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Freitag, 1. Januar 2016

[ #web ] Politik im Internet: Vom analogen zum virtuellen Plakat

„Die Partizipation beschränkt sich auf das Aufhängen von virtuellen Plakaten im Gegensatz zu analogen Plakaten“ (S 108).

Eine Magisterarbeit des Hohenemsers Christian Aberer steht auf E-Thesis (Uni Bibliothek Wien) zur Sozialmedia-Nutzung österreichischer (sozialdemokratischer + grüner) Politiker online. Ist sie damit auch nicht auf den gesamten Politikbetrieb übertragbar, so gibt sie doch einen überraschenden Einblick an das Socialmedia-Verständnis roter und grüner "Amtsanwärter" und reflektiert eher unbeabsichtigt damit den enormen Timelag im Politikbetrieb gegenüber der Ökonomie.
"Wichtig bei jeder Onlinepräsenz ist dabei immer, dass es zu einem gegenseitigen  Austausch und Kommunikation zwischen dem Verfasser oder der Verfasserin und dem Leser oder der Leserin kommt und nicht nur zu scheinplebiszitären Formen der Kommunikation ohne effektive Verbesserung der demokratischen Qualität. " (S 19.)
Abstract. Politiker am Beginn ihrer Laufbahn haben meist nicht den gleichen Zugang zu klassischen Medienkanälen wie die Spitzenkandidaten und -kandidatinnen der jeweiligen Partei. Die vorliegende Arbeit hat den Wandel in der politischen Kommunikation, hin zur Interessensvermittlung im Internet als Thema. Der Fokus liegt dabei auf jeweils sechs Politikern und Politikerinnen der sozialdemokratischen sowie der Grünen Partei Österreichs. Dabei handelt es sich um eine explorative qualitative Einzelfallstudie, die nicht auf die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse abzielt, sondern im Detail beleuchten soll, welche Internetdienste genutzt werden. Bei der Auswahl der Einzelpersonen wurde der Fokus auf Politiker und Politikerinnen am Beginn ihrer Laufbahn gelegt, deren Arbeitsort in Wien liegt. Für die Analyse wurden die jeweiligen Webauftritte sowie die Nutzung sozialer Netzwerke herangezogen und alle zwölf Kandidaten und Kandidatinnen einzeln interviewt.


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Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

1 Wandel der Politikvermittlung 8
1.1 Partizipative und professionell-redaktionelle Medien 11
1.2 Neue Formen der Kommunikation 12
1.2.1 Parteienkommunikation im Wandel 14
1.2.2 Politik im Internet 16
1.2.3 Internetpublikum 17
1.3 Forschungsgegenstand 18
2 Forschungsfragen 21
3 Auswahl der politischen Akteure 24
3.1 Auswahlkriterien 25
3.2 Frauenquote 26
3.3 Ausgewählte Personen 28
4 Methoden 31
4.1 Integrierte Kommunikation 31
4.2 Inhaltsanalyse nach Mayring 33
4.2.1 Analyseeinheiten 34
4.2.2 Kategoriensystem 35
4.3 Experteninterviews 35
4.3.1 Interviewleitfaden 36
4.3.2 Transkription 37
5 Auswertung 38
5.1 Forschungsfrage 1 (Motiv) 38
5.2 Forschungsfrage 2 (Vorzugsstimmen) 44
5.3 Forschungsfrage 3 (Dienste) 48
5.4 Forschungsfrage 4 (fremde Hilfe) 58
5.4.1 Internetoffensive 60
5.5 Forschungsfrage 5 (Design, Vorbilder) 61
5.6 Forschungsfrage 6 (Themenauswahl, Kritik) 63
5.6.1 Christoph Peschek 64
5.6.2 Georg Papai 65
5.6.3 Irini Tzaferis 66
5.6.4 Jürgen Wutzlhofer 66
5.6.5 Peko Baxant 67
5.6.6 Raphael Sternfeld 69
5.6.7 Efgani Dönmez 70
5.6.8 Georg Prack 72
5.6.9 Julian Schmid 73
5.6.10 Peter Kraus 75
5.6.11 Philipp Schmidt 75
5.6.12 Sabine Gretner 76
5.7 Forschungsfrage 7 (Reichweite) 78
5.8 Forschungsfrage 8 (Werbung) 81
5.9 Forschungsfrage 9 (Zielgruppe) 86
5.10 Forschungsfrage 10 (Aktualität, Frequenz) 91
5.10.1 Wien-Wahl 2010 94
5.11 Forschungsfrage 11 (Privatsphäre und negative Erfahrungen) 95
5.12 Forschungsfrage 12 (Dialog und Kommentare) 100
5.12.1 Interaktion und Demokratisches Potential 108
5.12.2 Brisanz der eigenen Themen 110
5.13 Forschungsfrage 13 (Mediennutzung) 112
6 Anhang 116
6.1 Webauftritte der SPÖ-Vertreter 116
6.2 Webauftritte der Grünen 117
6.3 Interviewleitfaden 118
6.4 Abbildungsverzeichnis 119
6.5 Literaturverzeichnis 119
6.6 Literaturverzeichnis (Webauftritte) 123
6.7 Zusammenfassung 126
6.8 Abstract 126
6.9 Lebenslauf 127

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