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Dienstag, 25. März 2014

[ #medienpolitik ] Medientheorie: Die Zeitung als Solidarsystem?


"Zeitungen sind mehr als nur gesammelte und gedruckte Nachrichten, Zeitungen sind Solidarsysteme. Das gelte für die lokalen Blätter genauso wie für die überregionalen Zeitungen. Wer beispielsweise die Süddeutsche lese, gehöre damit zu einer Gruppe, die man als eher linksliberales Bürgertum bezeichnen könnte, wer die FAZ abonniere, der wolle zu einer eher wirtschaftsliberalen Elite gehören, wer aber sein Heimatblatt lese, der identifiziere sich mit der Region, beziehungsweise der Stadt."

So zu lesen als Interviewauskunft des Deutschlandfunkes von dem erfolgreichen deutschen Medienunternehmer Dirk Ipsen, der sich weder vor Krise noch vor dem Internet fürchten will.

Die Theorie hat was für sich, unbestritten. Ob sich damit allerdings langfristig auch die Zeitung als Printmedium halten lässt, darf durchaus diskutiert werden. Die interessantere Frage scheint jedenfalls, ob und wie sich so eine hyperlokale Sichtweise einer Zeitung im globalen Web auch realisieren lässt.

Eigentlich wäre dies ein Grund für die Zivilgesellschaft angesichts der neuen Möglichkeiten des Webs einmal darüber nachzudenken und ebenfalls zu einer zu realisierenden Medienstrategie zu kommen. Glaubhafter erscheint allerdings, dass sich die Träger der Zivilgesellschaftseinrichtungen weiter mit Medien weder in der Theorie noch in der Praxis befassen und auch keinen Einfluss über das übliche und leidige Sumpern über Medienmonopole hinaus erlangen wollen.

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