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Donnerstag, 9. August 2012

Die zweite Generation von Menschen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt

Eine besondere Rolle spielt beim Messen der östrreichischen Integrationsleistungen die zweite Generation von Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Gruppe von Menschen bildet einen großen Teil der österreichischen Bevölkerung und ist dennoch in vielerlei Hinsicht benachteiligt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

Der Autor des OIF-Dossier No. 18 fokussiert die zweite Generation von Menschen mit Migrationshintergrund und diskutiert, inwieweit diese Gruppe in den österreichischen Arbeitsmarkt intergiert ist. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die zweite Generation von Migranten eine Unterrepräsentation in höheren Schulen und hohe Abbruchraten ihrer Bildungslaufbahnen aufweisen, was einen erfolgreichen Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt erschwert.

Hauptergebnisse:
  • Die zweite Generation von Migrant/innen erhält kaum Lernunterstützung bzw. Nachhilfeunterricht außerhalb der Schule.
  • Die zweite Generation weist eine eklatante Unterrepräsentation in höheren Schulen und hohe Abbruchraten ihrer Bildungslaufbahnen auf.
  • Migrant/innen der zweiten Generation sind im öffentlichen Dienst sehr stark unterrepräsentiert.
  • Der Mangel an Information und immateriellen Ressourcen zeigt sich auch in den Entscheidungen bei der Arbeitssuche: oft entscheidet der Zufall und weniger die Interessen oder persönlichen Neigungen.
  • Fehlende informelle Netzwerke der Familie haben als Ergebnis, dass der Berufswunsch verhältnismäßig seltener realisiert werden kann. 
  • Grundsätzlich lässt sich zwar allgemein eine Verlängerung der Ausbildungszeiten beobachten, eine Angleichung der Ausbildungszeiten von Einheimischen und Nachkommen zugewanderter Menschen ist jedoch nicht feststellbar. 
  • Kontakte zu Jugendlichen ohne Migrationshintergrund reduzieren sich nach der Schulzeit sehr stark. 
  • Es sind kaum Vorbilder und Repräsentant/innen der Mittelschicht mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft wahrnehmbar.

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1. Einleitung 6
1.1 Zielstellung und Forschungsinhalte 6
1.2 Studienpopulation -Zielgruppe  7
2. Demografische Entwicklung in Österreich   8
2.1 Entwicklung der Bevölkerung der Hauptherkunftsländer 8
2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund  9
3. Ergebnisse der Literaturanalyse  11
3.1 Bildung  11
3.1.1 Bildungsstruktur 11
3.1.2 Bildungsmobilität, Vorbilder und Anreize  13
3.2 Schichtzugehörigkeit und sozialer Status 15
3.2.1 Vererbung des sozialen Status 15
3.2.2 Soziales Milieu     16
3.3 Sozialkapital und Netzwerke    16
3.3.1 Weak und Strong Ties und deren Einfluss am Arbeitsmarkt   16
3.4 Wirtschaftliche Integration und Platzierung am Arbeitsmarkt    17
3.4.1 Situation in Ausbildung und Lehre  17
3.4.2 Berufliche und soziale Mobilität zwischen den Generationen    20
4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung     22
4.1 Ablauf der Datenerhebung   22
4.1.1 Der Interviewleitfaden    22
4.1.2 Ablauf der Interviews und der Inhaltsanalyse    22
4.2 Beschreibung der Studienteilnehmer/innen  24
4.2.1 Demografie      24
4.3 Bildungsweg    25
4.3.1 Schulisches Umfeld und Mitschüler/innen mit Migrationshintergrund   27
4.3.2 Beratung zum weiteren Bildungsweg    28
4.4 Sozialer Status und Soziale Netzwerke    28
4.4.1 Sozialer Status und Schulbildung der Eltern   29
4.4.2 Ethnische Herkunft der Freund/innen    30
4.5 Situation am Arbeitsmarkt   30
4.5.1 Suchstrategie bei der Arbeitssuche    30
4.5.2 Unterstützung und Entscheidung für die erste Stelle   31
4.6 Positionierung und Erfahrungen in der bisherigen beruflichen Laufbahn  32
4.6.1 Positionierung im Betrieb    32
4.6.2 Weiterentwicklung und Aufstiegschancen im Unternehmen    32
4.7 Qualität der sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz 33
4.7.1 Soziale Beziehungen am Arbeitsplatz    34
4.7.2 Typische negative oder positive Situationen am Arbeitsplatz    34
4.8 Berufswünsche, Weiterbildung und Ziele in der Arbeitswelt     35
4.8.1 Erwartungen an die berufliche Laufbahn – Skizzierung des Traumberufs   35
5. Resümee    36
6. Literaturverzeichnis  38

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