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Mittwoch, 2. Februar 2011

EU: "Bekämpfung des Schulabbruchs in Europa – ein wichtiger Beitrag zur Agenda 2020"

Ohne einen Schulabschluss sind die Chancen am Arbeitsmarkt äußerst gering. Vorarlberg weigert sich die Zahlen offenzu legen. Es besteht der dringende Verdacht, dass auch hier die Zahl in Vorarlberg am höchsten ist. Jedenfalls ist zumindest belegt, dass Vorarlberg den höchsten Bevölkerungsanteil an Personen hat, die lediglich über einen Pflichtschulabschluss verfügen. Daher ist aus Vorarlberger Sicht den Aktivitäten der EU zur Bekämpfung des Schulabbruchs höchstes Augenmerk zu schenken.

Schule wird als Ort der Niederlagen erlernt. Es gibt viele – oft sehr persönliche – Gründe, weshalb einige Jugendliche ihre Bildungsanstrengungen vorzeitig aufgeben: Lernschwierigkeiten, soziale Probleme, mangelnde Motivation und Unterstützung oder Orientierungslosigkeit. Die Tendenzen zum Schulabbrecher sei - so meinen die Expertens - sei schon in früher Kindheit beobachtbar. Man könne eigentlich bereits im Kindergarten erkennen, wo Förderung notwendig wäre.

Im europäischen Vergleich gibt es große Unterschiede. 2008 waren in Polen 5% der Jugendlichen, in Malta 40% betroffen, Österreich lag mit 10% nicht schlecht. Allerdings lautete dasEU Ziel von Lissabon dass von 2000 bis 2010 diese Rate halbiert werden sollte und das wurde nicht erreicht.

Bekämpfung des Schulabbruchs in Europa. Obwohl sich die Situation in den einzelnen EU-Ländern unterscheidet, folgt das soziale Phänomen Schulabbruch einem bestimmten Muster. Schulabbrecher haben eher einen niedrigen sozioökonomischen Status oder zählen zu gefährdeten sozialen Gruppen. Die Quote jugendlicher Schulabbrecher mit Migrationshintergrund ist im Durchschnitt doppelt so hoch wie bei einheimischen Jugendlichen. Zudem sind es meist männliche Schüler, die ihre schulische Ausbildung abbrechen.

Die individuellen und gesellschaftlichen Faktoren und ihre Auswirkungen werden jedoch auch durch das Bildungssystem und das schulische Umfeld bestimmt. Da es nicht nur einen Grund gibt, die Schule oder Berufsausbildung abzubrechen, gibt es auch keine einfachen Antworten.

Die Kommission im Januar 2011 eine Reihe von Leitlinien für politische Strategien zur Reduzierung des frühzeitigen Schulabbruchs verabschiedet. In einer Mitteilung der Kommission werden die Hauptgründe für Schulabbruch sowie die Risiken für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Europas dargestellt. Sie beschreibt die Auswirkungen, die frühzeitiger Schulabbruch für die einzelnen Betroffenen, die Gesellschaft und die Wirtschaft hat und gibt einen Überblick über die bereits bestehenden sowie die zukünftigen Maßnahmen auf europäischer Ebene. Der Vorschlag für eine Empfehlung des Rates skizziert grundlegende Leitlinien für eine kohärente, umfassende und evidenzbasierte Politik zur Reduzierung des frühzeitigen Schulabbruchs.

Mehr + Download:
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN  - Bekämpfung des Schulabbruchs – ein wichtiger Beitrag zur Agenda Europa 2020, PDF., 12 S., 63 KB, 31.1.2011

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