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Mittwoch, 2. April 2014

[ #Inclusion ] Inklusive Bildung: Die UN-Konvention und ihre Folgen

(eBook/PDF) Unter dem Begriff "Inklusion" gibt es seit gut drei Jahren einen neuen qualitativen Aspekt in der Bildungspolitik. 

Es geht dabei zunächst nicht um vordergründige Maßnahmen, sondern um ein neues Denken. Denn die UN-Konvention mit den dazu gehörigen operativen Ergänzungen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verlangt nach grundsätzlichen und nachhaltigen Überlegungen.

Das Netzwerk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer Veranstaltung am 17. Mai 2010 in Berlin die praktischen und theoretischen Aspekte der Inklusion diskutiert. 


Eine Publikation (kostenloser Download siehe weiter unten) dokumentiert die im Rahmen der Veranstaltung vorgetragenen Positionen.

Am 13. Dezember 2006 wurde von der UN-Vollversammlung die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet (auch Behindertenrechtskonvention genannt, kurz: BRK). Am 26. September 2008 wurde die "Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - Behindertenrechtskonvention (BK)" von Österreich ratifiziert. Mit der Unterschrift auf dieser ersten Menschenrechtskonvention des 21. Jahrhunderts verpflichtet sich Österreich, die Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Sie bedeutet einen entscheidenden Schritt in Richtung Gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie stellt eine neue Menschenrechtsgrundlage dar.

Die BRK umfasst alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens; die für uns entscheidenden Forderungen sind:
  • Es muss ein inklusives Bildungssystem hergestellt werden
  • Es muss ein inklusiver, offener und für ALLE Menschen mit Behinderungen zugänglicher Arbeitsmarkt entstehen
  • Diagnoseinstrumente dürfen lediglich der Feststellung individueller Bedarfe dienen, jedoch nicht der Aussonderung zwecks angeblich besserer Förderung in Sonderinstitutionen.
  • Es müssen geeignete Vorkehrungen zur Inklusion / zur Nichtaussonderung von Menschen mit Behinderungen getroffen werden.
  • Die Vertretungsverbände sind an der Umsetzung der Konvention zu beteiligen.
INHALT zur Vororientierung:
  • Einführung Rolf Wernstedt
  • Convention on the Rights of Persons with Disabilities
  • Zehn Punkte
  • Die gesetzlichen Grundlagen inklusiver Bildung Marianne Hirschberg
  • Zur Situation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland Karin Evers-Meyer
  • Inclusive Education in Europe Ingrid Körner
  • Zwischen Integration und Inklusion: Die Situation in Deutschland Ute Erdsiek-Rave
  • Die Folgen der UN-Konvention und die Vorteile inklusiver Bildung aus Elternsicht Camilla Dawletschin-Linder
  • Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen. Aus Erfahrung und Forschung lernen Ulf Preuss-Lausitz
  • Notwendige Bedingungen bei der Umsetzung von Inklusion Andreas Hinz
  • Auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem – Das Beispiel Bremen Cornelia von Ilsemann
  • Inklusive Bildung – kann sie glücken? Aus 14jähriger Praxis im Berliner Wedding Karin Babbe
  • Waldhofschule Templin – Eine Schule für alle.
  • Von der Integration auf dem Weg zur inklusiven Schule Wilfried W. Steinert
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