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Donnerstag, 11. August 2022

[ #Menschenrechte ] Handbuch zum vorurteilsbewussten Unterrichten an Volksschulen


Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen - Eine PDF-Publikation des Sir Peter Ustinov Institutes.

Das Sir Peter Ustinov Institut hat anerkannte Fachleute eingeladen, als Arbeitshilfe für Erziehende die Wirkungsweise von Vorurteilen zu beschreiben und Gegenstrategien aufzuzeigen. Das Ergebnis liegt nun in dieser Broschüre „Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen“ vor. Sie wird, so hoffen die Initiatoren, vorurteilsbewusste Erziehung erleichtern und mit neuem Leben erfüllen.
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Donnerstag, 29. April 2021

[ #Antirassismus ] Antiziganismus


Antiziganismus (französisch tsigane „Zigeuner“ und -ismus) ist ein in Analogie zu „Antisemitismus“ gebildeter Fachbegriff, der eine spezielle Form des Rassismus beschreibt.

Er bezeichnet die von Stereotypen, Abneigung und/oder Feindschaft geprägten Einstellungskomplexe gegenüber Roma, Sinti, Fahrenden, Jenischen und andere Personen und Gruppen, die von der Mehrheitsgesellschaft als „Zigeuner“ stigmatisiert werden sowie die durch diese Einstellungen bedingten oder mitbedingten Formen gesellschaftlicher und staatlicher Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung bis hin zu Vertreibung, Pogromen, Internierung, Zwangssterilisierung und staatlich organisiertem Völkermord (Porajmos).
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Mittwoch, 3. Juli 2019

[ #Antirassismus ] Bildung kontra Antisemitismus


Vorbild und Ziele: Achtung der Menschenrechte, Global Citizenship Education, Inklusivität und Geschlechtergleichstellung.

In einer Zeit, in der das Problem des Antisemitismus weltweit immer drängender wird, stellt sich eine neue Gemeinschaftspublikation von UNESCO und OSZE der Aufgabe, Lernende gegen aktuelle Formen des Antisemitismus zu wappnen. Sie macht konkrete Vorschläge dazu, wie sich durch Bildungsarbeit Antisemitismus bekämpfen, Vorurteilen begegnen und Toleranz fördern lässt. Zu diesem Zweck werden Ansätze vorgestellt, die auf Prinzipien wie Achtung der Menschenrechte, Global Citizenship Education, Inklusivität und Geschlechtergleichstellung aufbauen. Zudem gibt die Publikation poltischen Entscheidungsträger/-innen nützliche Werkzeuge und Orientierungshilfen an die Hand, um sicherzustellen, dass die Bildungssysteme junge Menschen durch kritisches Denken und Respekt für andere widerstandsfähig gegen antisemitische Ideen, Ideologien, gewaltigen Extremismus und, ganz allgemein, alle Formen von Rassismus und Diskreminierung machen können.

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INHALT
VORWORT von Ingibjörg Sólrún Gísladóttir, Direktorin des OSZE-Büros für
Demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR) 1
VORWORT von Audrey Azoulay, Generaldirektorin der Organisation der
Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) 3
ÜBERBLICK 5
Wo liegen die Probleme? 5
Warum nehmen sich Regierungen dieser Probleme an? 6
Was können politische Entscheidungsträger/-innen und Lehrkräfte tun? 7
1. EINLEITUNG 11
Was lässt sich durch Bildungsarbeit erreichen? 15
Warum ist ein pädagogischer Leitfaden erforderlich? 15
Aufbau des Leitfadens 18
2. ANTISEMITISMUS VERSTEHEN 19
2.1. Auswirkungen des Antisemitismus 20
2.2. Merkmale des Antisemitismus 21
2.3. Aktuelle Variationen des Antisemitismus 23
3. ANTISEMITISMUS-PRÄVENTION DURCH BILDUNGSARBEIT:
LEITPRINZIPIEN 27
3.1. Einen menschenrechtsbasierten Ansatz anwenden 28
3.2. Widerstandsfähigkeit stärken – Verschärfung des Problems vermeiden 31
3.3. Kritisches Denken fördern 32
3.4.Durch Integration einer Genderperspektive Voreingenommenheit
offenlegen 37
3.5. Komplementarität mit Global Citizenship Education stärken 37
vi MIT BILDUNGSARBEIT GEGEN ANTISEMITISMUS
4. LERNENDE ÜBER ANTISEMITISMUS AUFKLÄREN 43
4.1. Wichtige Themen und Herausforderungen 44
4.1.1. Über antisemitische Stereotype aufklären 44
4.1.2. Über den Holocaust aufklären 49
4.1.3. Im Rahmen des zeitgeschichtlichen Unterrichts über Antisemitismus
aufklären 52
4.1.4. Antisemitismus durch Medien- und Informationskompetenz entgegenwirken 53
4.2. Modalitäten der Umsetzung 57
4.2.1. Ganzheitliche Schulansätze 57
4.2.2. Lehrkräfteausbildung 60
4.2.3. Lehrpläne, Lehrbücher und Bildungsmaterialien 61
4.2.4. Museen, Bibliotheken und Gedenkstätten 65
4.2.5. Die Rolle von Hochschuleinrichtungen 68
4.2.6. Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft 69
4.2.7. Außerschulische Bildung, berufliche Aus- und Fortbildung 71
5. GEGEN ANTISEMITISCHE VORKOMMNISSE IM BILDUNGSWESEN
VORGEHEN 75
5.1. Ansätze für den Umgang mit Fällen von Antisemitismus im
Bildungswesen 76
5.1.1. Reaktive Ansätze für Grund- und Sekundarschulen 76
5.1.2. Spezifische reaktive Ansätze für Hochschuleinrichtungen 80
5.2. Regierungsstrategien 82
ANHÄNGE 87
ANHANG 1: Ressourcen für Akteur/-innen im Bildungswesen 88
ANHANG 2: Beispiele für antisemitische Tropen und Meme 92
ANHANG 3: Beispiele für antisemitische Symbole 96
ANHANG 4: Von der IHRA verabschiedete Arbeitsdefinition von
Antisemitismus 97
ANHANG 5: Von der IHRA verabschiedete Arbeitsdefinition zur
Leugnung und Verharmlosung des Holocaust 99

Montag, 10. Juni 2019

[ #demokratie ] Kommunale Strategien gegen Rechtsextremismus


Die inhaltliche Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Parteien und extrem rechter Ideologie wird weitgehend vernachlässigt und in der "Mitte der Gesellschaft" kaum geführt.

Dies ist auch das Ergebnis einer Studie vom Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK).

Auf eine Debatte wird von KommunalpolitikerInnen oft verzichtet, weil die Einigkeit im Umgang mit Rechtsextremismus gefährdet sein könnte, wenn Streit aufkommt. Befürchtet wird die Kontroverse um Positionen, die von Vertreter/innen demokratischer Parteien geäußert werden und die für andere als anschlussfähig an Rechtsaußen-Positionen eingeschätzt werden. Dies betrifft z.B. Themen wie Asyl und Einwanderung oder Gedenkkultur.

Die Handreichung „Vor Ort entscheidet. Kommunale Strategien gegen Rechtsextremismus“ der Friedrich-Ebert-Stiftung fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zum Umgang mit extrem rechten Mandatsträger/innen.


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Vorwort der Herausgeber       4
Vorwort des VDK     7
 1. 27 Interviews aus neun Kommunen – Design einer Forschung 9
 2. Entleerte Ächtung – eine Bestandsaufnahme  14
 3. Lokale Kooperationen und Bündnisse     18
 4. Eine gemeinsame Problemdefinition erarbeiten      22
 5. Proteste gegen extrem rechte Großveranstaltungen     28
 6. Die Bearbeitung der Repräsentationskrise von Rechtsaußen  30
 7. Vorausschauende Bearbeitung lokaler Problemlagen    33
 8. Der Umgang mit extrem rechten Mandatsträger/innen in den Gremien  36
 9. Die Ächtung der extremen Rechten öffentlich begründen  40
 10. Formaljuristische Umgangsformen      46
 11. Parteiübergreifenden Austausch organisieren, Zuständigkeiten klären   48
 12. Externe Perspektiven einbeziehen      50
 13. Der persönliche Umgang     52
 14. Abstimmungsverhalten und die Brüchigkeit des demokratischen Konsens  54
 15. Ein Ausblick     56
Zusammenfassung: Handlungsempfehlungen für den kommunalpolitischen Umgang mit Rechtsextremismus 59
Über die Autor/innen        64

Donnerstag, 2. August 2018

[ #EUROPA ] Die Abwertung der Anderen: Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung


Die Abwertung der Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung.  Leider gerade wieder aktuell.

Free eBook. Die EU-Grundrechtecharta unterstreicht „die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität“ und verbietet Diskriminierungen „wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Weltanschauung, der Zugehörigkeit zu nationalen Minderheiten, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung.“
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Mittwoch, 30. Mai 2018

[ #Rechtsextremismus ] Argumentationstraining gegen Stammtischparolen



Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen, die uns unvermutet begegnen? 

Was ist ihnen entgegenzusetzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein? Das Argumentationstraining fördert Zivilcourage und ermutigt zu engagiertem Handeln im Alltag.

Im Juni 2009 hattte das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Kunst und Kultur stattgefunden, ein Projekt der KUPFakademie, gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung.


Hier finden Sie eine Dokumentation dieses Projekts, die sowohl für TeilnehmerInnen als auch andere ErwachsenenbildnerInnen Einblick in diese themenspezifische Adaption eines bekannten Formats der Bildung für mehr Zivilcourage geben soll. Die Kupfakademie hat eine Reihe von Materialien dazu online gestellt.

Die Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung fördert solche Veranstaltungen in mannigfacher Weise und sind auch dort Materialien - etwa zu frauenfeindlichen Staimmtischen online.

Eigentlich eine Einladung an die gesamte Zivilgesellschaft den Stammtischen auf den Leib zu rücken ...

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Donnerstag, 17. Mai 2018

[ #Antirassismus ] Antirassismusarbeit - Unterrichtsmaterialien für Kindergarten bis Berufsbildung


Schule bildet die Lebenswirklichkeit unserer Gesellschaft ab und auch im schulischen Kontext sind Rassismus und Diskriminierung leider ebenso nicht ausgeschlossen. 

Hierzu gehören neben Alltagsrassismus und Diskriminierung auch schlechtere Bildungschancen. Die Korrelation zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist in kaum einem anderen Land so groß wie hier. Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung behindern die individuelle und die gesellschaftliche Integration. Das Thema Rassismus gehört daher in die Sozialisationsinstanz Schule und sollte fester und umfassender Bestandteil der Schulkultur sein.
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Dienstag, 17. April 2018

[ #Gesundheit ] Soziale Stadt: Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten


Arbeitshilfe für Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier.

Wird von Gesundheit gesprochen, so denken die meisten erst einmal an Krankheit und medizinische Versorgung. Und „Gesundheit“ wird oft erst dann zu einem Thema, wenn ein Mensch erkrankt oder etwas nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht dagegen von einem positiven Verständnis von Gesundheit aus. Gesundheit ist danach ein „Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen“ (Gesundheitsdefinition der WHO von 1948).
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Dienstag, 26. Dezember 2017

[ #Antirassismus ] Website des Online-Handbuchs "Aktiv gegen Diskriminierung"


Welche Möglichkeiten bietet das (deutsche) Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Verbänden, um Einzelne dabei zu unterstützen, vor Gericht gegen Diskriminierung vorzugehen? 

Wann kann Verbandsklage nach dem Behindertengleichstellungsgesetz oder im Verbraucherschutz erhoben werden?  Unter welchen Voraussetzungen ist die Einreichung einer Beschwerde auf internationaler Ebene (UN, Europäischer Menschenrechtsgerichtshof) sinnvoll? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet das neue Online-Handbuch "Aktiv gegen Diskriminierung".
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Freitag, 22. Dezember 2017

[ #Antirassismus ] Strategische Prozessführung gegen Diskriminierung

Die Beispiele aus der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung zeigen, dass es bei strategisch angelegten Klagen nicht ausschließlich um das Interesse des individuellen Mandanten geht.

Mit der „AntiRassismus-Richtlinie“ der Europäischen Union und der daraus folgende Entwicklung nationalen Rechts ist die Strategische Prozessführung in den Aktrionsradius der europäischen Zivilgesellschaft geraten.

Seit 1865 war in den USA zwar die Sklaverei abgeschafft, jedoch wurde die "Rassentrennung" rechtlich aufrecht erhalten. Durch den 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, wurde Afro-Amerikanern zwar die Bürgerrechte zuerkannt.  Weiße und Afro-Amerikaner wurden jedoch in öffentlichen Einrichtungen, wie etwa Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, öffentlichen Verkehrsmittel und Gebäuden, Gaststätten, Theater, Kinos, Schwimmbäder und Parks voneinander getrennt. Angebote dieser öffentlichen Einrichtungen mussten aber von gleicher Qualität sein (getrennt aber gleichwertig). Ob dies faktisch der Fall war, wurde jedoch nicht geprüft. Erst 1954 wurde mit rechtlichen Mitteln die Aufhebung der Rassentrennung in Schulen erstritten, wenngleich deren Umsetzung noch dauern sollte.
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Sonntag, 17. Dezember 2017

[ #Rechtsextremismus ] Expertise: Soziale und pädagogische Arbeit mit rechtsextrem affinen Jugendlichen


Pädagogische Arbeit mit rechtsextrem affinen Jugendlichen kann auf eine mittlerweile fast 30-jährige Geschichte zurückblicken. 

Stets war (und ist) sie dabei von, z. T. kontrovers geführten, fachlichen und politischen Debatten begleitet. Gleichzeitig wurde bislang ein verlässlicher Überblick über Akteure, Konzepte, Arbeitsfelder, konkrete Angebote und Erfolgsaussichten entsprechender Ansätze vermisst.

Im Auftrag von "BIKnetz – Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus" haben Prof. Dr. Kurt Möller und Nils Schuhmacher von der Hochschule Esslingen deshalb im Juni 2014 eine Expertise vorgelegt, die einen detaillierten und bislang in diesem Umfang nicht vorhandenen Überblick über das in den letzten Jahrzehnten angesammelte Praxiswissen im Themenfeld „Soziale und pädagogische Arbeit mit rechtsextrem affinen Jugendlichen“ bietet.

Auf Grundlage einer breit angelegten Recherche unter Trägern in allen (sozial)pädagogischen Handlungsfeldern geben die Autoren Antworten auf die Frage nach der Definition „rechtsextrem gefährdeter“ und „rechtsextrem orientierter“ Jugendlicher als Adressat_innen einer solchen Arbeit, präsentieren eine übersichtliche Darstellung über Herangehensweisen, Angebote und vorhandene Angebotsstrukturen in verschiedenen Zeiträumen und widmen sich der Frage nach der Wirksamkeit, die diesen Herangehensweisen und Angeboten von den Akteuren, von externen Evaluationen, von Kooperationspartnern und vom jeweiligen sozialen Umfeld zugeschrieben werden.

Als Schlussfolgerungen werden aktuelle und zukünftige Handlungserfordernisse benannt und Weiterentwicklungsempfehlungen für die soziale und pädagogische Arbeit mit rechtsextrem affinen Jugendlichen gegeben.


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Kapitel 1: Ausgangspunkte, Ziele und Forschungsfragen 1
Kapitel 2: Vorgehensweise  3
Kapitel 3: Ergebnisse 5
3.1 Zur Datenbasis der Analysen 5
3.2 Die Ergebnisse im Überblick9
3.3 Die Ergebnisse im Einzelnen 14
3.3.1 Zur Definition der „Zielgruppe“ der „rechtsextremistisch gefährdeten bzw. orientierten Jugendlichen“ 14
3.3.2 Grundlegende Herangehensweisen und Angebote 29
3.3.3. Handlungsfelder und Akteure 57
3.3.4 Regionen und Sozialräume 74
3.3.5 Einschätzungen zu und Erkenntnisse über Wirkungen 77
Kapitel 4: Handlungserfordernisse und Empfehlungen 98
4.1 Grundlegende Herangehensweisen und Angebote 98
4.2 Handlungsfelder und ihre Akteure 101
4.3 Regionen und Sozialräume110
Literaturliste 117
Internetquellen 130

Samstag, 9. Dezember 2017

[ #Migration ] „Gemeinsam Natur (er)leben“: Dreisprachiges „Migrationshandbuch“


Die Naturfreunde wollen über Zusammenhänge von Klimawandel und Migration diskutieren und sich aktiv für Integration engagieren. 

Das Nachmachen und Kopieren ist ausdrücklich erwünscht. Das Handbuch „Gemeinsam Natur (er)leben“ der Naturfreunde Internationale (NFI) stellt nicht nur Integrationsprojekte der Naturfreundebewegung und anderer Vereine aus insgesamt fünf Ländern vor, sondern möchte generell zivilgesellschaftliche Organisationen dazu ermutigen, MigrantInnen aktiv anzusprechen und zur Mitarbeit einzuladen.
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Freitag, 1. Dezember 2017

[ #Antirassismus ] Bericht zu Antiziganismus in Österreich

Antiziganismus ist in Österreich weit verbreitet und wenig kritisch hinterfragt. 

Antiziganistische Vorstellungen sind daher eher die Regel in der Mitte der Gesellschaft als die Ausnahme am „rechten Rand“. Der Verein Romano Centro präsentierte am 5.12. 2013 den ersten Bericht zu Antiziganismus in Österreich.

Der Bericht ist die erste Publikation zu aktuellem Antiziganismus (Rassismus gegen als „Zigeuner“ wahrgenommene Personen) in Österreich. Gemeinsam mit Partnerorganisationen wurden Vorfälle der letzten Jahre gesammelt und in einem Bericht zusammengestellt. Das Ergebnis ist deutlich: Roma/Romnja und Sinti/Sintize sind in Österreich in allen Bereichen von Rassismus betroffen. Die Fälle reichen von verweigerten Dienstleistungen, Benachteiligungen am Arbeitsmarkt, Beleidigungen und Hetze im Internet, rassistischen Äußerungen von PolitikerInnen oder der Polizei, stereotypen Darstellungen in Medien bis hin zu Verhetzung und gewalttätigen Übergriffen auf durchreisende Familien.

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Mittwoch, 13. September 2017

[ #Antirassismus ] Broschürendownload: Zwischen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken

Wenn jemand auf seinem Facebook-Profil ein Bild des Cartoon-Held Bart Simpson postet, kann der bestimmt kein Nazi sein. 

Das ist doch eine amerikanische Fernsehserie, die kann deutschen Nazis eigentlich nicht gefallen. Aber warum steht auf Barts Pullover „Fuck off Israel“? Und daneben „Nationaler Sozialismus jetzt“?

Neonazis nutzen Soziale Netzwerke intensiv und professionell. Dabei haben sie bemerkt, dass sie mit Rechtsextremismus der alten Schule nur die eigene Szene beeindrucken, der sie gern „GrüSSe“ schicken. Wenn sie sich aber gegen Kindesmissbrauch engagiert zeigen, Diskussionen mit angeblich selbsterlebten Multikulti-Horrorgeschichten „bereichern“ und jugendkulturelle Codes verwenden, gelingt es ihnen erschreckend oft, sich in Diskussionen zwischen Demokratinnen und Demokraten einzuklinken und dort Rassismus, Demokratiefeindlichkeit oder Bedrohungen gegen Andersdenkende zu platzieren – in der Hoffnung, langsam, aber sicher mit ihren hasserfüllten Ideen gesellschaftliche Normen zu verschieben.

Welche Nazis in Sozialen Netzwerken unterwegs sind, was sie dort genau tun, welche Codes sie verwenden und wie sie versuchen, nicht-rechte Jugendliche und Erwachsene anzusprechen, erläutert eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung, gefördert vom deutschen Bundesjustizministerium: „Zwischen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken“ .

Die Broschüre fußt auf der Recherchearbeit der unabhängigen journalistischen Website www.netz-gegen-nazis.de und aus dem Projekt „no-nazi.net – Für Soziale Netzwerke ohne Nazis“ (gefördert vom deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freudenberg-Stiftung und Google Deutschland).

Aus dem Inhalt:
  • Das Modellprojekt "no-nazi.net - Für Soziale Netzwerke ohne Nazis"
  • Archetypen (von Autonomen Nationalist/innen bis zu Metal, NSBM und nordischem Kult)
  • Strategien (von Bürgerlicher Ansprache bis Propaganda-Spam)
  • Themen (von Meinungsfreiheit bis "Volkstod" als Popkultur)
  • Was wir tun: Ein Tag beim Monitoring
  • Sandys Weg in die rechtsextreme Szene der Sozialen Netzwerke
  • Gemeinsam aktiv für Soziale Netzwerke ohne Nazis - was wir alle tun könn
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Freitag, 11. August 2017

[ #Antirassismus ] Leitfaden, Glossar und Checkliste für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch

Der Leitfaden ist nicht nur für MedienarbeiterInnen wertvoll. Er kann als PDF-Version heruntergeladen werden. Ein zweites Bändchen (Sprache schafft Wirklichkeit) liefert ein Glossar und eine Checkliste.

Auf 52 Seiten beleuchtet diese Handreichung für Journalisten/innen die Berichterstattung über unterschiedliche Personengruppen und gibt praxisnahe Tipps, wie mensch versehentliche Diskriminierungen vermeiden kann.
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Sonntag, 30. Juli 2017

[ #Antirassismus ] Broschüre zu israelbezogenem Antisemitismus

Die Debatte um das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass hat erneut verdeutlicht, wie sehr das Thema Israel und die Frage, wo Kritik aufhört und antisemitische Ressentiments anfangen, für hitzige Debatten sorgen. 

Vor diesem Hintergrund, den Entwicklungen im Nahostkonflikt und den Ergebnissen wissenschaftlicher Erhebungen wird deutlich, dass es im Interesse einer demokratischen (Diskussions-)Kultur, verstärkter Anstrengungen in der politischen Bildung bedarf.

Es gilt, Orientierungswissen zur Unterscheidung von „israelbezogenem Antisemitismus“ und legitimer Kritik an Israel zu bieten. Dabei muss es zum einen darum gehen, dafür zu sensibilisieren, dass es in aktuellen Debatten zunehmend Artikulationsformen von Antisemitismus gibt, die durch ihre Formulierung als „Kritik“ an israelischem Handeln vermeintliche Legitimität beanspruchen. Zum anderen muss der Verunsicherung begegnet werden, dass vermeintlich jede Kritik an Israel per se antisemitisch sei. Diesen Problemen nimmt sich eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung an.

„Man wird ja wohl Israel noch kritisieren dürfen …?!“ - Über legitime Kritik, israelbezogenen Antisemitismus und pädagogische Interventionen bereitet die ersten Ergebnisse eines, durch das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend geförderten, Projektes der Amadeu Antonio Stiftung auf. Die Broschüre widmet sich jedoch nicht nur der Frage, was genau israelbezogener Antisemitismus ist und wie er sich äußert, sondern präsentiert u.a. auch die Ergebnisse und Erfahrungen, der im Rahmen des Projektes entwickelten, zweitägigen Workshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Diese Broschüre ist Teil des Modellprojekts "Thematisierung israelbezogenen Antisemitismus und den damit verbundenen Gefahren für demokratische Kultur – Aktionswochen gegen Antisemitismus" der Amadeu Antonio Stiftung. Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Programms "Initiative Demokratie Stärken" des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Hintergund/Analyse/Begrifflichkeiten
Israelbezogener Antisemitismus – ein überladenes Problem  3
Anetta Kahane
Was ist israelbezogener Antisemitismus?  7
Jan Riebe
Vom Wort zur Tat  12
Über das Gewaltpotential von israelbezogenem Antisemitismus.
Jan Riebe

Pädagogische Fragestellungen
Bildungsarbeit gegen israelbezogenen Antisemitismus  19
Hanne Thoma/Jan Riebe
Aussteigen aus antisemitischen Differenzkonstruktionen  26
Heike Radvan

Monitoring/Medienanalyse
Fallbeispiel: Die Debatte um Israel und »Pinkwashing« in der LSBTI-Szene 29
Nina Rabuza
Fallbeispiel: Die Gaza-Flotille 2010 in den deutschen Medien  34
Daniel Poensgen

Samstag, 28. Januar 2017

[ #Antirassismus ] Das internationale Kinder-Kochbuch für Kinder von Kindern

Ein Must. Internationale Kompetenz von und für Kinder. Kostenloser Download des eBooks/PDF. 

Unser Kochbuch: Das internationale Kinder-Kochbuch für Kinder von Kindern der Milos-Sovak-Schule. Das über 170 Seiten starke Kochbuch enthält 71 kindgerechte Rezepte aus elf Ländern und Regionen, mit denen die Schülerinnen und Schüler der Milos-Sovak-Schule in Hürth den ersten Preis beim Kochbuch-Wettbewerb von "Gesund macht Schule" errangen.
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Freitag, 5. August 2016

[ #Menschenrechte ] Multiple Diskriminierung

ENAR, das Europäische Netzwerk gegen Rassismus, fasst in einem Fact Sheet (Merkblatt/ Datenblatt) die Diskussion zu multipler Diskriminierung zusammen und weist auf nötige Verbesserungen des Rechtsrahmens hin: Jeder Mensch hat ein Geschlecht, ein (sich laufend änderndes) Alter, eine sexuelle Orientierung und eine gewisse ethnische Herkunft.

Manche haben oder erwerben auch eine Religion oder Behinderung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich Benachteiligungen nicht an die sieben Diskriminierungsgründe des EU-Rechts halten.

MULTIPLE DISKRIMINIERUNG. Was ist multiple Diskriminierung? Es gibt eine umfangreiche, vor allem englische, Literatur und Diskussion zum Thema, die auf Grund der unterschiedlichen Fächer (Jus, Ethnologie, Soziologie), methodischen Ansätze und Forschungsinteressen aber sehr unterschiedliche Definitionen und Begriffe verwendet.

Der Fact Sheet nimmt eine Begriffsklärung vor:
  • Multiple Discrimination (multiple Diskriminierung) im engeren Sinn beschreibt eine Situation, in der Diskriminierung auf Grund zweier oder mehrerer Gründe unabhängig voneinander geschieht.
  • Compound discrimination (verstärkende Diskriminierung - ein prägnanter besserer Begriff wäre wünschenwert) liegt vor, wenn eine Diskriminierung auf Grund zweier Gründe vorliegt, die sich gegenseitig verstärken.
  • Intersectional discrimination (intersektionelle Diskriminierung) ist gemeint, wenn zwei oder mehrere Gründe zu einer Diskriminierung führen, die bei Vorliegen nur eines Merkmals nicht geschehen würde.
  • Multiplikationseffekt. Das Konzept der multiplen Diskriminierung zeigt klarer, wie sich bei Zugehörigkeit zu mehreren benachteiligten Gruppen ein Multiplikatoreffekt einstellen kann und dass gruppeninterne Diskriminierung dazu führen kann, dass Menschen, von Angehörigen einer Gruppe auf Grund anderer Merkmale benachteiligt werden.
Auswirkungen auf das Recht. Der Fact Sheet beschreibt eindrücklich, dass die Antidiskriminierungs-Richtlinien der EU einem "single ground approach", also der getrennten Behandlung der einzelnen Diskriminierungsgründe, anhängt. Nur Gender Mainstreaming ist ausdrücklich als gruppen- und gründeübergreifendes Prinzip genannt. Gegenmodelle gibt es zum Beispiel im kanadischen und südafrikanischen Recht.

Österreich. Besonders für Österreich sind ein klares Konzept und breit akzeptierte Begriffe rund um das Phänomen "Mehrfachdiskriminierung" wichtig. Da die Bekämpfung von Diskriminierung im österreichischen Recht auf das Gleichbehandlungsgesetz und das Behindertengleichstellungspaket aufgeteilt sind, können bei unterschiedlichen Diskriminierungsgründen verschiedene Verfahren zur Anwendung kommen. Außerdem ist Mehrfachdiskriminierung bei der Bemessung der Höhe des immateriellen Schadenersatzes zu berücksichtigen.


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Mittwoch, 13. Januar 2016

[ #citoyen ] Die Geburtsstunde des modernen Intellektuellen

366 historische Anlässe um Kultur mit Kopf oder auch mit den Beinen zu erwandern. Hier der 13. Jänner 1898.

Am 13. Januar 1898 veröffentlichte die französische Tageszeitung "L'Aurore" einen offenen Brief des Schriftstellers Emile Zola, der das Kriegsgerichtsurteil über Alfred Dreyfus leidenschaftlich als skandalöses Justizverbrechen anprangert. Die Veröffentlichung gilt als die Geburtsstunde des modernen Intellektuellen. Im selben Jahr mobilisiert das Vorarlberger Volksblatt gegen die jüdischen Mitbürger: "Kauft nur bei Christen!"
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