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Sonntag, 19. Februar 2012

Wege zum Open Access

Für manche Verleger geht ein Gespenst um: Open Access. Das Papierjournal ist ein Kind der Postkutschenära und inzwischen überteuer und extrem langsam (bei Topjournalen in der Ökonomie verstreichen fünf bis sieben Jahre zwischen Manuskripteinreichung und Druck).

Papierlos.
Warum soll das Papierjournal auf ewig das zentrale Medium formaler Wissenschaftskommunikation bleiben? Welche Nachteile haben Papierpublikationen, welche Vorteile bieten digitale Technologien. Es gibt „goldene“ Wege zu Open Access, und vieles geschieht überhaupt informell im Verborgenen. In der Wissenschaft steht die Hoffnung, dass Open Access die Realisierung von Sir Karl Poppers wissenschaftstheoretischer Forderung nach der Öffentlichkeit aller wissenschaftlichen Methoden, nach „rücksichtsloser“ Kritik und kognitiver Konkurrenz“ erleichtern würde.


Offene oder nur papierfreie Tore?
Die politische Forderung hingegen nach freiem Zugang zu Informationen,nach Informationsfreiheit als Emanzipation von Informationsoligopolen, als Realisierung der Bürgerbeteiligung steht immer noch am Anfang. Da schadet es nicht, sich der Diskussion um Open Access in der wissenschaftlichen Szenererie anzunehmen, zumal ja auch diese eine eminente politische Triebkraft impliziert und auch artikuliert. Dabei schadet es auch nicht, die Diskussion von Open Access endlich von der Vereinfachung zu befreien, die bereits aktuell praktizierten Open Access-Strategien seien schon ausgereift, endgültig oder gar emanzipatorisch. Daher ist diese wissenschaftsorientierte Open-Access-Diskussion gerade von der Politk nicht zu vernachlässigen und erst recht nicht von den Einrichtungen der Zivilgesellschaft.

DGI.
Die DGI - deutsche wissenschaftliche und berufsständische Fachgesellschaft in der Informationsgesellschaft hat ihr Schwerpunktheft Open Access folgerichtig auch als Open Access zugänglich gemacht.

 Link ➨ 
Schwerpunktheft Open Access, PDF.,84 S., 5,4 MB, 30.7.2009
26.4.10/20.2.12

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