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Montag, 23. April 2018

[ #engagement ] Engagiert euch – Nicht?


Wie das deutsche Gemeinnützigkeitsrecht politisches Engagement erschwert.

Statt bürgerschaftliches Engagement großzügig zu fördern und rechtlich abzusichern, führt die aktuelle Praxis der deutschen Finanzämter beim Gemeinnützigkeitsrecht zu großer Rechtsunsicherheit.

Das ist der zentrale Befund einer Arbeitspapiers, das den Nachweis erbringt, dass gleiche Mustersatzungen von den Finanzämtern unterschiedlich behandelt werden: mal wird die Gemeinnützigkeit bestätigt, mal abgelehnt. Das deutsche Bundesfinanzministerium versuchte, die Studie zu verhindern, als es davon erfuhr - ohne Erfolg.

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Dienstag, 5. Dezember 2017

[ #demokratie ] Arbeitshilfe Politik und Glaubwürdigkeit: Vertrauen schaffen!

Konventionelle Formen politischer Beteiligung - wie die Beteiligung an Wahlen oder das Engagement und die Mitgliedschaft in Parteien - nehmen seit den 70er Jahren kontinuierlich ab. Damit verbunden ist eine Zunahme sozialer Selektivität festzustellen. Einkommensschwache und Menschen mit geringem Bildungsgrad engagieren sich deutlich weniger. 

Der zunehmende Einsatz direktdemokratischer Verfahren, der Abhilfe schaffen sollte, verschärft die soziale Exklusion. Hinzu kommt, dass die Bürgerinnen und Bürger immer weniger Vertrauen in die Politik haben, die brennenden Probleme der Gesellschaft lösen zu können. Politische Beteiligung ist jedoch unerlässlich für eine funktionierende und lebendige Demokratie.

Immer wieder nehmen sich PolitikerInnen nach enttäuschenden Wahlergebnissen vor, das "Vertrauen der WählerInnen zurückzugewinnen". Die These von dem in die Politik verlorengegangenen Vertrauen ist in aller Munde, und auch die Ergebnisse der Europawahlen  geben wieder Anlass zur Diskussion. Die Vermutung, dass die Menschen sich in der Politik nicht wiederfinden und den Eindruck haben, sie könnten nichts bewegen, liegt nahe. Woran liegt dieser Vertrauensentzug, wie zeigt er sich, und was kann die Politik tun, um Politikverdrossenheit zu begegnen und Glaubwürdigkeit
zurückzugewinnen?

Management und Politik (MuP). Die Akademie Management und Politik (MuP) der Friedrich-Ebert-Stiftung vermittelt Verantwortlichen und Führungskräften in gesellschaftspolitischen, gemeinnützigen Organisationen in Kompetenztrainings und funktionsbegleitenden Ausbildungsgängen Kenntnisse, Instrumente und praktische Handlungskompetenzen für das professionelle Management in ihrer Organisation sowie in der Kommunikation mit den BürgerInnen und der Medienöffentlichkeit. Die Veröffentlichungen sind sowohl theoretisch fundiert als auch praxisorientiert. Sie sind jeweils auf die Anforderungen der Verantwortlichen und Engagierten in NPOs zugeschnitten.


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf die Inhalte:
1. Vertrauensverlust, Glaubwürdigkeit und Politikverdrossenheit  2
2. Vertrauensverlust in die Politik – einige Befunde  2
3. Wie zeigt sich der Vertrauensverlust? 3
4. Gründe für den Vertrauensverlust 3
5. Kehrtwende zu einer politischen Kultur des Vertrauens 4
5.1. Verständnis für politische Prozesse und Demokratie durch Politische Bildung fördern 4
5.2. Politisches Vertrauen wiedererlangen 5
5.3. Sachgerechte, verständliche und politisch neutrale Medienberichterstattung 6
5.4. Engagement von Zivilgesellschaft und BürgerInnen  6
6. Zusammenfassung  6
7. Quellen zum Vertiefen 9

Samstag, 2. Dezember 2017

[ #engagement ] Entwicklungspsychologie: Fünfjährige sind sozialer

Wurzeln der Mildtätigkeit: Woher stammt unser gesellschaftliches Einverständnis, dass Arme bedürftig sind und deswegen Unterstützung bekommen sollten?

Wie eine Studie von Markus Paulus, Professor für Entwicklungspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) , zeigt, handeln bereits Fünfjährige wohltätig. Die Studie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Debatte, ob Mildtätigkeit ihre Wurzeln in der frühen kindlichen Entwicklung hat oder ob sie ein Produkt jahrelanger Sozialisation und Erziehung ist. Wie Paulus aktuell in der Fachzeitschrift Frontiers in Psychology berichtet, konnte er nun nachweisen, dass ihr Ursprung in der frühen Kindheit liegt.

Im Rahmen des Experiments erhielten drei- und fünfjährige Kinder mehrere Sticker, die sie an zwei Teddybären verteilen durften. Der „reiche“ Teddybär hatte ein Stickerheft voller Aufkleber, während im Heft des „armen“ Teddys nur ein paar klebten. Die Kinder erhielten bei mehreren Versuchsdurchläufen unterschiedliche Vorgaben, wie sie die Sticker verteilen konnten. Sie mussten sich zum Beispiel entscheiden, einem der Bären einen Sticker und dem anderen drei Sticker zu geben oder beiden gleich viel. Die Fünfjährigen gaben in allen Durchläufen dem armen Bären am meisten Sticker. Die Dreijährigen dagegen machten beim Verteilen in aller Regel noch keinen Unterschied, welcher Bär bereits viel oder wenig hatte. In diesem Alter zeigte sich sogar eine Tendenz, eher dem reichen Teddy gegenüber großzügig zu sein.

„Aus anderen Studien wissen wir, dass Fünfjährige sehr viel Wert auf Fairness legen und in einer Teilungssituation darauf achten, dass jeder gleich viel erhält. Sobald aber einer der Empfänger deutlich weniger hat, also arm ist, überwinden sie diese Neigung und teilen je nach der Bedürftigkeit des Empfängers: Sie geben dem Armen mehr“, sagt Paulus. Wie die Versuche mit Kindern unterschiedlichen Alters zeigen, entwickelt sich diese Fähigkeit zwischen drei und fünf Jahren. “Das zeigt, wie früh die Wurzeln menschlicher Wohltätigkeit angelegt sind, die in unserer Gesellschaft als Inbegriff von Mitmenschlichkeit gilt“, sagt Paulus.

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Samstag, 11. November 2017

[ #Gedenkkultur ] Themenweg: Erster Wiener Protestwanderweg

Der Wiener Protestwanderweg – ein Projekt von Zentrum polis und dem Schriftsteller Martin Auer – macht (nicht nur) für Jugendliche erfahrbar, was in der Vergangenheit an Rechten für uns alle erstritten wurde, wie Menschen sich organisiert und viel erreicht haben – und wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Wiener Stadtbild bis heute prägen.

Orte. An Orten, die mit solchen Protesten in Verbindung stehen, vorzugweise an Orten, die es ohne Protestbewegung so nicht geben würde, werden sogenannte "mobile tags" angebracht. Das sind zweidimensionale Strichcodes, die mit einem Smartphone eingelesen werden können und so eine Verbindung zum Internet herstellen. Auf diese Weise können für den Ort relevante Informationen (Texte, Bilder, Tondokumente und Videos) direkt an Ort und Stelle abgerufen werden.


Der Wiener Protestwanderweg kann alleine oder in der Gruppe erwandert werden. Er ist für die schulische wie außerschulische Bildungsarbeit geeignet und wird durch entsprechende Materialien für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht oder in der Jugendgruppe ergänzt. Das Projekt schafft eine Verbindung zwischen historischer und politischer Bildung und ist nicht nur für Fächer wie Geschichte und Politische Bildung geeignet, sondern auch für Lehrausgänge in allen Fächern, welche die Urteils- und Analysefähigkeit und die politische Mündigkeit der SchülerInnen fördern wollen.

Begleitheft zum Protestwanderweg. Das Begleitheft für Lehrkräfte, Jugendgruppen und Interessierte enthält Basisinformationen zu den einzelnen Stationen, Tipps zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht sowie eine genaue Anleitung zum "Protestwandern".
Derzeit gibt es zwölf Stationen, die "erwandert" werden können über die die Website Auskunft gibt:

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Samstag, 19. August 2017

[ #engagement ] Leitfaden für entwicklungspolitisches Engagement von Jugendlichen

Ehrenamt als Notnagel?

Immer öfter, immer dringlicher wird die Frage gestellt, welchen Beitrag Bürgerschaftliches Engagement zur sozialstaatlichen Daseinsvorsorge leisten kann. Angesichts des demografischen Wandels wächst die Sorge, dass unser auf Beruflichkeit und Fachlichkeit ausgerichtetes System von Diensten und Einrichtungen nicht mehr ausreichen wird, um unseren Lebensstandard zu sichern. Müssen also Ehrenamtliche mit anpacken?
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