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Freitag, 10. Juli 2009

Basisdemokratischer Umsturz: Vorarlberger Wählerinitiative stellt das Wahlrecht vom Kopf auf die Füße


Bei der Vorarlberger Landtagswahl 2009 kandidiert ein buntes Bündnis mit einer ganz neuen Idee und basidemokratischem Flair. Die engagierten Listengründer haben miteinander vereinbart, dass die errungenen Mandate nach einem einzigen Kriterium verteilt werden, nämlich nach der Zahl der errungen ausdrücklich erklärten Vorzugsstimmen. Dabei ist es völlig gleichgültig an welchem Platz der Liste die einzelnen KandidatInnen stehen, allein der Wählerwille entscheidet.

Die Listenbezeichnung "Gsiberger" entspringt dem Mundartausdruck für "Vorarlberger". Ostarrichi.org erklärt: "In Vorarlberg (zumindest im Großteil - und natürlich auch in der Deutschschweiz) ist 'gsi' bzw. 'gsin' das Dialektwort für 'gewesen' (hat denselben Ursprung wie hochdt. 'sein'). Und weil das den Restösterreichern beim Zuhören so eklatant auffiel, entstand bald der Spitzname. Genauso könnten manche Salzburger bei uns 'Gwenbergar' heißen. Tun sie aber nicht."

Basisdemokratischer Umsturz. Wenn dieses Vorhaben gelingt, dann steht endlich eine Wahlrechtsreform an. Dass die Liste den Einzug in den Vorarlberger Landtag schafft, darüber haben die informierten Vorarlberger Politikkreise keine ernstzunehmenden Zweifel und alle anderen Parteien stehen einer solchen basisdemokratischen Initiative buchstäblich wortlos und hilflos gegenüber. Man scheint mit dieser Intitiative auch eine basisdemokratische Antwort auf den menschenverachtenden Rechtspopulismus von FPÖ und BZÖ gefunden zu haben.

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