menschen mit dem Pkw zum Lebensmitteleinkauf zu immer größeren Lebensmittelanbietern, oft nicht mehr im unmittelbaren Wohnumfeld. Diese Entwicklung gefährdet für Haushalte ohne Pkw und in Zeiten steigender Verkehrskosten die Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen des kurzfristigen Bedarfs.Wie also kann vor diesem Hintergrund die Versorgung für Menschen ohne Auto gesichert werden?

Kurz gefasst:
  • Die Dynamik in der Zunahme des Einkaufsverkehrs wird schwächer.
  • Eine gute Nahversorgung kann Verkehr sparen.
  • Die Raum- und Siedlungsstruktur bestimmt das Einkaufs- und Mobilitätsverhalten.
  • Die Qualität des Nahversorgungsangebotes hat einen wichtigen Einfluss auf die nahräumliche Orientierung.
  • Die Distanzschwellen für den Einkauf zu Fuß sind niedrig, so nimmt ab 800m der motorisierte Individualverkehr zu.
  • Von einer guten Nahversorgung profitieren alte Menschen, Haushalte mit Kindern und Haushalte ohne Pkw.
  • Nahversorgung ist mehr als Einkaufen, soziale und kommunikative Funktionen mit umfasst.
  • Grenzen der ökonomischen Tragfähigkeit für den Einzelhandel.
  • Neue Trends im Einzelhandel sind eine Chance für die Nahmobilität und Nahversorgung.
  • Kommunen sollten ihre Optionen  beispielsweise über Einzelhandels- und Zentrenkonzepte zu steuern, konsequenter nutzen.
  • Nahversorgung kann nicht überall zu Fuß möglich sein, so dass neuen Lösungsansätzen, wie beispielsweise dem mobilen Handel neue Bedeutung zukommt.
Mittelständischer Einzelhandel. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie mittelständische und eigentümergeführte Einzelhandelsbetriebe an traditionellen Standorten gestützt und gefördert werden können. Wie die vorliegende Studie zeigt, ist es in diesem Zusammenhang wichtig, die Attraktivität der bestehenden Geschäfte, der Dorf- und Stadtteilzentren zu steigern. Neue Ansätze und behutsame Weiterentwicklungen sollen zusätzliche Kundengruppen gewinnen und dadurch die "Nachbarschaft" als attraktiven Standort für den Einzelhandel wiederbeleben. Das nun vorliegende Heft zeigt Hintergründe, Ansätze und gute Beispiele zur Gestaltung von Nahmobilität und Nahversorgung.

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Inhalt

Kurzfassung / Summary

1 Einführung
1.1 Verändertes Einkaufs- und Mobilitätsverhalten - Anlass und Hintergrund
1.2 ExWoSt-Studie sucht nach neuen Handlungsansätzen
1.3 Nahversorgung und Nahmobilität in Zahlen

2 Strukturen und Entwicklung von Angebot und Nachfrage
2.1 Der Verkehrsaufwand steigt - Entwicklung im Einkaufsverkehr
2.2 Weniger Geschäfte, mehr Verkaufsfläche - Entwicklung im Lebensmitteleinzelhandel
2.3 Das Kundenverhalten differenziert sich aus - Entwicklung in der Nachfrage

3 Verkehrsverhalten bei der Versorgung - empirische Analysen
3.1 Trends im Einkaufsverkehr 2002 bis 2008
3.2 Erreichbarkeit von Einkaufsgelegenheiten
3.3 Verkehrsmittelnutzung und Wegelänge
3.4 Zusammenfassung der Analyseergebnisse

4 Handlungsansätze und Instrumente zur Steuerung
4.1 Kommunaler Werkzeugkasten - bau- und planungsrechtliche Instrumente
4.2 Praxisbeispiele sind Wegweiser - Handlungsansätze zur Förderung von Nahversorgung und Nahmobilität

5 Nahversorgung und Nahmobilität in der kommunalen Praxis
5.1 Leipzig - Lindenauer Markt
5.2 Lemgo - historischer Stadtkern
5.3 Wolfsburg - Detmeroder Markt
5.4 Zusammenfassung

6 Handlungsempfehlungen für Kommunen

7 Gute Beispiele zum Nachahmen

Anhang
Beispiele zur Förderung von Nahversorgung und Nahmobilität
Literaturverzeichnis
Internetquellen

Sonntag, 22. November 2015

[ #raumplanung ] Grund genug? Flächenmanagement in Österreich

Kompaktere Siedlungen sind ein Weg, um einerseits die Ressource Boden zu schonen, lange Wege zu vermeiden und damit das Klima zu entlasten.

Im Rahmen der Initiative „Flächenmanagement in Österreich – Fortschritte und Perspektiven“ tagten zwischen Mai 2009 und Jänner 2010 Akteure aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen in insgesamt fünf Arbeitsgruppen.

Ziel der Initiative „Flächenmanagement in Österreich“ war es Erfahrungen zu bereits bestehenden Maßnahmen auszutauschen, Barrieren zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme zu identifizieren und praktikable Maßnahmen und Vorschläge für die Zukunft zu erarbeiten. Das Ergebnis findet sich in einer Broschüre des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.
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