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Mittwoch, 11. März 2009

Neue Politik für die Roma!

Zehn Millionen Roma leben in der EU. Sie sind damit die größte Minderheit überhaupt. In vielen Ländern ist ihre soziale Situation ausgesprochen schlecht. Bildungschancen und der Arbeitsmarkt bleiben vielen verschlossen. Der EU fehlen aus Sicht der ungarischen sozialdemokratischen Europa-Abgeordneten Magda Kósáné Kovács (SPE) bisher wirksame Instrumente zur Integration der Roma. Sie sieht im Zugang zum Arbeitsmarkt eines der Kernprobleme. In vielen Regionen Mittel- und Osteuropa sei die Landwirtschaft zur Eigenversorgung für Roma die einzig Überlebensstrategie. Die EU müsse Wege finden, diese Landwirtschaft abseits der normalen Logik ihrer Agrarpolitik zu unterstützen, so die Abgeordneten in einem Interview.

Magda Kósáné Kovács (SPE) in Straßburg: Für jene, die am Rande der Gesellschaft in Mittel- und Osteuropa leben, gibt es nur die Möglichkeit als Selbstversorger von der Landwirtschaft zu leben. Es gibt keine andere Option. Es gibt keine Industrie, Handwerk existiert zwar noch, aber es gibt keine Nachfrage und keinen Markt. Die EU hat Schwierigkeiten diese auf die eigene Versorgung ausgerichtete Landwirtschaft der Roma in ihr System zu integrieren, das vor allem auf Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Marktleistungen ausgerichtet ist. Daher sollten gemeinnützige Genossenschaften gegründet werden, man sollte ihnen Land verpachten. Die EU sollte diesen Wirtschaftszweig auf Basis einer anderen Logik unterstützen. Außerdem muss den Kindern der Zugang zu guten, nicht segregierten Schulen ermöglicht werden.

Mehr:
EU muss Roma wirtschaftlich „auf Basis einer neuen Logik“ unterstützen
Magda KÓSÁNÉ KOVÁCS

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