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Mittwoch, 30. Oktober 2019

[ #SozialeArbeit ] Soziales Kapital online - Soziale Arbeit im Internet


Soziale Netzwerke tragen nicht nur den Hauptanteil an Dienstleistungen in vielen Bereichen (z.B. Kinderbetreuung, Pflege, Drogenbetreuung, Selbsthilfe, Jugend- und Kulturprograme), sondern erfüllen per se ein umfassendes Vorsorgeprogramm. Sie bieten niederschwellige Hilfen (Soziale Unterstützung) an, die Amtsstuben so nie leisten könnten.

Soziale Unterstützung ist damit eine gesellschaftliche Ressource, mit der durch die Beziehung zu anderen Personen zentrale subjektive Bedürfnisse wie Zuneigung, Anerkennung, Identität, Zugehörigkeit und Sicherheit sowie Informationsbedarf, praktischer und materieller Hilfebedarf befriedigt werden können.

Größere Soziale Netzwerke sind meist in der Lage mehr Informationen zu leisten, weil mit zunehmender Größe auch eher schwache Bindungen und damit Brücken zu anderen Netzwerken - und damit Synergien - möglich sind.

Soziale Unterstützung erscheint also als ein vieldimensionales Konstrukt und Wirkung und Anforderungen von Netzwerken für das Funktionieren sozialer Unterstützung ist auch in ganz besonderer Weise von der Zugänglichkeit abhängig.

Online-Netzwerke unterstellen per se eine niedrigschwellige Zugänglicheit, überwindet räumliche Distanzen und macht Schwarmintelligenz als soziales Kapital nutzbar. Doch ist Online-Unterstützung dies wirklich? Eine sehr umfassende, online kostenlos zugängliche wissenschaftliche Arbeit (Dissertation) an der Fakultät Pädagogik der Universität Bielefeld geht dem nicht nur wissenschaftlich sondern auch sozial engagiert auf den Grund:

Klein, Alexandra: Soziales Kapital online : soziale Unterstützung im Internet ; eine Rekonstruktion virtualisierter Formen sozialer Ungleichheit


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Samstag, 29. Juni 2019

[ #SozialeArbeit ] Soziale Arbeit zwischen Allmacht und Ohnmacht


Die bisherigen Versuche einer Professionalisierung Sozialer Arbeit, deren wesentlichstes Element in der Szientifizierung Sozialer Arbeit bestand, führte in eine Sackgasse, welche nicht in der Lage ist, das Theorie-Praxis-Dilemma befriedigend zu lösen.

Anhand neuerer professionstheoretischer Konzeptionen werden in der Arbeit die strukturellen Defizite des Paradigmas des »wissenschaftlich ausgebildeten Praktikers« aufgezeigt und im Anschluss daran mittels einer exemplarischen Fallrekonstruktion ein nicht untypischer Fall als Beispiel des Misslingens dargestellt.

Der Beitrag untersucht die zunehmende Verunsicherung der akademischen Sozialarbeit angesichts der Tatsache, dass das Paradigma des "wissenschaftlich ausgebildeten Praktikers" nicht den Erwartungen gerecht wird, die ursprünglich mit diesem Leitbild verknüpft wurden. Der Autor geht der Frage nach, warum die bisherigen Versuche einer Professionalisierung der Sozialarbeit, deren wichtigstes Element die Szientifizierung Sozialer Arbeit ist, in eine Sackgasse geführt haben und damit insgesamt auch das Theorie-Praxis-Dilemma nicht befriedigend gelöst werden konnte. Anhand neuerer professionstheoretischer Konzeptionen werden von den Autoren zunächst die strukturellen Defizite des Paradigmas des "wissenschaftlich ausgebildeten Praktikers" aufgezeigt, um daran anschließend mittels einer exemplarischen Fallrekonstruktion den typischen Fall für das Mißlingen der beruflichen Sozialisation von Sozialarbeitern darzustellen.


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Samstag, 26. Januar 2019

[ #SozialeArbeit ] Empowerment: Materialien zur Orientierung.


Empowerment bezeichnet ein Konzept psychosozialer Praxis, das mit dem Defizit-Blickwinkel der traditionellen Sozialen Arbeit bricht und die Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen der Klienten zur Selbstgestaltung kritischer Lebenssituationen in den Mittelpunkt stellt.

Ziel einer Praxis des Empowerment ist es, diese Stärken der Klienten zu fördern, eine selbstbestimmte Alltagsgestaltung zu unterstützen und soziale Vernetzung anzuregen.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
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Mittwoch, 7. Februar 2018

[ #SozialeArbeit ] Kindeswohlgefährdung erkennen in der sozialarbeiterischen Praxis

Ist das Wohl eines Kindes gefährdet und wenn ja, wie soll man weiter vorgehen? 

Ein (schweizerischer) Leitfaden unterstützt Fachpersonen der Sozialen Arbeit. Auch wenn es eine Schweizer Publikation ist, das Problem kennt bekanntlich keine Grenzen.

Ziel des Leitfadens ist nicht, dass möglichst viele Gefährdungsmeldungen eingereicht werden, sondern die richtigen Fälle möglichst früh erfasst und die geeigneten Schutzmassnahmen und Hilfestellungen eingeleitet werden. Wenn Kindeswohlgefährdungen in einem frühen Stadium erfasst werden und Hilfe erfolgt, kann das Auftreten von Folgeschäden oft verhindert oder deren Ausmass reduziert werden.

Der Leitfaden wurde von Prof. Andrea Hauri und Prof. Marco Zingaro, beide Dozenten am Fachbereich Soziale Arbeit, geschrieben und von der Stiftung Kinderschutz Schweiz herausgegeben. Der leitfaden steht als PDF-Datei online. Ab dem 1. Oktober kann der Leitfaden für CH 13.– in gebundener Form bei der Stiftung Kinderschutz bezogen werden.


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis
Einleitung

Teil I: Fachwissen
1 |Definition und Formen 9
2 |Risiko- und Schutzfaktoren  15
3 |System des Kindesschutzes in der Schweiz 18

Teil II: Praktischer Leitfaden
4 |Kindeswohlgefährdung erkennen 29
5 |Zusätzliche Hinweise zum praktischen Vorgehen 51
6 |Literatur 54

Montag, 18. Juli 2016

[ #SozialeArbeit ] Jugendhilfe: Mehr Autonomie wagen!

Mit den Handlungsempfehlungen verfolgt das Careleaver Kompetenznetz das Ziel, die Übergänge aus der deutschen Jugendhilfe (in Einrichtungen und Pflegefamilien sowie ambulanten Hilfen) in ein eigenständiges Leben für die jungen Menschen zu verbessern.

Das Careleaver Kompetenznetz hat gemeinsam mit Careleavern und Mitgliedsorganisationen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. Handlungsempfehlungen für freie und öffentliche Jugendhilfeträger erarbeitet.
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link und zusätzliche Infos!
[ #forumROMANum ] ⇒

Samstag, 2. August 2014

[ #SozialeArbeit ] Sozialarbeit in der Ökonomisierungsfalle: New Public Management

"New Public Management in der Sozialen Arbeit. Eine Kritik" steht zum kostenlosen Download bereit.

Seit den neunziger Jahren wurde und wird in der Schweiz New New Public Management in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit eingeführt und umgesetzt. Die Veränderungen, welche mit der Einführung von New Public Management einhergehen, sind in den letzten Jahren vermehrt und stärker wahrnehmbar geworden, sowohl für Sozialarbeitende als auch für deren Klientel. Wird den neu etablierten Begrifflichkeiten Glauben geschenkt, kommt nur Positives auf die Soziale Arbeit zu. Wirkung, Qualität, Effizienz, Innovation und andere Schlagwörter zeugen jedoch von der Tendenz, die Soziale Arbeit unmittelbar an marktwirtschaftliche Sachzwänge zu koppeln.

Der Zusammenhang mit einem traditionellen Verständnis von Service Public scheint zunehmend verloren zu gehen. Was heisst das für uns? Was steckt hinter den Begriffen „New Public Management“ und welche Ursachen stehen hinter der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit? Wie wird die Soziale Arbeit zukünftig ausgestaltet sein, wenn es uns nicht gelingt, diese Entwicklung zu durchbrechen?Was heisst das genau für unsere konkrete Praxis? Wie wehren wir uns wirksam, und von welchen Auseinandersetzungen können wir dabei lernen?

Die  Broschüre "New Public Management in der Sozialen Arbeit. Eine Kritik" wurde 2012 in Zürich von der Kriso Arbeitsgruppe New Public Management(AGNPM) herausgegeben. Die Kriso, Forum für kritische Soziale Arbeit, stützt sich nicht auf eine einheitliche theoretische Position. Innerhalb der Kriso finden sich unterschiedliche kritische Positionen rund um das Thema Soziale Arbeit, was auch in der  Broschüre ersichtlich wird.

[citizen|bürgerInnen|citoyen]⇒


Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick in das Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis New Public Management in der Sozialen Arbeit. Eine Kritik
Vorwort der Arbeitsgruppe New Public Management  3
New Public Management  4
New Public Management und Service Public  4
Legitimationskrise des Sozialstaats vs. Strukturkrise des Steuerstaats  5
Politik der leeren Kassen  6
Strategische Ziele von New Public Management   7
Instrumente von New Public Management: Leistungsvereinbarung als Beispiel  9
New Public Management in der Sozialen Arbeit 10
NPM als Instrument der Ökonomisierung Sozialer Arbeit 10
Veränderte Rahmenbedingungen für Organisationen  11
Die Forderung nach Leistung und Qualität  12
Die Orientierung an Wirkung 13
Aufschwung technologischer Methoden  15
Der inadäquate Kundenbegriff 16
Die Aktivierung des Individuums 17
Zwischenkommentar 18
New Public Management und der Neoliberalismus 19
Kurze Geschichte der kapitalistischen Produktionsweise als Hintergrund des Neoliberalismus 19
Warenüberproduktionskrisen 20
Tendenzieller Fall der Profitrate und gleichzeitige Ausdehnung der Masse des Profits 20
Weltkriege und Wirtschaftswunder 21
Kapitalüberproduktionskrise und Staatsverschuldung 22
Neoliberalismus als Antwort auf die Kapitalüberproduktionskrise 23
Theorie des Neoliberalismus 23
Fazit 25
Literaturverzeichnis 26