Informationen zur Politischen Bildung, Nr. 41. Seit dem Schuljahr 2016/17 liegt für die Sekundarstufe I ein neuer Lehrplan für das Fach „Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung“ vor, in welchem sechs Module für die Politische Bildung vorgesehen sind.
Themenhefte. Die Schriftenreihe „Informationen zur Politischen Bildung“ legt zu jedem dieser Module ein Themenheft vor, das die Lehrerinnen und Lehrer bei der Umsetzung des Lehrplans im Unterricht unterstützen möchte.
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Die Unterrichtsbeispiele - von LehrerInnen erarbeitet und erprobt - folgen einer einheitlichen Struktur:
Die Kategorien Alterstufe, Lehrplanbezug und Unterrichtsziele erlauben die schnelle Verortung des Unterrichtsbeispiels. Methodisch-didaktische Vorbemerkungen geben Hinweise auf die Umsetzung im Unterricht. Die Einstiegsmöglichkeiten ins Thema (E) sowie die Arbeitsaufgaben (A) und die Materialien und Arbeitsblätter für die SchülerInnen lassen sich als PDF-Dateien einfach downloaden.
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Zwar hat die Anzahl demokratischer Staaten Ende des 20.Jahrhunderts scheinbar unaufhaltbar zugenommen, doch nun geht sie zurück. Stattdessen wachsen vielerorts rechtspopulistische Bewegungen, und die Zahl der Fassadendemokratien, autoritären Entwicklungsstaaten und Diktaturen nimmt zu.
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Das "ABC der politischen Rechte" präsentiert sich in fünf Sprachen, nämlich Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch.
Im Hinblick auf die Schweizer ("eidgenössischen") Wahlen vom 23. Oktober 2011 publizierte die Bundeskanzlei eine Broschüre mit dem Titel "ABC der politischen Rechte". Die fünfsprachige Broschüre ist gratis und richtet sich an ein breites Publikum. Die Bundeskanzlei der Schweiz schickt damit die User auf eine Entdeckungsreise durch 135 Grundbegriffe des politischen Systems der Schweiz, erklärt Ausdrücke rund um die politischen Rechte und das System der direkten Demokratie. Das Ziel der Publikation ist denn auch die Wissensvermittlung. Die behandelten Begriffe werden im Zusammenhang von neun übergeordneten Themenbereichen präsentiert, die von den Institutionen über das politische System bis hin zur Sitzverteilung reichen.
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Die Verfassung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland ist das Grundgesetz.
Es gibt den Rahmen für das gesellschaftliche Zusammenleben vor; wichtige Leitsätze sind darin verankert: die Würde des Menschen, die Grund- und Bürgerrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Diese Ausgabe ist mit einem Vorwort des Bundestagspräsidenten versehen und enthält das vollständige, unkommentierte Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.
Der Parlamentarische Rat hat am 23. Mai 1949 in Bonn am Rhein in öffentlicher Sitzung festgestellt, dass das am 8. Mai des Jahres1949 vom Parlamentarischen Rat beschlossene Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in der Woche vom 16. bis 22. Mai 1949 durch die Volksvertretungen von mehr als Zweidritteln der beteiligten deutschen Länder angenommen worden ist.
Auf Grund dieser Feststellung hat der Parlamentarische Rat, vertreten durch seine Präsidenten, das Grundgesetz ausgefertigt und verkündet.Das Grundgesetz wird hiermit gemäß Artikel 145 Abs. 3 im
Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Nütze
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Für Demokratie. Vom Engagement der Heinrich-Böll-Stiftung in der Welt
In den vergangenen Jahrzehnten wurden in mehreren Demokratisierungswellen überall auf der Welt Autokratien und Militärdiktaturen gestürzt. Doch der Weg zu demokratischen Systemen erwies sich vielerorts als schwierig und keinesfalls zwangsläufig. Der autoritäre Entwicklungsstaat – als Gegenentwurf zur Demokratie – hat in letzter Zeit sogar massiv Auftrieb erhalten. Und selbst in vermeintlichen Hochburgen steht die Demokratie heute unter Druck.
Institutionen der weltweiten Demokratieförderung wie die Heinrich-Böll-Stiftung müssen deshalb seit einiger Zeit mit Gegenwind umgehen. Brisant ist die Situation aber vor allem für die Vorkämpferinnen und Vorkämpfer politischer Freiheit weltweit. Sie zu unterstützen ist eine der vornehmsten Aufgaben der Stiftung.
Die vorliegende Publikation gibt einen Einblick in diese Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen und Möglichkeiten. Fallbeispiele und Analysen machen das Engagement anschaulich. Vier Essays nähern sich dem Thema Demokratieförderung zusätzlich auf grundsätzliche und engagierte Art und Weise.
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Beachte dort auch weitere Informationen zum Thema unter "Nachschlagen A-Z".
6.5.20 [Letzte Aktualisierung, online seit 6.8.16]
Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Demokratisierung – Entwicklungen und Trends 3
Nach dem Aufbruch. Demokratie in der Defensive 4
Schlaglicht: Protest: Die Politik der Plätze 9
Neues Regime mit alten Eliten. Widersprüche der Transformation in Ost- und Südosteuropa 13
Arabischer Frühling – Was ist von den Revolutionen geblieben? 17
Risse im Gebälk – Demokratie und Extraktivismus in Lateinamerika 21
Demokratieförderung – Bilanz und Herausforderungen 25
Demokratieförderung – Bilanz und Herausforderungen 25
Entwicklung statt Demokratie? 26
Essay: Demokratieförderung mit Gegenwind 29
Essay: Zivilgesellschaft unter Druck: Shrinking – closing – no space 40
Essay: Demokratieförderung in einer Welt im Wandel: Ein Blick auf nicht-westliche aufsteigende Mächte 50
Schlaglicht: Auf die Mitte kommt es an 59
Demokratiearbeit konkret 65
Demokratie muss erkämpft und erneuert werden – Die Demokratiearbeit der Heinrich-Böll-Stiftung im Ausland 66
Viele Wege zur Förderung von Demokratien – Beispiele aus der Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung 70
Sachverstand und Sensibilität – Wie man in jedem Land die richtigen Themen und den richtigen Ton findet 89
Ohne Grenzen. Globale Mitsprache der Zivilgesellschaft 104
Politik für Demokratie 109
Essay: Demokratische Realpolitik 110
Literatur 118
Bildnachweis 120
Späte Heirat. Das Referat von Kurt Bauer am Österreichischen Historikertag in Innsbruck am 21.09.2005 kann man als PDF kostenlos herunterladen.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Terrorismus- und Faschismustheorien wird hier ein demographischer und sozioökonomischer Deutungsansatz geliefert, der eigentlich auch in der aktuellen Diskussion - wenn auch nicht alleinstehend - einfließen könnte. Das PDF-Dokument umfasst schlanke sechs Seiten, sodass es rasch studiert ist.
Söhne und Weltmacht.Es ist in dem Zusammenhang mit dem zwar höchst umstrittenen Buch des Völkermordforschers Gunnar Heinsohn "Söhne und Weltmacht" höchst interessant, als auch dort ein "demographischer Stressfaktor" als Grund für politischen Radikalismus besprochen wird der der Kulturen-Clash-Theorie in seinem sozioökonomischen Ansatz deutlich widerspricht ohne allerdings leider den von dieser Diskussion einengenden vorgegebenen Pfad zu verlassen.
Die provokative Frage des Gunnar Heinsohn bleibt dennoch: Was verbindet die Attentäter auf das World Trade Center vom 11. September 2001 mit den Entdeckern von Amerika im Jahre 1492? Nicht Religionen, Stammesfehden oder Armut sind die Hauptgründe für die anwachsende Eskalation des Terrorismus sondern ein auffälliger Überschuss an jungen Männern.
Die Rückschlüsse die Gunnar Heinsohn zieht sind höchst umstritten und sind dennoch ein im Kern nicht einfach zu leugnender theoretischer Ansatz, wenngleich die Konsequenzen vielfach anderer Art sein können. Nur eines sollte dabei nicht in der Euphorie über die stürzenden Diktatoren vergessen werden, dass der Sturz überholter und für die Jugend hoffnungsloser (neofeudaler) Politiksysteme nicht zwangsläufig in die Demokratie führen muss und schon gar nicht in eine egalitäre Gesellschaft.
Schon Friedrich Engels hat in seinem Beitrag "Zur Geschichte des Urchristentums" in einer Fußnote fast hoffnugslos angemerkt, woran wir uns gerade bei den angeblichen arabischen "Revolutionsführer" erinnern müssen:
"Einen eigentümlichen Gegensatz hierzu bilden die religiösen Aufstände der muhammedanischen Welt, namentlich in Afrika. Der Islam ist eine auf Orientalen, speziell Araber zugeschnittene Religion, also einerseits auf handel- und gewerbetreibende Städter, andrerseits auf nomadisierende Beduinen. Darin liegt aber der Keim einer periodisch wiederkehrenden Kollision. Die Städter werden reich, üppig, lax in Beobachtung des »Gesetzes«. Die Beduinen, arm und aus Armut sittenstreng, schauen mit Neid und Gier auf diese Reichtümer und Genüsse. Dann tun sie sich zusammen unter einem Propheten, einem Mahdi, die Abgefallnen zu züchtigen, die Achtung vor dem Zeremonialgesetz und dem wahren Glauben wiederherzustellen und zum Lohn die Schätze der Abtrünnigen einzuheimsen. Nach hundert Jahren stehn sie natürlich genau da, wo jene Abtrünnigen standen; eine neue Glaubensreinigung ist nötig, ein neuer Mahdi steht auf, das Spiel geht von vorne an. So ist's geschehn von den Eroberungszügen der afrikanischen Almoraviden und Almohaden nach Spanien bis zum letzten Mahdi von Chartum, der den Engländern so erfolgreich trotzte. So oder ähnlich verhielt es sich mit den Aufständen in Persien und andern muhammedanischen Ländern. Es sind alles religiös verkleidete Bewegungen, entspringend aus ökonomischen Ursachen; aber, auch wenn siegreich, lassen sie die alten ökonomischen Bedingungen unangerührt fortbestehen. Es bleibt also alles beim alten, und die Kollision wird periodisch. In den Volkserhebungen des christlichen Westens dagegen dient die religiöse Verkleidung nur als Fahne und Maske für Angriffe auf eine veraltende ökonomische Ordnung; diese wird schließlich gestürzt, eine neue kommt auf, die Welt kommt vorwärts."
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Das Projekt www.polipedia.at wurde vom Demokratiezentrum Wien und dem ICT&S Center der Universität Salzburg gemeinsam mit Jugendlichen gestartet, um unterschiedliche Materialien und Wissensbausteine für Jugendliche zum Thema DEMOKRATIE – POLITIK – PARTIZIPATION zu entwickeln und damit einen Beitrag zur Politischen Bildung zu leisten.
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Auf den Schaubildern in der sind die Positionen der österreichischen Parteien auf einer zweidimensionalen Karte verzeichnet. Grundlage bilden die 30 wichtigsten Aussagen über besonders relevante Politikthemen in der derzeitigen politischen Debatte.
Diese Inhalte gehen aus einer gründlichen Auswertung der Parteiprogramme und des politischen (Medien-)Diskurses hervor. Jede dieser Aussagen bezieht sich auf einen politischen Inhalt, der sich als »links« oder »rechts« beziehungsweise als »libertär« oder »autoritär«
einordnen lässt.
Die Antworten auf diese Aussagen liegen auf einer fünfstufigen Skala: »Stimme überhaupt nicht zu«, »Stimme nicht zu«, »Neutral«, »Stimme zu«, »Stimme vollständig zu«.
Die Position der Parteien zu diesen Aussagen ist jeweils entsprechend ihren offiziellen Verlautbarungen in Veröffentlichungen, Wahlkampfdokumenten und Medienauftritten kodiert.
Die Schaubilder entstanden auf Basis sämtlicher Positionen der Parteien in den beiden Dimensionen (der Links-Rechtsund der Libertär-Autoritär-Dimension). Die tatsächliche Position der Partei liegt im Zentrum der jeweiligen Ellipse. Die Ellipsen repräsentieren die Standardabweichungen der Antworten der Parteien auf alle Aussagen, die für den Aufbau
der Achsen verwendet wurden. Daher ist die Ellipse von Parteien mit sowohl linken wie auch rechten politischen Inhalten auf der Links-Rechts-Achse breiter. Parteien mit sowohl libertären als auch autoritären Politikinhalten verzeichnen eine längere Ellipse auf der libertär-autoritären Achse.
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Rechtsextremismus bedroht unsere Demokratie. Berichte über zunehmende Straf- und Gewalttaten, Wahlerfolge rechtsextremer Parteien bei deutschen Landtags- und Kommunalwahlen, der Erfolg einer rechtsgerichteten Jugendkultur und die Akzeptanz rechtsextremen Gedankenguts in weiten Teilen der Bevölkerung machen deutlich, dass Gesellschaft und Politik vor einer ernsthaften und ernstzunehmenden Herausforderung stehen.
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Die inhaltliche Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Parteien und extrem rechter Ideologie wird weitgehend vernachlässigt und in der "Mitte der Gesellschaft" kaum geführt.
Dies ist auch das Ergebnis einer Studie vom Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK).
Auf eine Debatte wird von KommunalpolitikerInnen oft verzichtet, weil die Einigkeit im Umgang mit Rechtsextremismus gefährdet sein könnte, wenn Streit aufkommt. Befürchtet wird die Kontroverse um Positionen, die von Vertreter/innen demokratischer Parteien geäußert werden und die für andere als anschlussfähig an Rechtsaußen-Positionen eingeschätzt werden. Dies betrifft z.B. Themen wie Asyl und Einwanderung oder Gedenkkultur.
Die Handreichung „Vor Ort entscheidet. Kommunale Strategien gegen Rechtsextremismus“ der Friedrich-Ebert-Stiftung fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zum Umgang mit extrem rechten Mandatsträger/innen.
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Das #Vorarlberger Bloghaus findet man auch auf Facebook.
10.6.19 [Letzte Aktualisierung, online seit 2.4.14]
Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den INHALT sagt mehr:
Vorwort der Herausgeber 4
Vorwort des VDK 7
1. 27 Interviews aus neun Kommunen – Design einer Forschung 9
2. Entleerte Ächtung – eine Bestandsaufnahme 14
3. Lokale Kooperationen und Bündnisse 18
4. Eine gemeinsame Problemdefinition erarbeiten 22
5. Proteste gegen extrem rechte Großveranstaltungen 28
6. Die Bearbeitung der Repräsentationskrise von Rechtsaußen 30
7. Vorausschauende Bearbeitung lokaler Problemlagen 33
8. Der Umgang mit extrem rechten Mandatsträger/innen in den Gremien 36
9. Die Ächtung der extremen Rechten öffentlich begründen 40
10. Formaljuristische Umgangsformen 46
11. Parteiübergreifenden Austausch organisieren, Zuständigkeiten klären 48
12. Externe Perspektiven einbeziehen 50
13. Der persönliche Umgang 52
14. Abstimmungsverhalten und die Brüchigkeit des demokratischen Konsens 54
15. Ein Ausblick 56
Zusammenfassung: Handlungsempfehlungen für den kommunalpolitischen Umgang mit Rechtsextremismus 59
Über die Autor/innen 64
In Zeiten einer Krise rückt auch die Frage nach der Legitimation politischen Handelns stärker in den Vordergrund.
In Deutschland sind 60 Millionen Bürgerinnen und Bürger verschiedenster Herkunft, Bildungsniveaus und politischer Gesinnungen wahlberechtigt. Aber spiegelt sich diese Vielfalt der deutschen Bevölkerung tatsächlich auch in der Zusammensetzung des Parlaments? Gleichzeitig beobachten wir, dass sich die Entscheidungsgewalt in wichtigen Politikbereichen in der Europäischen Union zunehmend auf demokratisch nicht legitimierte Institutionen verlagert: EZB, Europäische Kommission und Europäischer Gerichtshof. Kann ein gestärktes Europa-Parlament zukünftig zum zentralen Ort europäischer Willensbildung werden?
Newsletter Gesellschaftsforschung des Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) bietet zweimal im Jahr Informationen über seine Forschungsprojekte und -ergebnisse, Publikationen und Veranstaltungen. Ein Schwerpunktthema liefert Hintergrundinformationen aus der Forschung zu Themen der aktuellen öffentlichen Diskussion. Das Service ist kostenlos!
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10.6.19 [Letzte Aktualisierung, online seit 23.3.14]
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STANDPUNKT
Die Habermas-Streeck-Kontroverse 02
Die Euro-Rettung als Demokratieproblem 03
PRESSESCHAU
Wissenschaftler des MPIfG in den Medien 05
SCHWERPUNKT
AUS DER FORSCHUNG
Die Akademikerrepublik: Kein Platz für 08
Arbeiter und Geringgebildete im Bundestag?
(A. Schäfer)
GASTKOMMENTAR
Rolf Mützenich 14
INTERVIEW
Feldforschung auf illegalen Märkten 16
FORSCHERPORTRAIT
Olivier Godechot 21
NACHRICHTEN
Francesco Boldizzoni ist Scholar 26
in Residence 2013/14
NEUERSCHEINUNGEN
Bücher, Journal Articles, Discussion Papers 29
VERANSTALTUNGEN
Konferenzberichte und Vorschau 32
Impressum
Politische Partizipation und politisches Engagement sind Voraussetzung und wesentliches Merkmal einer Demokratie.
Politische Beteiligung erhöht die Akzeptanz und die Zustimmung der Bevölkerung zu Entscheidungen erheblich und führt zur Identifikation der BürgerInnen mit den demokratischen
Institutionen. Zudem kann so vorhandene Expertise und Kompetenz der betroffenen Bevölkerungsgruppen fruchtbar gemacht werden.
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... gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, ... "
(aus der Präambel der Schweizer Bundesversammlung)
Die Schweiz liegt im Zentrum Europas. Und wenn sie auch nicht Mitglied der Europäischen Union ist, so ist sie doch ein ständiges Modell für europäische Politik. Sie ist eine Willensnation, gebildet von mehreren Volksgruppen mit verschiedenen Sprachen und Religionen. Seit 1848 ist sie ein Bundesstaat, nach den Vereinigten Staaten von Amerika, der zweitälteste. Der staatliche Aufbau der Schweiz ist föderalistisch und gliedert sich in die drei politischen Ebenen 2495 Gemeinden, 26 Kantonen und dem Bund.
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Die freiheitlichen Demokratien stehen unter Druck. Populistische Kräfte verschiedener Couleur versprechen Schutz und Sicherheit durch Abschottung und einen starken, autoritären Staat.
Die Europäische Union ist von diesen Entwicklungen nicht ausgenommen, wie man an den Ländern Ungarn und Polen sehen kann. Deren Regierungen betreiben einen Staatsumbau, der die Unabhängigkeit von Verfassungsgerichtsbarkeit, Justiz und Medien beschränken soll.
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Bürgerinnen und Bürger engagieren sich mehr denn je und suchen nach neuen Wegen der Mitwirkung sowie der politischen Partizipation. Das Handbuch Bürgerbeteiligung der deutschen Bundeszenrale für politische Bildung bietet eine umfassende und unabhängige Informationsquelle sowie einen praxisnahen Einstieg in das Thema.
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Österreichische Burschenschafter: Im Gefühl "Glied einer langen Ahnenkette" zu sein und im Glauben, ohne "Stolz" sei es unmöglich, dem deutschen Volk zu dienen verkleiden sie sich wie Faschingsprinzen.
[Free eBook] Dazu ist ein Reader über die (österreichischen) Burschenschafter online und kann bei der Hochschülerschaft heruntergeladen werden: "Völkische Verbindungen - Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich"
Für den schnellen Überblick in das Informationsangebot ein Blick in das Inhaltsverzeichnis:
Vorwort 7
Gruppe AuA!: Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln. Der Versuch einleitender Worte 8
1. Verklärungen – Geschichte und Mythen der völkischen Korporationen
Heribert Schiedel: Korporierte Legenden.
Zur burschenschaftlichen Geschichtsumschreibung 20
2. Verstrickungen – Korporierte in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
Matthias Lunznig: Von Treue und Verrat, Bannflüchen und Vernichtungsstößen
Das Verhältnis von FPÖ und völkischen Verbindungen: Eine Wagneriade 34
Gruppe AuA!: Braune Burschen
Die Geschichte des österreichischen Rechtsextremismus
und Neonazismus ist
nicht zuletzt auch eine Geschichte der völkischen Korporationen. 58
Gloria Glitter: Ein Burschi kommt selten allein ...
Deutschnationale Männerbünde als Karriereschmiede 91
3. Vereindeutigung – Korporation und Geschlecht
Heribert Schiedel, Sophie Wollner: Phobie und Germanomanie 102
Funktionen des Männerbundes
Maria Grekova: Refusing to be a Männerbund
Zum Verhältnis des Männerbundbegriffs zu linksradikaler Kritik und Praxis 127
Leela Stein: „... der couleurstudentischen Tradition verpflichtet,
... nach den Bedürfnissen einer Damenverbindung gestaltet“
Teutsche Mädels in Österreich 135
4. Vermächtnisse – Völkisches Verbindungswesen und Universität
Klaus Illmayer, Daniel Schukovits, Florian Wagner: Konsequenzen der
Entnazifizierung an den Universitäten. Einige Aspekte und zwei Fallbeispiele 160
Fanja Feder: „Wir misten aus“
Zur Bildungspolitik des Rings Freiheitlicher Studenten 174
Gloria Glitter: Blau-schwarze Unireform
Autoritäre Strukturen und das Comeback der Burschenschafter 186
Florian Ruttner: Der Siegfriedskopf
… oder wie die neue „Aufarbeitung der Vergangenheit“ funktioniert 192
Jelka Fichter: Abgesang. Zum verbindungsstudentischen Liedgut 200
Glossar und Abkürzungen 210
Literaturempfehlungen 213
Empfehlenswerte Websites 215
Personenindex
Die Partizipation beschränkt sich auf das Aufhängen von virtuellen Plakaten im Gegensatz zu analogen Plakaten“ (S 108).
Eine Magisterarbeit des Hohenemsers Christian Aberer steht auf E-Thesis (Uni Bibliothek Wien) zur Sozialmedia-Nutzung österreichischer (sozialdemokratischer + grüner) Politiker online. Ist sie damit auch nicht auf den gesamten Politikbetrieb übertragbar, so gibt sie doch einen überraschenden Einblick an das Socialmedia-Verständnis roter und grüner "Amtsanwärter" und reflektiert eher unbeabsichtigt damit den enormen Timelag im Politikbetrieb gegenüber der Ökonomie.
"Wichtig bei jeder Onlinepräsenz ist dabei immer, dass es zu einem gegenseitigen Austausch und Kommunikation zwischen dem Verfasser oder der Verfasserin und dem Leser oder der Leserin kommt und nicht nur zu scheinplebiszitären Formen der Kommunikation ohne effektive Verbesserung der demokratischen Qualität. " (S 19.)
Abstract. Politiker am Beginn ihrer Laufbahn haben meist nicht den gleichen Zugang zu klassischen Medienkanälen wie die Spitzenkandidaten und -kandidatinnen der jeweiligen Partei. Die vorliegende Arbeit hat den Wandel in der politischen Kommunikation, hin zur Interessensvermittlung im Internet als Thema. Der Fokus liegt dabei auf jeweils sechs Politikern und Politikerinnen der sozialdemokratischen sowie der Grünen Partei Österreichs. Dabei handelt es sich um eine explorative qualitative Einzelfallstudie, die nicht auf die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse abzielt, sondern im Detail beleuchten soll, welche Internetdienste genutzt werden. Bei der Auswahl der Einzelpersonen wurde der Fokus auf Politiker und Politikerinnen am Beginn ihrer Laufbahn gelegt, deren Arbeitsort in Wien liegt. Für die Analyse wurden die jeweiligen Webauftritte sowie die Nutzung sozialer Netzwerke herangezogen und alle zwölf Kandidaten und Kandidatinnen einzeln interviewt.