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Samstag, 17. Mai 2008

NGOs machen Weltpolitik: Streubombenverbot

Ab 19. Mai 08 verhandeln Delegierte aus über 100 Ländern in Dublin über ein Verbot von Streumunition. Die Internationale Kampagne gegen Streumunition, die von Handicap International mit begründet wurde, hat im Vorfeld der Konferenz ihre Forderung nach einem umfassenden Verbot bekräftigt.

Streubomben verteilen kleine Submunitionen über weite Flächen. Sie können dabei nicht zwischen militärischen Zielen und der zivilen Bevölkerung unterscheiden. Außerdem hinterlassen sie zahlreiche Blindgänger, die noch lange nach dem Ende eines Konfliktes Tote und Verletze fordern - sie wirken wie Landminen.

Dass überhaupt verhandelt wird, ist ein Erfolg der Zivilgesellschaft. Die Situation ist dieselbe wie bei den Landminen. Auch dort blockierten die mächtigsten (Kriegs-)Nationen. 1996 wurde ein Protokoll verabschiedet, das den Einsatz von Landminen regeln, jedoch nicht verbieten wollte. Daraufhin entschieden sich einige Staaten und NGOs, die Verhandlungen ausserhalb der UNO weiterzuführen, was 1999 mit der Inkraftsetzung der Landminenkonvention endete.

Mehr (Download, Infos, Links, etc.) dazu auf www.freiklick.at: DUBLIN: Sagt Nein zu Streubomben!

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