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Mittwoch, 26. Juli 2017

[ #aktion ] Knigge für Demonstranten

Auch wenn politische Kundgebungen weitgehend gewaltfrei verlaufen – was auch immer Vorsatz sein sollte,  so darf das weder Teilnehmer noch Veranstalter nicht darüber hinweg täuschen, dass eine Demonstration KEIN Spaziergang ist und unter Umständen auch persönliche, rechtliche und gesundheitliche Gefahren mit sich bringen kann.

Gerade bei antifaschistischen Aktivitäten, wenn beispielsweise Neonazis ankündigen, gewaltsam gegen die Kundgebung vorzugehen, ist besondere Vorsicht angesagt. Dasselbe gilt aber auch, wenn man mit der Teilnahme vorsätzlicher Störenfriede und Provokateure aus den "eigenen Reihen" rechnen muss.

Der vorliegende Demoplaner  der "Roten Hilfe" fasst bundesdeutsche Erfahrungen zusammen und versteht den Staat  - leider -  nur als Repressionsapparat. Das mag nicht für alle Kundgebungsteilnehmern so fundamentalistisch gelten und reduziert damit auch das Demonstrationsrecht  - auch ganz gegen seine historische Entstehung und verfassungsgeschichtliche Entwicklung - auf eine sehr enge politische Agitation und Propaganda, sowie einer etwas defaitistischen Vorstellung, was denn eine Demonstration sein und bewirken soll und kann.

Aber das ist eine andere Geschichte: 
Die Rote Hilfe e. V. (RH).  Wikipedia: 
  • Das ist eine Organisation zur Unterstützung linker Aktivisten, die aufgrund ihrer politischen Aktivität mit deutschen Rechtsorganen in Konflikt geraten sind. Die Organisation hat bundesweit über 8200 Mitglieder in 40 Orts- und Regionalgruppen sowie eine Bundesgeschäftsstelle in Göttingen.   ...
  • Die Verfassungsschutzämter von Bund und Ländern ordnen die Rote Hilfe als linksextremistische Organisation ein und werfen ihr die Unterstützung von Gewalttätern vor. 
  • ... Nach der Soziologin Veronika Tacke wird durch die semantische Konstruktion einer Betroffenheit der linken Bewegung von „politischer Verfolgung“ durch einen „repressiven Staat“ die selbst eingenommene Distanz zur Gesellschaft zum Ausschluss stilisiert. Die Konstruktion der sozialen Exklusion werde wiederum zur Legitimation des Kampfes gegen die Gesellschaft herangezogen. ...

Nichtsdestotrotz liefert der "Demoplaner" auch grundsätzliche Anleitung und Ableitung aus der Praxis und dürfte nicht nur "Demonstranten" sondern auch Organisatoren und Initiativen für Überlegungen und für eine ordentliche und besonders gewaltfreie Organisation hilfreich sein.

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